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Autor: Betreff: Waconia´s ZEBULON Spring Bock
Posting Freak
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Horstibus
Beiträge: 1101
Registriert: 2.4.2010
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 27.10.2012 um 23:15  
Waconia´s ZEBULON Spring Bock

An kalten Tagen Ende Oktober in denen es schon ganz leicht anfängt zu schneien benötigt man ein schönes
kräftiges Bier.

Deswegen ist heute der Weizenbock von Hannes dran.
Ordentliche 7,2 Umdrehungen hat es auf dem Tacho, wurde am 17.8.abgefüllt, versehen mit 21 EBC und nur 26 IBU.

Die Flasch zischt verhalten beim Öffnen und im Glas schäumt das Bier sehr stark.
Nach 5-10 min ist der Schaum aber leider fast vollständig verschwunden.
Die Farbe ist dunkelbernsteinfarben und leicht rötlich.



Auf dem Bild kommt es dunkler rüber als in der Realität.

Das Bier riecht nach reifen/vergorenen Früchten und weist Ähnlichkeiten mit dem GuruGuru Crystal auf.

Geschmacklich fallen beim ersten Schluck deutliche Säurenoten auf, die in einen legeren Abgang münden.
Bei genauerem Schmecken erkennt man Sherrynoten. Es ist fein Karbonisiert, genau richtig.
Weizentypisch schmeckt es jetzt nicht unbedingt, was für eine Hefe hast du genommen, Hannes??
Ich würde mal auf die S-04 oder WB-06 tippen.
An sich hat das Bier einen relativ schlanken Körper, die 7,2% lassen sich anfangs absolut nicht erahnen, für mich fühlt es sich an
wie 5,5-6% Allohol.
Der Abgang wird etwas kompakter,lässt Weizen in der Schüttung erahnen und gibt leichte parfümige Zitrusnoten zu erkennen.
Komplexe Fruchtnoten breiten sich langsam fächerartig im Abgang aus, aber ich kann sie nicht in Worte fassen.

Hopfen schmecke ich gar keinen, den Spring Bock kann ich absolut nicht einordnen, würde ihn aber eher in die belgische Ecke stellen.
Er hat auch ein paar weinige Noten, die mir aber ganz gut gefallen, obgleich ich nie wirklich Wein trinke.
Nach einer Zeit merkt man wohlig wärmend den Alkohol, das Bier ließe sich garantiert gut nach einem feinen Essen trinken, quasi
ein Digestif-Bier.

Walnüsse oder ein guter Käse dürften bestimmt Hand in Hand mit dem Bierchen den Abend verschönern.
Am besten ein ordentlich kräftiger Kas oder gleich Käse mit Walnußstücken drin.
Ziegenkäse könnte ich mir auch gut vorstellen.

Hannes dein Bier ist sehr rätselhaft und verlangt einem doch Einiges ab um es zu entschlüsseln, das muss auf jeden Fall nach einem
üppigen Mahl noch einmal probiert oder mit oben genannten Speisen gepaart werden.

Längere Lagerung dürfte dem Gebräu bestimmt auch nicht schaden, wenngleich ich das Bier so schon als gut gereift bezeichnen würde.



Allzeit gut Sud,

Tobias


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Zertifiziertes Mitglied der "Worschtmarktbrauerbubenbieratenbartei" WBBBB
Der jüngste und dienstälteste Brauer in der Bartei.

Die Hopfung stirbt zuletzt...
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Waconia
Beiträge: 3129
Registriert: 1.4.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 28.10.2012 um 10:42  
Moin Tobias,

danke für Deinen ausführlichen Verkostungsbericht. Ich bewundere Deine ebenso feine wie treffsichere Sensorik.

Stimmt, der „Spring Bock“ ist eher kein typisches Weizen und mit der S-04 liegst Du völlig richtig. :thumbup:

Urprünglich sollte die Schüttung so sein: 50% Weizen, 35%Münchner, 15%Wiener.
Habe mich allerdings damals kurzfristig entschlossen das Wiener durch „Chateau Crystal“ zu ersetzen.
Daher die Ähnlichkeit mit dem GuruGuru Crystal. Ich mag diese erdig-säuerliche Note.

Hopfen: Bremling Cross, Magnum und Cascade, allerdings eher verhalten.
Damals hatte ich meine Liebe zu höheren IBU-Schlagzahlen noch nicht entdeckt.

Der Alkoholgehalt wird ziemlich unterschätzt, zumindest ging es meinem Nachbarn so beim letzten Nachbarschaftsfest,
zu dessen Anlass ich das Bier gebraut hatte. Anfangs meinte er noch, dass der Bock nie und nimmer 7,2% hätte.
Nach dem 7. Bierchen war er eines Besseren belehrt, denn er lallte nur noch.
Dies allerdings mit leuchtenden Augen und einem zufriedenen Lächeln. :puzz:

Sicher kein Bier das man täglich trinken kann, soll man ja auch nicht.
Ich habe es erst Letzt zu einer crossen Ente aus dem Umluftherd getrunken, da passt das richtig gut.
Der Tipp mit dem Käse ist also ebenfalls sehr treffend.

„Hannes dein Bier ist sehr rätselhaft und verlangt einem doch Einiges ab um es zu entschlüsseln,
das muss auf jeden Fall nach einem üppigen Mahl noch einmal probiert oder mit oben genannten Speisen gepaart werden.“


Danke für dieses Kompliment. Ich werde es in jedem Falle noch einmal brauen,
dann allerdings mit einer gestrippten Schneider-Hefe aus dem Aventinus.
Darauf freue ich mich schon heute.

Ich habe noch ein paar Pullen die noch reifen dürfen. Eine davon ist für Dich reserviert.

Merci nochmals für diesen Bericht. Als blutiger Anfänger ist Feedback sehr wichtig. :thumbup:


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Bierinale - Festival der kreativen Braumanufakturen

ZEBULON Braumanufaktur
Bier mit Leib und Seele.

Zertifiziertes Mitglied der "Worschtmarktbrauerbubenbieratenbartei" WBBBB.
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vitivory
Beiträge: 1644
Registriert: 12.3.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 28.10.2012 um 12:02  
Hallo, Junges.

Brauche einen Rat. Mein Red Baron war nich so Red wie ich es wollte, hatte Melanoidinmalz genommen.
Etzt will ich mit Carared probieren, könnt ihr mir den Schüttungsvorschlag machen, das es so richtig rot wird?

Danke


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Viele Grüsse Braubruder Vit.

Zertifiziertes Mitglied der "Worschtmarktbrauerbubenbieratenbartei" WBBBB

Nicht das Bier ruiniert die Menschen, es ist das Wasser...
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