Willkommen bei Hobbybrauer.de Willkommen bei Hobbybrauer.de
Startseite Forumsübersicht Impressum  
Hauptmenü

Suche
archiv.hobbybrauer.de mit Google durchsuchen:

Board Index FAQ
Forum

ACHTUNG: Auf dieses Forum kann nur noch lesend zugegriffen werden. Falls Du hier im alten Forum bereits registriert warst, musst Du Dich im neuen Forum mit dem gleichen Usernamen UND der gleichen E-Mailadresse NEU registrieren, damit Dein Ranking (Anzahl Deiner Posts) aus diesem Forum ins neue mit übernommen wird. Zum neuen Forum geht's hier

     
Autor: Betreff: untergäriges bier lagern
Newbie
Newbie


Beiträge: 7
Registriert: 13.2.2004
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 15.2.2004 um 15:17  
grias eich!


wie lange lagert ihr euer(standard) bier nachn abschlauchen(wann ist es trinkfertig)....habt ihr kühlräume oder keller zum lagern...??

mfg zwickl


____________________
Profil anzeigen E-mail senden Homepage besuchen
Member
Member

WeeChumlee
Beiträge: 89
Registriert: 9.10.2003
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 15.2.2004 um 23:48  
Hi Zwickl
Ich warte immer mindestens 4 Wochen. Direkt nach dem umfullen lasse ich die Flaschen bei +- 20°C ein paar Tage stehen, dann kommen die ins Keller. Kühlraum ist noch ein Traum. :)
Ich habe jetzt ein Pils hier das jetzt fast anderthalb Jahr im Keller liegt. Schmeckt immer noch lecker und ist klar wie gekauftes Bier. (Leider nur noch weniger Flaschen übrig.)
Cheers
WeeCh
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 1
Member
Member

Lars
Beiträge: 91
Registriert: 17.11.2003
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 16.2.2004 um 00:45  
Über einen Kühlraum verfügt in den Reihen der Hobbybrauer wohl kaum jemand. Größere Mengen auf mehrere Kühlschränke zu verteilen kratzt natürlich auch gewaltig am Etat. Die ollen Schränke die es für lau an jeder Ecke gibt sind recht stromhungrig.
Bei meinem letzten Sud habe ich daher meine Flaschen nebeneinander auf dem Boden des Dachbodens gelagert. Um größere Temperaturschwankungen zu vermeiden habe ich mir eine "Styroporkiste" darum gebaut. Da Flüssigkeit ein relativ guter Wärmespeicher ist bleibt die Temperatur erstaunlich konstant und gefährlich tiefe Temperaturen werden durch die nachströmende Wärme von der beheizten Wohnfläche darunten (da ist die Kiste nicht gedämmt) vermieden. So kann man wenigstens seinen Wärmeverlust sinnvoll verwenden. Wie gesagt: das geht leider nur im richtigen Winter funktioniert aber besser als ich anfangs gehofft habe. Im Sommer wird dann wieder ordentlich dem Kraftwerk Freude bereitet!
Profil anzeigen Antwort 2
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 16.2.2004 um 19:47  
Hallo Zwickl,
Ich lasse mein Pils 2 Wochen im Kühlschrank bei 8°
dann 1Tag raus damit, Diacetylrast bei 16° und nun 3Wochen
bei ca 1°.War schon oft überrascht wie sehr die Hopfenbittere
zwischen der 3. und der 5.Woche abnimmt.
Gruß, Angerbraeu.
Antwort 3
Newbie
Newbie


Beiträge: 7
Registriert: 13.2.2004
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 17.2.2004 um 20:30  
Hi!

Danke für die recht interessanten antworten.

mfg zwickl


____________________
Profil anzeigen E-mail senden Homepage besuchen Antwort 4
Member
Member


Beiträge: 96
Registriert: 11.1.2004
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2004 um 12:34  
@ angerbräu,

Du hast eine Diacetylrast erwähnt.
Was hat es damit auf sich. Kannst Du oder jemand anderes was darüber sagen.
Diacetyl ist doch dieser an Butter erinnernde Aromastoff, oder?

Gruß
linus
Profil anzeigen Antwort 5
Senior Member
Senior Member

Anterus
Beiträge: 285
Registriert: 5.11.2003
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2004 um 15:35  
Griasdeich

@ Diacetyl

Genau, das ist das Zeug, das wir auf keinen Fall haben wollen.Es ist eigentlich immer ein Rest im fertigen Bier, aber erst ab ca. 0,10 mg/l wird's wirklich eklig.Entstehen tuts aus Oxidation von Acetolaktat, welches wiederum entsteht, wenn die Hefe nicht genügend Aminosäure Valin in der Würze vorfindet.´Während sie dann dieses Valin selber bildet entsteht als quasi Abfallprodukt eben dieses Acetolaktat.Dagegen kann man natürlich was tun. Schaun das der Würze bzw. Maische pH passt, u.U. mal 'ne Messerspitze (oder 'ne halbe) Zink zugeben, die Würze beim Hefegeben fett belüften,...Auch gut, wenn man das Bier nach der Hauptgärung schlaucht und (wenn mans hat) Kräusen und/oder frische Hefe dazugibt.
Am wichtigsten ist allerdings eine ausreichende Lagerzeit bei entsprechenden Temperaturen, dazu gehört, dass man das Jungbier langsam auf Lagertemperatur bringt, und nicht schockt, indem man es sofort in den Kühlschrank schmeisst.
Nach 3/4 Wochen Gesamtgärdauer sollte eigentlich alles unter den Grenzwert gefallen sein, wobei meistens nach zwei Wochen eigentlich der Grossteil schon weg ist.
Ich bringe das Bier nach zwei Wochen kalter Gärführung nicht nochmal auf 16° , sondern senke weiter kontinuierlich die Temperatur...aber wenn es so klappt, ist's ja gut.Nötig ist es glaub ich nicht.

Gruss...Flo
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 6
Newbie
Newbie


Beiträge: 7
Registriert: 13.2.2004
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 18.2.2004 um 18:35  
grias eich!

Viele Hausbrauer verwechseln Reifung (Nachgärung) mit Konditionierung.
Während der Reifung findet durch Nachgärung (Restextrakt, Speise, Zucker) die
Karbonisierung statt. Außerdem werden Jungbier-Bukettstoffe (Acetaldehyd,
Diacetyl) abgebaut. Beides erledigt die Hefe für uns -- logisch also, daß wir
ihr dabei die Arbeit nicht allzu schwer machen wollen!

Oft wird die Reifung in Form einer sogenannten Diacetylrast sogar bei
Temperaturen über Hauptgärtemperatur durchgeführt. Wie dem auch sei, der
Endpunkt der Reifung ist durch regelmäßige Verkostung des Jungbieres leicht
erkennbar. Allerdings sollte man die Jungbierprobe auf Raumtemperatur
erwärmen, weil sich dann das butterige Jungbieraroma kräftiger entwickelt.

Nach der Reifung soll die Kohlensäure fester gebunden werden bzw. soll eine
Stabilisierung der Bierkolloide erfolgen - das sind prinzipiell rein
physikalisch Vorgänge, die bei möglichst tiefen Temperaturen (4°C und
darunter) ablaufen. Die Hefe braucht dazu nicht mehr aktiv zu sein.

Untergärige Hefe arbeitet freilich auch noch bei 4°C. Wenn man viel Zeit und
vor allem Lagerkapazität hat, kann man also mit untergäriger Hefe eine
klassische Kaltreifung machen.

mfg zwickl


____________________
Profil anzeigen E-mail senden Homepage besuchen Antwort 7
       

 
  
 

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details findest Du im Impressum.
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 1998 - 2022 by Hobbybrauer.de
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.
Die Website oder Teile daraus dürfen nicht ohne ausdrückliche Zustimmung von Michael Plum weiterverwendet werden.
© 2014 Michael Plum