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Board Index > > Forumshandling - Eure Kritik / Verbesserungen > Rezept-DB MMM und mueggelland: Orientierungshilfe bei Rezeptqualität |
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Posting Freak Beiträge: 3929 Registriert: 10.9.2004 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 14:30 |
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Liebe Leute,
da ich jetzt auch wieder am brauen bin, setzt ich mich verstärkt mit
unseren Lieblingsrezeptsammlungen von Sandro und Jörg auseinander.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, ich stehe häufig davor wie der Ochs vorm
Berge. Wenn ich zu einem Biertyp zB 6 Rezepte finde, welches soll ich
nehmen?
Dieses Problem scheinen auch andere User zu haben, die hier immer wieder
mal nach einem GUTEN Rezept zu einem Biertyp fragen und dann häufig genervt
einfach auf die og DB verwiesen werden. Hier stehen sie dann wieder vor den
Problemen wie ich.
Welches von den 5 Rezepten soll ich denn nun nehmen?
Welches ist bewährt? Was sind die Schwächen des einen Rezepts? Welches
Rezept hat im Ergebnis bei den Testtrinkern Begeisterungsstüme hervor
gerufen?
Dazu finde ich in der Regel - NICHTS!
Also bleibt mir nichts anderes übrig als stundenlange Recherchen in den
einschlägigen threads zu betreiben, wo von Verkostungen von Bieren
berichtet wird, deren Rezepte vielleicht in der DB stehen.
Bei genauem Lesen kann ich dann vielleicht Tendenzen erkennen, die mir den
Eindruck vermitteln, dass ein bestimmtes Rezept - so danach sauber gebraut
- vergoren - gereift - wurde, wohl eines Nachbrauens wert sein könnte.
Die andere Möglichkeit, die allerdings nur den gut vernetzten Usern zur
Verfügung steht, ist von möglichst vielen Bieren Geschmacksproben zu
bekommen, aufgrund derer man sich ein eigenes Bild - zumindest von dem
gerade verkosteten Bier - machen kann.
Klar kann man sagen: Einfach ausprobieren - try 'n error!
Empfinde ich aber als extrem unbefriedigend. Möchte ja vielleicht auch mal
andere Biere brauen anstatt nun 5 Bockbiere hintereinander zu brauen, um
das Rezept zu finden, was meinem Geschmack am ehesten entspricht.
Ich würde es daher als sehr begrüßenswert und hilfreich empfinden, die
Rezepte mit Bewertungs - und Kommentarmöglichkeiten zu verknüpfen, um
zumindest Tendenzen erkennen zu können.
Mir ist dabei durchaus bewusst, dass derartige Bewertungsmöglichkeiten ein
überflüssiges Konkurrenzdenken oder Hemmungen, seine Rezepte zu wagen
einzustellen, fördern können.
Sicherlich wird es auch nur ein vager subjektiver Gradmesser sein.
Zuviel ist abhängig von subjektivem Gechmacksempfinden, dem konkret
gelungenen- oder weniger gelungenen - Sud, der Anzahl der faktischen
Verkoster und Nachbrauer, Sympathien und Höflichkeitsbewertungen dem
Rezeptsersteller gegenüber usw.
Dennoch möchte ICH eine derartige Bewertung-/Komentierungsmöglichkeit, wie
immer sie konkret ausschauen mag, nicht weiter missen!
Bevor ich meine konkreten eigenen Vorstellungen hierzu einbringe, möchte
ich zuvor eure Sicht der Dinge mal erfragen.
Dies gibt vor allem für Sandro und Jörg. Sind ja schließlich deren DBs!
Sollte dieses Thema auf allgemein positives Interesse stoßen, könnten wir
im Brainstorming konkrete Gestaltungmöglichkeiten als Anregung für Jörg und
Sandro entwickeln, die natürlich die letztliche Entscheidungshoheit haben.
Würde mich über eine intensive Diskussion freuen und wünsche euch ein
schönes WE!
Hagen
[Editiert am 16.11.2012 um 14:37 von Hagen]
____________________ Besten Gruß
Hagen
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Taumelkäfer Hausbräu - honi soit qui mal y pense!
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Posting Freak Beiträge: 1277 Registriert: 15.9.2010 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 14:34 |
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Antwort 1 |
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Posting Freak Beiträge: 3929 Registriert: 10.9.2004 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 14:50 |
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Diese grs. Möglichkeit scheint aber nicht ausreichend zu sein, weil zu
offen.
Kaum einer schreibt rein, dass er das Bier nachgebraut hat und wie er das
Ergebnis empfindet.
Gleiches gilt für die Leute, dies es verkostet haben. Da werden
Riesenverkostungsthreads geschreiben, die in den unendlichen WElten des
HB-Forum nach spätestens 3 Tagen verschwinden aber keinerlei Kommentar zu
dem vielleicht hinterlegtem Rezept gemacht.
Wäre ja toll, wenn wenigstens dort der link zu dem Verkostungsbericht
gepostet würde.
Ich denke, wenn man das - zu erstellende -Bewertungsportal klarer
herausstellen würde, würden sich die Nutzer auch bewusster werden, dass man
die Rezepte auch irgendwie bewerten sollte.
Die Beliebigkeit der Kommentierungsmöglichkeit ist psychologisch
diesbezüglich ein Schwachpunkt.
____________________ Besten Gruß
Hagen
------------------------------
Taumelkäfer Hausbräu - honi soit qui mal y pense!
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Antwort 2 |
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Posting Freak Beiträge: 995 Registriert: 17.9.2012 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 15:37 |
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Hallo zusammen,
das Problem, das Hagen schildert, kenne ich als Neuling sehr gut. Wenn man
das erste (Full-Grain)-Kit gebraut und Lunte gerochen hat, durchstöbert man
die Datenbanken auf der Suche nach einem Rezept für das nächste Bier. Von
der schieren Auswahl der Rezepte wird man dabei schier erschlagen. Ich
wusste lange nicht was mein zweites Bier werden würde. Aber irgendwann habe
ich ein Mild Ale mit guten Kommentaren bei MMM und hier im Forum gefunden.
Und ich muss sagen, die Kommentatoren hatten recht, es wurde ein leckeres
Bier!
Allerdings stehe ich aktuell wieder auf dem Schlauch. Ich bin auf der Suche
nach einem Rezept für ein Stout, das man auch ohne Probleme Freunden
anbieten kann, die nicht "Bierverrückt" sind. Leider ist in keiner der DBs
auch nur ein Stout mit - in dieser Frage - hilfreichen Kommentaren
vorhanden.
Viele Kommentare bei MMM drehen sich oft um inhaltliche Fehler in den
Rezepten. "Da Stimmt aber dies oder jenes nicht, da musst du dich vertippt
haben!" Ich finde es sehr gut - bloß nicht falsch verstehen - das die
Community die Rezepte ausmerksam ließt und offensichtliche Fehler
anspricht, dass diese korrigiert werden. Nichts wäre - besonders für
Anfänger - schlimmer als ein falsches Rezept. Dem Profi fällt vielleicht
auf, dass etwas nicht stimmtund weiß aus Erfahrung was er ändern muss, dass
es wieder passt. Aber der Anfänger? Der hätte ein Problem. Großes Lob hier;
weiter so!
Aber zurück zu den Bewertungen. Ich denke auch, dass ein Freitextfeld zu
beliebig ist. Vielleicht könnte man aber ein paar Punkte vorgeben, für die
man "pseudoanonym" Punkte vergeben kann. Jeder registrierte Benutzer darf
bewerten und seine Bewertung ggf. auch korriegieren, aber niemand sieht wer
hinter der Bewertung steckt. Aber dem völlig wahrlosen Bewerten sollte auch
einhalt geboten werden. Wenn es doch mal zu "Spambewertungen" kommt, oder
offensichtlichen "Schlechtmachungen" eines Rezepts könnte man das immter
noch wieder rauslöschen und im wiederholungsfall den User sperren /
löschen. Mir ist klar, dass das alles viel Arbeit ist! Aber damit könnte
man vielleicht eine "neutralere" Bewertung ermöglichen.
Grüße,
Max ____________________ Konverter Kleiner Brauhelfer ⇒ Forum
Dieser Text gilt gleichermaßen für Männer, Frauen und Vegetarier. Nur aus
redaktionellen Gründen wird lediglich die männliche Form verwendet.
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Antwort 3 |
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Posting Freak Beiträge: 789 Registriert: 3.3.2011 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 18:03 |
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Ich denke optimal wäre es, wenn der Ersteller des Rezepts dieses auch
weiter pflegt.
Z.B. könnte ich bei meinem Stout einen Link auf den Verkostungsthread
setzen, so dass man eine bessere Vorstellung von dem Bier hat. Ich glaube,
dass mache ich gleich mal. Vielleicht wäre die Option einer kleinen
Linksammlung pro Rezept sinnvoll, da ja scheinbar oft an anderer Stelle
Kommentiert wird.
Ps: Schade, man kann den Link nicht anklicken.
[Editiert am 16.11.2012 um 18:09 von cosmophobia]
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Antwort 4 |
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Posting Freak Beiträge: 3929 Registriert: 10.9.2004 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 19:13 |
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nun ich denke, es sollte nicht unbedingt Sache des Rezeptentwicklers sein,
die Infos einzupflegen. Aber wenn es kein anderer macht.....
____________________ Besten Gruß
Hagen
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Taumelkäfer Hausbräu - honi soit qui mal y pense!
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Antwort 5 |
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Posting Freak Beiträge: 902 Registriert: 11.6.2006 Status: Offline
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erstellt am: 16.11.2012 um 19:18 |
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Hallo,
ich denke mal, das Produkt vom gleichen Rezept schmeckt auf den
verschiedenen Anlagen nie gleich. Schleißlich wird die Aufheizzeit, die
Genauigkeit der Rasttemperatur, die Läuterdauer, Alter von Malz/ Hopfen,
die Gärführung......... den Geschmack noch beeinflussen. Und dann wäre da
noch der eigene Geschmack. So eine Beschreibung des Bieres kann eigentlich
nur eine grobe Orientierungshilfe sein.
Bleibt also nur Brauen/ probieren, Brauen/ probieren, Brauen/
probieren......, so ein Brauer hats doch schwer
Gruß hufpfleger ____________________ Gruß hufpfleger,
der immer noch einen Pächter sucht!
Infos unter dem button "Bierbrauer werden?" in der Navigationleiste
http://hämmscher-bier.de
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Antwort 6 |
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Moderator Beiträge: 4024 Registriert: 7.4.2006 Status: Offline
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erstellt am: 16.11.2012 um 19:32 |
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Bei Mueggelland kann der Brauer im Brauprotokoll einen
Kommentar zur Verkostung hinterlassen und 0-10 Punkte vergeben. Die Punkte
werden, gemittelt über alle Brauprotokolle, auch in der Rezeptliste
angezeigt. Die Kommentare kann man sich ansehen, wenn das Brauprotokoll vom
Ersteller öffentlich gemacht wurde.
Aber, um ehrlich zu sein, schaffe ich das nicht mal bei meinen eigenen
Rezepten durchgängig ____________________ Gruß vom Berliner
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Antwort 7 |
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Moderator Beiträge: 9088 Registriert: 14.8.2008 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 16.11.2012 um 20:19 |
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Hi Hagen,
die Sache mit den Rezepten ist immer subjektiv. Wer sein eigenes Rezept
über den grünen Klee lobt? Na ja, dass sagt eventuell nicht viel aus.
Im Thread "Hobbybrauerbierverkostungen" finden sich überwiegend positive
Bewertungen. Ist doch klar, wem freundlicherweise Bier zur Verkostung
geschickt wurde, der wird es nicht gnadenlos öffentlich verreissen.
Am besten finde ich immer die Favoriten bei Hobbybrauertreffen! Da
kristallisieren sich immer ein paar tolle Sachen heraus. Ich persönlich
benenne die dann auch. Viele Kollegen halten sich aber auch da mit
Wertungen zurück. Political Correctness eben...
m.f.g
René
____________________ "Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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Antwort 8 |
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Posting Freak Beiträge: 3929 Registriert: 10.9.2004 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 17.11.2012 um 02:47 |
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Rene,
das ist ja das, was ich relativierend an bedenkenden Überlegungen voran
gestellt habe.
Aber wie oft ist es der Fall, dass man sich bei Hobbybrauertreffen im mehr
oder weniger größeren Kreis zusammen setzt und beispielsweise mehrere Pale
Ales zusammen trinkt.
Wie oft stellt es sich hinterher heraus, dann alle einer Meinung sind, dass
eines heraussragend war. Warum in dreiteufelsnamen soll das Kind nicht beim
Namen genannt werden. Niemand muss irgendwas oder -wen in den Dreck ziehen.
Aber ein Bier, was herausragend ist und allenthalben gelobt wird, sollte
auch gelobt werden. Und sei es auch nur mit dem Hinweis:
"Habe - einschließlich meines eigenen - schon 6 verschiedene HB-Pale Ales
probiert. Dieses war mit Abstand das allerbeste, was ich je an HB-PAs
probiert habe!!" ?
Und Jörg, niemand muss sein eigenes Bier bewerten. Das ist wahrlich zuviel
verlangt und - sofern positiv - auch unglaubwürdig. Aber wenn ich ein
Scheißbier gebraut habe, sollte ich auch kein Problem haben zu sagen:
"Leute, sorry, aber da habe ich mich vertan. Ich brauche es nicht nochmal
so brauen."
Es ist nicht einfach. Aber da muss trotzdem mehr kommen.
Und wer seine Biere zur Verkostung anderen zur Verfügung stellt, muss mit
ehrlicher subjektiver - auch negativer - Kritik auch klar kommen. Wenn ich
euch meine Biere zur Verfügung stelle, möchte ich eure ehrliche Meinung
hören und nicht irgendwelche Nettigkeiten. Es geht doch nicht um die Pflege
von Eitelkeiten, sondern, dass wir alle was dazu lernen. Mein Gott, wr sind
keine 12 mehr. Da sollte jeder mit ehrlicher konstuktiver Kritik klar
kommen. auch wenn man sie nicht gerne hören will.
Aber wirklich entscheidend ist doch, dann man ein tolles Bier getrunken
hat, dessen Rezpt in einer eurer DB steht und die leute das auch benennen
und reinschreiben! Natürlich schreibe ich nicht bei dem Rezept eines netten
Brauerkollegn, dessen Bier nicht so gelungen ist "Busshit!"
Aber als orietnierungsloser Rezeptsucher würde mit es doch reichen, bei
einigen Rezepten zu sehen: "Leute, der Burner!"
Gutes Nächtle!
____________________ Besten Gruß
Hagen
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Taumelkäfer Hausbräu - honi soit qui mal y pense!
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Antwort 9 |
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Junior Member Beiträge: 36 Registriert: 8.11.2012 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 17.11.2012 um 09:04 |
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bin gleicher Meinung. Man kann die Rezepte zwar kommentieren, aber nicht
bewerten. Was fehlt, ist ein Bewertungstool analog www.chefkoch.de, wo man
Rezepte bewerten kann und auch dann Rezeptcharts erstellt erden koennen.
gruss
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Antwort 10 |
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Posting Freak Beiträge: 1277 Registriert: 15.9.2010 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 17.11.2012 um 09:19 |
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Stimmt, jetzt habe ich erst den Dreh-und Angelpunkt der Sache geblickt! Die
Idee mit einem Bewertungssystem a la Chefkoch finde ich gut. An der Zahl
der Sterne orientiere ich mich dort auch immer wenn es darum geht,
verschiedene Rezepte schnell miteinander zu vergleichen. Will man dann noch
tiefer einsteigen, kann man sich durch die Bilder klicken und die
Kommentare lesen.
Eindeutig dafür!
Grüße, der saarmoench
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Antwort 11 |
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Administrator Beiträge: 10493 Registriert: 23.10.2005 Status: OnlineGeschlecht:
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erstellt am: 17.11.2012 um 10:11 |
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Moin, zusammen,
nur ganz kurz eine Info: ganz oben über der Rezeptdatenbank steht, dass man
eigentlich nur "bewährte" Biere dort einstellen soll und nicht einfach
irgendwelche Rezepte, die man womöglich noch nie gebraut hat oder
gescheiterte Versuche von erfolglos gebrauten Bieren.
Was heißt bewährt? Zunächst mal, dass man es mind. einmal, optimalerweise
mehrmals, gebraut hat und man zufrieden mit der Rezeptur bzw. dem Bier ist
und der Meinung ist, das könnte anderen vielleicht auch gefallen.
Und da kommen dann bei den Bewertungen die Erfahrungen und Meinungen der
anderen Tester ins Spiel und es kommen dann u.U. wertvolle Ergänzungen und
Tipps dazu.
Gruß
Michael
____________________ „Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist
das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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Posting Freak Beiträge: 675 Registriert: 25.10.2010 Status: Offline
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erstellt am: 17.11.2012 um 10:15 |
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Hallo Leute, ich hatte vor einiger Zeit schon mal so ein Sternesystem
eingeführt. Das Echo war eher geteilt - obwohl ich es als
Orientierungshilfe gar nicht schlecht fand. Ich hab's dann wieder
rausgenommen. Daher mein Vorschlag an alle: Leute, mehr Engagement
hinsichtlich Kritik/Lob/Anmerkungen über die Kommentarfunktion
[Editiert am 17.11.2012 um 10:17 von muldengold]
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Antwort 13 |
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Posting Freak Beiträge: 3929 Registriert: 10.9.2004 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 20.11.2012 um 01:13 |
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Moin,
mir lässt das Thema keine Ruhe.
Rene, du hast völlig zutreffend grs. die Objektivität von Bierbeurteilungen
hier in Frage gestellt.
1. Bewertungen durch den Rezeptersteller und Erstbrauer des Sudes:
Bewertungen sind auf irgendeine Art natürlich immer subjektiv. Am
subjektivsten - oder zwangsläufig aufgrund der doppelt starken
Selbstbetroffenheit als Rezeptschöpfer und Brauer eines Sudes - KANN
Derjenige am wenigstens objektiv sein.
Entweder neigt man dazu, zu selbstkritisch oder zu nachsichtig mit sich und
seinem Produkt zu sein. Das ist ebenso banalpsychologisch wie ich zugleich
von der Richtigkeit dieser These überzeugt bin.
2. Bewertungen durch den Nachbrauer eines bestehenden Rezepts:
Besser dran ist da schon der Brauer, der ein Rezept nachbraut.
Auch er identifiziert sich mit "seinem" Produkt, dem nachgebrauten Sud,
kann für sich, wenn er es nicht konkret besser weiß, einen Misserfolg aber
notfalls auf das Rezept schieben.
Jörg, das ist m. M. nach das Hauptproblem der von dir geschaffenen
Bewertungsmöglichkeit, dass allein die ersten beiden Gruppen die
Möglichkeit zur Bewertung haben!
3. Bewertungen durch reine Bierverkoster:
Grs. am unvoreingenommensten sind natürlich die, die ein fremdgebrautes
Bier lediglich verkosten.
Aber auch hier ist natürlich - wie Rene schon zu Recht angemerkt hat - das
etwaige Handicap zu berücksichtigen, ein freundlicherweise überlassenes
Bier eigentlich unfreundlich bewerten zu müssen.
Rene, ich stimme dir auch uneingeschränkt darin zu, dass dieses Handicap
bei gemeinsamen Verkostungen anlässlich irgendwelcher Hobbybrauertreffen am
wenigsten zu tragen kommt.
Zumindest nimmt man sich dabei nicht zurück, gemeinsame Begeisterung zum
Ausdruck zu bingen, wenn es angebracht ist.
Warum stehen nicht wenigstens dann anschließend keine entsprechenden
Kommentare bei den zugehörigen Rezepten?
Es ist ja auch niemand verpflichtet, ein Bier zu "verreissen". Aber es
sollte doch normal sein, wenigstens sein Wohlwollen und erst Recht seine
Begeisterung für ein Bier zum Ausdruck zu bringen.
Wie oft sehe ich mehr oder weniger begeisterte Beurteilungen von
Hobbybrauerbierverkostungen in der entsprechenden Forumsrubrik oder ganz
wonaders wie zB Sambas Pale Ale.
Und bei den dazugehörigen Rezepten? - Nix!
Sandro, daher meine ich ja, dass es nicht ausreichend ist, abstrakt die
Möglichkeit einer Bewertung in einem offenen Kommentierungsfeld zu
schaffen. Die User denken einfach nicht daran, ihr irgendwo im Forum
geäußertes Wohlgefallen - so es dort wenigstens geäußert - auch bei dem
entsprechenden Rezept zu kommentieren.
Ich denke, es ist sinnvoller, die Leute ganz konkret mit dieser Möglichkeit
zu konfrontieren und sie aufzufordern, ihre beurteilung bitte zum Wohle
aller abzugeben.
Ebenso ist es natürlich zutreffend, dass aufgrund der Vielzahl von
Parametern beim Brauen kaum ein Sud identisch schmeckt, erst recht nicht
bei Verwendung anderen Wassers und einer anderen Brauanlage.
Aber dies ist letztlich immer so und dem interessierten Nachbrauer auch
bewusst.
Aus den oben genannten Gründen würde ich es zugleich als sinnvoll
betrachten, getrennte Rubiken in einer Matrix zu führen, um die jeweiligen
Bewertungen differenzierter einschätzen zu können.
->Bewertung des Bieres:
hier sollte differenziert eingegeben können:
---->Habe Rezept erstellt/Originalsud gebraut und verkostet
---->Habe den Originalsud verkostet
---->Habe das Bier nachgebraut und verkostet
---->Habe ein nachgebrautes Bier verkostet
nach Anklicken einer dieser Rubriken kann sich dann eine einheitliche
Bewertungsmatrix öffnen mit gängigen Bierbewertungskriterien und jeweiligen
Kommentierungsfeld.
Bewertungen könnten mit einer Anzahl Sternchen/Punkten oder mit Ziffern wie
bei Jörg erfolgen.
Es sollte nicht darum gehen mittels der Bewertung eine Rankingliste zu
erstellen und damit verbundenen persönlichen Ehrgeiz zu fördern.
Es sollte dem Rezeptsuchenden lediglich eine aussagkräftige
Orientierungshilfe geboten werden.
Besten Gruß
Hagen
____________________ Besten Gruß
Hagen
------------------------------
Taumelkäfer Hausbräu - honi soit qui mal y pense!
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Antwort 14 |
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Posting Freak Beiträge: 1905 Registriert: 7.12.2006 Status: OfflineGeschlecht:
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erstellt am: 20.11.2012 um 02:52 |
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Hallo Hagen und Andere,
so richtig verstehe ich das nicht.
1) jeder von uns hat (zum Glück) andere Geschmacksnerven, was für den einen
das AAA Bierrezept ist schmeißt der Nächste in den Gulli.
2) jeder arbeitet mit anderen Brauzutaten, so das wohl auch immer was
anderes raus kommt.
Ich braue nur noch zwei Typen, da ich jedes mal so 58 L braue und ich daran
alleine trinke.
Ich schreibe auf was mir an den Rezepten die ich habe gefällt und
was ich beim nächsten Sud ändern sollte, das tue ich dann, aber in kleinen
Schritten. Diese Evolution dauert dann schon einige Jahre, ist mit aber
auch egal, da ich von wilden Versuchen nichts mehr halte, dazu bin ich zu
alt und ich brauche Stabilität beim Bier.
Also, konzentriert Euch auf wenige am Anfang, vielleicht auch nur eins und
macht das für Euren Geschmack passend.
Cheers, Jörg
____________________ Ich braue Hoppesäcker Ur-biere nach dem Hoppesäcker Reinheitsgebot von
AD512 (Dokument ging leider verloren).
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Antwort 15 |
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Moderator Beiträge: 4024 Registriert: 7.4.2006 Status: Offline
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erstellt am: 20.11.2012 um 09:14 |
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Man kann's ja beliebig kompliziert machen, das wird das Ergebnis aber m.M.
nicht verbessern.
Bei Fremdverkostungen habe ich weder hier noch in irgendeiner anderen
Rezept-DB jemals einen wirklich kritischen Kommentar gelesen. Normalerweise
gibt's überschwänglichen Jubel und Lobhudeleien. Das kritischste ist, wenn
kein Kommentar geschrieben wird. Das bringt weder dem Brauer noch dem
Rezeptsuchenden was.
Die einzigen, die ihr Werk einigermaßen objektiv beurteilen, sind der
Rezeptautor und eventuelle Nachbrauer. Deine Bedenken teile ich da nicht,
Hagen. Als Problem sehe ich nur, dass die Beurteilung möglicherweise von
sehr unterschiedlichen Standpunkten aus erfolgt: wo der eine Brauer auch
noch das letzte Detail überkritisch beleuchtet, ist der andere froh, wenn
er ein Bier ohne grobe Fehler produziert hat. Aber diesen Niveauunterschied
teilen die Brauer auch mit den Verkostern.
Dazu kommt, dass man kaum ein Rezept unverändert nachbraut. Mal nimmt man
ein anderes Malz, mal eine andere Hefe, mal ist der Hopfen schon fast
überlagert etc. Ich z.B. suche mir meist Anregungen in den
Typbeschreibungen und evtl. bei anderen Rezepten und schreibe dann mein
eigenes Rezept, dass mit den Vorlagen nicht mehr identisch ist. Da kann man
dann schlecht einen Kommentar für eine der Vorlagen schreiben.
Und was dem Erfolg m.M. am meisten entgegen steht ist die Faulheit. Genau
wie hier im Forum viele Threads unvollendet bleiben, weil nach dem Sud nach
einem empfohlenen und hier diskutierten Rezept der Brauer keine Rückmeldung
mehr gibt, wird der Großteil der "Nachnutzer" wohl einfach aus
Bequemlichkeit keine Beurteilung abgeben.
Sorry für den Fatalismus.
____________________ Gruß vom Berliner
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Antwort 16 |
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Board Index > > Forumshandling - Eure Kritik / Verbesserungen > Rezept-DB MMM und mueggelland: Orientierungshilfe bei Rezeptqualität |
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