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Autor: Betreff: Grutbier / Kräuterbier
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 28.5.2003 um 11:02  
Hat jemand von Euch schon ein Grutbier gebraut bzw. dem Bier Kräuter beigemengt? Mit Früchten/Honig habe ich ja schon einige Erfahrungen. Jetzt will ich mich 'mal an Kräuter wagen.
Posting Freak
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Rainer
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red_folder.gif erstellt am: 31.5.2003 um 23:20  
Hallo Thomas,
muß Dich enttäuschen, habe noch kein Grutbier gebraut, bin aber gespannt, ob es Brauer gibt, die sich an Grutbier rangewagt haben. Ich selbst würde gerne ebenfalls ein Grutbier brauen, mir fehlt aber die Zusammensetzung der verwendeteten Kräuter. Colin hatte mir vor dem Crash Hinweise gegeben. Leider habe ich sie mir nicht notiert . Weiß allerdings auch nicht mehr, ob es eine Aufstellung der verschiedenen Kräuter war.
Hallo Colin,
kannst Du mir noch einmal einen Tipp geben, ich weiß nur noch, dass ich gefragt habe, welche Teile des Gagelstrauch´s (Heidemyrthe) verwendet werden. Welche Kräuter sonst noch Verwendendung finden ist mir ebenfalls nicht mehr bekannt.
Gruß
Rainer
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smilies/thumbup.gif erstellt am: 1.6.2003 um 10:17  
Hallo Rainer,

ich habe ebenfalls nichts über Grutbier notiert - ich komme aber darauf zurück!

Colin
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smilies/smile.gif erstellt am: 1.6.2003 um 12:49  
Hallo Rainer,

da ich das Rezept von damals nicht gespeichert hat, musste ich alles neu schreiben. Kaum war ich fertig, da wurde mein Bildschirm plötzlich schwarz ........... und ich konnte wieder neu schreiben !!

Hier zwei Rezepte unter 'Medieval Beers' aus dem Buch "Old British Beers and How To Make Them" - jeweils für 1 gallon (4,54 liter) gedacht.

Gruit Ale (unhopped, ca. 1300) – OG 80 (ca. 19.2° Plato)

Plain ales from fermented Barley wort were undoubtedly made in the pre-hop era. However, where possible herb flavourings would have been added to offset the bland flavour of plain ale.

Recipe

1¾ lbs pale malt (795g)
1½ lbs Carapils (681g)
1½ g each of Myrica Gale (Sweet Gale), Ledum Palustre (Marsh Rosemary) and
Achillea Millefolium (Millfoil or Yarrow)
Use method no.1, but in place of hops, boil the herb mixture with the wort for 20 minutes.
Mature for 4 months.

Method 1 (suitable for OGs up to 80)

Add hot water to the ground grain to produce a stiff mash at 66°C. Maintain 66 +- 1°C for three hours then raise the temperature to 77°C for 30minutes. Sparge slowly with water at 82 – 85°C to obtain the required volume. Boil with hops for 1 ½ hours. Cool. Strain and rinse the hops. Adjust to the required OG by the addition of cold boiled water or dried pale malt extract as needed. Ferment with a good quality ale yeast. Dry hop with 1/10 oz Goldings.

Gruit Ale (unhopped, ca. 1300) – OG 50 (ca. 12.3° Plato)

Repeat the procedure for the OG 80 Gruit Ale but use 1 ¼ lbs pale malt (568g), ¾ lbs Carapils (341g) and only 1g each of the herbs. Mature for 3 months.

Was die Verwendung von Kräutern angeht - ob Stengel, Blatt oder Blüte - muß ich passen.
Hoffentlich schmeckt's!

Colin
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Posting Freak
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Rainer
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smilies/smile.gif erstellt am: 2.6.2003 um 08:50  
Hallo Colin,
vielen Dank für die Mühe die Du Dir gemacht hast.
Diesmal habe ich die Rezepte sofort ausgedruckt.
Werde erst mal wieder was für´s "tägliche" brauen, dann werde ich es mal mit Grutbier versuchen. Wird wohl im Herbst oder im Winter sein.
Gruß
Rainer
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 3.11.2004 um 12:13  
Moin!

Leider gibt es zu diesem Thema Grutbier nicht sehr viele Einträge....

Am Sonntag habe ich einen Brauvorgang mit Kräutern gestartet, als Malz habe ich 1,15kg Wiener, 1,15kg Münchener, 20g Farbmalz sowie 150g Haferflocken für 25 Liter Bier verwendet. Außerdem habe ich 1kg dunklen klaren Honig verwendet.
Die Kräutermischung besteht aus 20g Lorbeerblättern, 15g Majoran, 10g Bilsenkraut, 10g Wacholderbeeren, 5g Ingwer, 5g Koriander, 3g Kardamom und einer Stange Zimt (etwa 10g).

Vorgestern habe ich die obergörige Hefe hinzugefügt, inzwischen gärt es ganz gut....

Wenn das ganze von Erfolg gekrönt ist, kann ich den gesamten Brauvorgang ja mal beschreiben.


Grüße vom Niederrhein
Antwort 5
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Steinkrug
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red_folder.gif erstellt am: 3.11.2004 um 14:23  
Wie bist Du an das Bilsenkraut gekommen? Selbergesammelt? Öko-Dealer? Apotheke?


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Brause
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smilies/bigsmile.gif erstellt am: 3.11.2004 um 16:49  
zu: wie bist Du an das Bilsenkraut gekommen?

vielleicht zu Halloween am Blocksberg...??? ;)
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Steinkrug
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red_folder.gif erstellt am: 3.11.2004 um 17:44  
Sollen wir nen Kranz bestellen?


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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 4.11.2004 um 15:48  
In Venlo gibt es einen Kräuterladen namens Alraun......
Ansonsten kann man sich auch über ebay Samen bestellen und das Kraut im Garten anbauen. Selber sammeln darf man Bilsenkraut nicht, da es unter Naturschutz steht.

Noch eine Anmerkung zu dem Bilsenkrautbierrezept unter der Rubrik Braurezepte: Die dort genannten 40g erscheinen mir als sehr hoch dosiert, würde ich von abraten. Selbst von meinem Bier, das erste mit diesen Kräutern, werde ich sicherlich nicht literweise saufen. Aber vielleicht schmeckt die Plörre eh nicht, mal abwarten.
Antwort 9
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 5.11.2004 um 09:53  
Hi loepsbrouwer,

hast du vorher schon einmal ein Bier mit Bilsenkraut gemacht? Bei deinem Rezept kommst du ja auf 0,4 g Bilsenkraut/L Bier. Sollte man laut dem Originalrezept wirklich 40 g auf 25 L Bier einsetzen? Laut der Giftinformationszentrale in Bonn ( http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/bilsenkraut.html ) sind Bilsenkrautblätter in Mengen über 0,5 g gifitg. Bei 40g in 25 L braucht man da ja gerde mal bummelig 0,3 L zu trinken um sich zu vergiften.
Mir wäre das zu gefährlich.
Prost!


[Editiert am 5/11/2004 von Niko]
Antwort 10
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 5.11.2004 um 10:39  
Hi Niko,

ein Rezept mit diesem Kraut findet man unter:
http://www.mittgard.de/archiv/rezept/bilskrbier.html
....und dieses Rezept ist mit Sicherheit zu gefährlich!

Ich habe hier nochmals in der Rezeptliste nachgesehen, dort steht es doch nicht drin. Ich bin der Meinung gewesen es dort ebenfalls gefunden zu haben. Naja, entweder es ist wieder herausgenommen worden, eben weil es gefährlich ist, oder ich habe es mit dem mindestens genauso gefährlichen Alraunenbier-Rezept verwechselt, das vom selben Autor stammt.

Wie dem auch sei, mit dem Zeug wird man vorsichtig umgehen müssen.

Die 0,5g-Grenze, die zu Vergiftungen führen soll, habe ich auch im Netz entdeckt, und dementsprechend werde ich auch nicht viel auf einmal davon konsumieren. Allerdings befinden sich die Kräuter nicht direkt im Bier. Die Kräutermischung habe ich eine Stunde in 4Liter Wasser gekocht, gefiltert und dann der Würze zugeführt. Ich denke, daß nicht sämtliche Wirkstoffe aus dem Kräutern gelöst worden sind....

Wenn sich damit aber jemand besser auskennt oder entsprechende Erfahrungen gesammelt hat, so möge er sich äußern!


Skol
Antwort 11
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 5.11.2004 um 13:08  
weitere Rezepte findet man hier:

http://members.aon.at/lebensgeister/spirits/flaschengeist.h tm

- wobei es sich bei den meisten nicht um Bierrezepte handelt -
Antwort 12
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Henrik
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Registriert: 16.11.2003
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 13.11.2004 um 15:24  
Ich will das ganze nicht verharmlosen,ich meine nur bevor du das ganze Bier wegschüttest.

Ich weiß nicht ob man es nicht relativ betrachten muß dass das Bilsenkraut ab einem bestimmten wert giftig wird.

Ich denke nur daran,dass man den Rausch des normalen Bieres auch als vergiftung betrachten muß.da könnte man ja auch mit so einer Formel rechnen.

Mir tut's nur um das armeunschuldige Bier leid ,ich möchte jetzt auch nicht zum Genuß von "Kräuterbieren" aufrufen
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benutzername
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red_folder.gif erstellt am: 14.11.2004 um 22:44  
ich würd mal sagen das man sich weniger um das bilsenkraut als um die wacholderbeeren einen kopf machen müßte da das auch nicht so wirklich ungiftig ist
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Posting Freak
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HopfenTrader
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red_folder.gif erstellt am: 20.1.2005 um 16:44  
Hallo zusammen !

40g erscheinen mir in der tat recht viel. Bei Testversuchen hätte ich eher so mit 5-10g angefangen, damit man hinterher nicht KO is. Aber wenn loepsbrouwer es selber ertestet hat, wie er es am besten verträgt, ist das OK. Nur jeder Mansch reagiert anders auf das Gift.
Und das alle, die das Bier getrunken haben nix gemerkt haben kann auch daran liegen, das man es regelmäßig Konsumieren muß (einen Spiegel aufbauen) um eine Wirkung wahrzunehmen. Das ist bei Cannabis, der "kleinen Schwester" des Hopfens genauso.
Es ist halt ein Gift, welches der Körper mit Erfolg versucht abzubauen. Kosumiert man viel, schafft das Abwehrsystem diese Menge nicht mehr, und die Wirkung entfaltet sich.
Ich würde das also nicht einfach so in x-beliebiger Dosierung verwenden. Und man sollte schon Ahnung von Drogen bzw Giften und deren Wirkung auf den Körper haben. Sonst kann das ganz Böse ins Auge gehen.
Beispiel: Ich trinke täglich bis zu etwa 4-5 l Bier, und man merkt es mir nicht direkt an. (hohe Toleranz). Ein Kumpel von mir trinkt nur abundzu am Wochenende ein paar Bier. Wenn er am WE 5 l Bier saufen würde, würde er kotzend einpennen :cool:

Also, benutzt eure (noch nicht durch zerstörten grauen Zellen, und informiert euch piniebelst über das zu verwendende "Kraut". Seid vorallem aber vorsichtig bei dosierungversuchen. Schließlich sollt ihr der Community noch lange,lange erhalten bleiben und hier eure erfahrungen posten.

Hatte zum Beispiel mal von oben beschriebenen Pilzen (für mich) zu hoch dosiert. Das war total der Höllentrip, und ich habe seitdem keine heftigen Drogen mehr angepackt, weil ich davor jetzt echt respekt bekommen habe, nachdem ich die heftige Wirkung "kennengelernt habe. Habe vorher auch schon fast alles mal angetestet, was es so gibt.

Deswegen noch mal mein Appell an den gesunden Menschenverstand, denkt vor dem Handeln

Gruß Mirko

PS: Braut euch lieber ein echtes ! Hanfbier. Das kann keine schwerwiegenden Folgen nach sich ziehen.
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