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Autor: Betreff: Mein erstes IPA - Tipps gesucht
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:09  
hallo Bierfreunde,

zunächst: ich bin recht neu hier und hoffe, dass dies der richtige bereich ist.

Am Samstag werde ich in meinem BM20 meinen 2. Sud ansetzen und es soll ein IPA werden. Ziel sind etwa 15°P und 65 IBU.
Vor alles "in die Hose" geht, möchte ich hier das geplante Rezept vorstellen und hoffe auf konstruktive Kritik - inbesondere mit den Hopfensorten bin ich unsicher.
Wichtig noch zu erwähnen: ich werde nach dem Hopfenkochen ca. 20L Sud haben, wenn die Stammwürze niedriger ist: auch kein Problem, mir geht es mehr um die zeitlich, mengen- und sortentechnisch richtige Verwendung der Hopfensorten.

Schüttung
Ale Malz: 3,9kg
Pilsner Malz: 0,9 kg
Brown Malz: 0,15 kg
Karamelmalz dunkel: 0,15 kg

Einmaischen bei 63°
1. Rast 60 min, 65°
2. Rast 20 min, 73°
3. Rast 10 min, 78°

Kochen 90 min:
-80 min: 25g Spalter Select (2,6) + 43g Cascade (7)
-40 min: 10g Chinook (11,2)
-5 min: 10g Amarillo (8,8)

- 1 Woche gären bei Raumtemperatur, Safale US-05
- Stopfen (habe nur Pellets, soll ich die trotzdem in einen Teebeutel tun?) 30g Casade, 20g Amarillo, 20g Chinook, so eine weitere Woche stehen lassen (?) Vor dem Stopfen in ein anderes Fass abziehen?
- Auf Flaschen ziehen (Zuckerzugabe), noch eine Woche bei Zimmertemperatur (?)
- Ab in den Kühlschrank (wie lange reifen lassen?)

So ist der Plan. Über Kommentare würde ich mich riesig freuen!

Danke,
der Nacktmull
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:22  
Ich weiß jetzt nicht, was Brown Malz ist, hört sich aber eher untypisch für ein IPA an.
Ansonsten hört sich das alles sehr vernünftig an, wobei ich die IBU jetzt nicht nachgerechnet hab.
Die Hopfensorten sind ok, wobei Du zum Bittern auch einen Hopfen mit mehr Alpha wie Spalter Select nehmen kannst, aber das sind Feinheiten.
Reifen lassen musst Du ein IPA eigentlich nicht wirklich, ich trink so was immer ab Ende Nachgärung.

Vor dem Stopfen von der Hefe abziehen ist eigentlich richtig, ich mach das aber nie.


Stefan


[Editiert am 3.4.2014 um 18:24 von Boludo]
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:33  
Danke für die Einschätzung!
Brown Malz ist ein Farbmalz, das ich von amihopfen habe, will damit die Farbe etwas ins dunklere ziehen.
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:36  
Es heißt India Pale Ale :P
Du kannst natürlich brauen, was Du willst.
Aber wenn schon dunkel, dann richtig Richtung Black IPA mit Röstmalz, find ich zumindest.

Stefan
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:40  
Den Spalter Selekt würde ich weglassen! Schade um den guten Hopfen. Davon wirst du bei der Konkurrrenz nichts schmecken. Pale heißt hell, braucht also nichts dunkles.
Die zweite Rast kannst du dir sparen, lieber eine richtige Kombirast bei 66/67° Grad fahren.

Aus der 80er Gabe würde ich eine für 75 min machen.
Die 5 min Gabe würde ich verdoppeln.

Gutes Gelingen :)

Peter


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Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier.
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 18:52  
Ich kann mich nur meinen Vorpostern anschließen. Im Grunde klingt alles recht vernünftig.
Ich gebe nur zu Überlegen, ob nicht für den Beginn ein Single-Hop vielleicht lehrreich wäre, um die Eigenheiten einer einzelnen Hopfensorte genauer kennen zu lernen.

Gutes Gelingen,
Gunter
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cyme
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 19:50  
Ist das der 2. Sud im Braumeister oder 2. Sud überhaupt? Bei letzterem würde ich nach einem bestehenden Rezept vorgehen, falls du ein Lieblings-IPA hast auch nach einem Klonrezept suchen. Für mich wäre das noch etwas zu früh um Rezepte selbst zu formulieren. Allein schon um in das Hobby mit Erfolgserlebnissen einzusteigen.


[Editiert am 3.4.2014 um 19:51 von cyme]
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 20:05  
Erst mal vielen Dank für all die Antworten - das, sowie der tolle Umgangston hier machen das Bierbrauen noch schöner!

Also, beginnen wir mit der Modifiaktion: Spalter Hopfen weglassen, Brown Malz und Karamalz dunkel durch Karamalz hell ersetzen; 80er-Gabe auf 75, 5er-Gabe verdoppelt

Schüttung
Ale Malz: 3,9kg
Pilsner Malz: 0,9 kg
Karamelmalz helll: 0,3 kg

Einmaischen bei 63°
1. Rast 60 min, 65°
2. Rast 20 min, 73°
3. Rast 10 min, 78°

Kochen 90 min:
-75 min: 53g Cascade (7)
-40 min: 10g Chinook (11,2)
-5 min: 20g Amarillo (8,8)

Zum Rest:
- es ist mein 2. Sud überhaupt, aber ich möchte kein Klonrezept brauen. Bin sehr viel in den USA und liebe die Vielfalt und Experimentierfreudigkeit der IPAs dort.
- die verschiedenen Hopfenarten verwende ich eben deshalb und... ehrlich gesagt... weil ich sie halt habe :-)
- die Kombirastgeschichte habe ich nie richtig verstanden (Asche auf mein Haupt). Mache ich mit der geplanten 2. Rast etwas falsch? Oder wie sollte bei einer Kombirast das komplette Maischeprogramm aussehen?

Danke nochmals!
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uli74
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 20:12  
Kombirast heisst, Du rastest einfach 60 - 90 min mit einer gleichbleibenden Temperatur zwischen 64 und 69° C (je nach Temperatur wird das Bier trockener oder malziger) und zum Abmaischen auf 78° C hoch.

Die Amis machen das so (manche lassen das Aufheizen auf 78° C weg) und das passt auch zu einem IPA. Für Dein IPA würde ich 66° C empfehlen, Dauer mindestens 75 min.


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Gruss Uli
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 20:14  
Carared statt Cara Hell kommt auch immer gut. So ca 10% sind ok.

Stefan
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 20:40  
Carared habe ich leider nicht. Sollte ich das Carahell also auf ca 500g bei ca 5 kg Schüttung steigern?

Kombirast:
Habe ich das richtig verstanden:
Einmaischen bei 63°
1. Rast 75-80 min, 66°
2. Rast 10 min, 78°

und das war es?
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uli74
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 20:44  
Jawoll!

Edit: Du kannst aber auch (falls Du der Meinung bist, eine Eiweissrat machen zu müssen) bei 60° C einmaischen und dann hochheizen. Auf die Eiweissrast verzichte ich seit geraumer Zeit und halte sie für absolut unnötig.

10% Cara hell sind mehr als genug. 5% reichen!


[Editiert am 3.4.2014 um 20:46 von uli74]



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Gruss Uli
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cyme
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 21:18  

Zitat von Nacktmull, am 3.4.2014 um 20:05
- es ist mein 2. Sud überhaupt, aber ich möchte kein Klonrezept brauen. Bin sehr viel in den USA und liebe die Vielfalt und Experimentierfreudigkeit der IPAs dort.

In dem Fall, hau rein und viel Glück!
Ich bin ebenfalls viel in den USA und hab auch einige IPAs getrunken die mir nicht so zugesagt haben (andere hingegen umso mehr) - deshalb nehme ich mir erstmal vor mir die "guten" Stück für Stück per Clonerezept vorzunehmen, damit ich ein Gefühl dafür bekomme was rein muss damit es mir schmeckt. Mit "hm, was passiert wenn ich mal mit dem Hopfen stopfe" hab ich auch schon weniger gute Erfahrungen gemacht.
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 21:29  

Zitat von cyme, am 3.4.2014 um 21:18

In dem Fall, hau rein und viel Glück!


Und genau das werde ich am Samstag machen - vielen Dank euch allen!
PS: ich verkoste gerade meine erste Halbe meines ersten Suds - auch, wenn noch nicht lang genug gelagert (untergäriges Zwickel) und bin jetzt schon begeistert. Und nicht nur ich!
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:04  

Zitat von Nacktmull, am 3.4.2014 um 20:40
Carared habe ich leider nicht. Sollte ich das Carahell also auf ca 500g bei ca 5 kg Schüttung steigern?

Kombirast:
Habe ich das richtig verstanden:
Einmaischen bei 63°
1. Rast 75-80 min, 66°
2. Rast 10 min, 78°

und das war es?


60 min reichen, du kannst ja mal nach 40 min eine Jodprobe machen. Sollte dann schon Jodnormal sein. Mehr als 60 min rasten bringt nicht viel.


Die 78er Rast macht man um besser abläutern zu können. Die Viskosität ist bei höheren Temperaturen halt besser. Mit dem Braumeister sollte das nicht nötig sein. Das wissen aber die BM-20-Brauer, zu denen ich nicht gehöre, sicher besser.


Für den 2. Sud Gutes Gelingen!

Gruß
Peter


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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:09  
also ich habe mich bei meinen ersten ipa's an folgendes rezept gehalten und damit auch sehr gute erfahrungen gemacht
http://www.besser-bier-brauen.de/selber-bier-brauen/rezepte/s udden-death-india-pale-ale

in anbetracht dessen, kommen mir die von dir angegebenen hopfenmengen schon sehr gering vor
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:25  

Zitat von durschtnase, am 3.4.2014 um 23:09
also ich habe mich bei meinen ersten ipa's an folgendes rezept gehalten und damit auch sehr gute erfahrungen gemacht
http://www.besser-bier-brauen.de/selber-bier-brauen/rezepte/s udden-death-india-pale-ale

in anbetracht dessen, kommen mir die von dir angegebenen hopfenmengen schon sehr gering vor


Ja mei, hier gehts um 20l, dort um 48 und ich werde das jetzt nicht nachrechnen.


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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:28  
musst du nur ne deine 20 liter eintragen und auf umrechnen druecken, freund blase
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:33  
Das sind nicht meine 20 Liter.
"freund blase" was soll das sein?


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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:36  

Zitat von gulp, am 3.4.2014 um 23:33
Das sind nicht meine 20 Liter.
"freund blase" was soll das sein?


danke fuer das gespraech
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 3.4.2014 um 23:40  

Zitat:
danke fuer das gespraech

es ist gut, sie können gehen.


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uli74
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Zitat von gulp, am 3.4.2014 um 23:04


60 min reichen, du kannst ja mal nach 40 min eine Jodprobe machen. Sollte dann schon Jodnormal sein. Mehr als 60 min rasten bringt nicht viel.


Die 78er Rast macht man um besser abläutern zu können. Die Viskosität ist bei höheren Temperaturen halt besser. Mit dem Braumeister sollte das nicht nötig sein. Das wissen aber die BM-20-Brauer, zu denen ich nicht gehöre, sicher besser.


Für den 2. Sud Gutes Gelingen!

Gruß
Peter


Die 78er Rast soll aber auch die Amylasen stoppen. Wenn man bei 66° C abmaischt und die Maische noch eine Weile im isolierten Läuterbottisch steht arbeiten sie weiter. Das ist dann auch nicht viel anders als eine verlängerte Kombirastast.



Zitat von durschtnase, am 3.4.2014 um 23:28
musst du nur ne deine 20 liter eintragen und auf umrechnen druecken, freund blase


Leg bitte einen etwas anderen Tonfall an den Tag, oder meld Dich besser gleich wieder ab.


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Gruss Uli
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 4.4.2014 um 08:12  
Hallo Uli,


Zitat:
Die 78er Rast soll aber auch die Amylasen stoppen. Wenn man bei 66° C abmaischt und die Maische noch eine Weile im isolierten Läuterbottisch steht arbeiten sie weiter. Das ist dann auch nicht viel anders als eine verlängerte Kombirastast.


Eigentlich ist es genau anders herum. Ab 80° wird die Alpha Amylase zerstört. Daher geht man nicht höher als 78°. Ich nutze diesen Umstand bewusst aus und halte die Temperatur der Würze bei 75° bis vollständig abgeläutert ist. Da greift auch meine Läuterspindel.

Wenn man also bei 67° keine Schwierigkeiten beim Läutern hat, spricht nichts gegen diese Temperatur. Das heißt man spart Energie und Zeit.

Aus dem Kunze:

>Da beim Anschwänzen
in jedem Fall ungelöst gebliebene Stärke aus den
Trebern gelöst wird (Fortdauern des Maischen~),
kann eine Nachverzuckerung durch
a-Amylase nur erfolgen, solange diese nicht
durch Temperaturen über 78 "C inaktiviert
wurde. Läutern bei 100°C hat demzufolge
immer Blausude im Gefolge.
Da die a-Amylase bei 80 "C zerstört wird, ist
man gezwungen, beim Abläutern unter dieser
Temperatur zu bleiben.<

Gruß
Peter


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red_folder.gif erstellt am: 4.4.2014 um 09:01  

Zitat von gulp, am 4.4.2014 um 08:12
Hallo Uli,


Zitat:
Die 78er Rast soll aber auch die Amylasen stoppen. Wenn man bei 66° C abmaischt und die Maische noch eine Weile im isolierten Läuterbottisch steht arbeiten sie weiter. Das ist dann auch nicht viel anders als eine verlängerte Kombirastast.


Eigentlich ist es genau anders herum. Ab 80° wird die Alpha Amylase zerstört. Daher geht man nicht höher als 78°. Ich nutze diesen Umstand bewusst aus und halte die Temperatur der Würze bei 75° bis vollständig abgeläutert ist. Da greift auch meine Läuterspindel.

Wenn man also bei 67° keine Schwierigkeiten beim Läutern hat, spricht nichts gegen diese Temperatur. Das heißt man spart Energie und Zeit.

Aus dem Kunze:

>Da beim Anschwänzen
in jedem Fall ungelöst gebliebene Stärke aus den
Trebern gelöst wird (Fortdauern des Maischen~),
kann eine Nachverzuckerung durch
a-Amylase nur erfolgen, solange diese nicht
durch Temperaturen über 78 "C inaktiviert
wurde. Läutern bei 100°C hat demzufolge
immer Blausude im Gefolge.
Da die a-Amylase bei 80 "C zerstört wird, ist
man gezwungen, beim Abläutern unter dieser
Temperatur zu bleiben.<

Gruß
Peter


Hallo Peter, verstehe ich Dich richtig: läutern bei mehr als 78°C führt immer zum Blausud?

Ich läutere doch immer erst nach der Jodprobe. Bis dahin sollten doch die gesamte Stärke aus dem Malz ausgelöst sein. Nun habe ich ein paar Sude mit defektem Thermometer gefahren. Dieses zeigte 4°C zu wenig an. Somit hab ich um die 80°C geläutert. Nun habe ich zwar keine Jodprobe mehr gemacht, aber dem betroffenem Sud hats dann doch nicht geschadet. Es ist dennoch recht süß-süffiges Bier geworden.
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gulp
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red_folder.gif erstellt am: 4.4.2014 um 09:09  
80° ist wohl die Grenze. Natürlich habe ich keine Erfahrung damit. Also vertraue ich auf schlaue Leute, wie eben dem Kunze.

Gruß
Peter


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