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Autor: Betreff: Induktionskochplatten extern regeln
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Posting Freak

tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 18.10.2007 um 11:53  
Hallo, Elektriker und Elektroniker,

ich möchte nochmal einen thread aufwärmen, den wir vor einiger Zeit schon mal hatten. Da hatte der Gerd (cebulon) glaube ich festgestellt, daß es nicht möglich ist, derartige Platten extern zu regeln. Das Problem war wohl, daß die Platte sich komplett abschaltet und man das Teil durch Drücken mehrerer Tasten wieder aktivieren mußte.
Mich hat das die ganze Zeit nicht losgelassen. Es muß doch gehen. Ich stelle mir das so vor:
der Temperatursensor sitzt ja wahrscheinlich irgendwo unter der Induktionsplatte. Aber dieser Regler regelt doch auch, ohne daß der komplette Gerätestrom unterbrochen wird. So, müßte man diesen Regler doch "kurzschließen" können, indem man ihn kappt und die Reglerdrähte nach außen zu einem externen Brauregler mit Pt-100 Fühler führt. Damit müßte es doch möglich sein, diese Platten zu regeln ohne daß ständig die komplette Stromzufuhr unterbrochen wird.
Was meinen die Experten zu meinem laienhaften Vorschlag, ist das möglich oder kompletter Unsinn?

Ciao
Michael


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„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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cebulon
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red_folder.gif erstellt am: 18.10.2007 um 17:21  
Hallo Michael,

Du kennst mich noch nicht richtig. Wenn es um Elektrik geht, schrecke ich vor fast nichts zurück….

Im Ernst: Zum Zwecke des simplen Wasserkochens wollte ich den Induktionskocher nicht zwangsläufig öffnen und nennenswert modifizieren. Wenn diese Modifikation ihr Ziel nicht erreicht hätte, wäre es mit der Rückgabe wohl nichts gewesen.

Deine neuesten Vorschläge scheinen mir trotzdem bedenklich. Ich habe so ein Gerät zwar noch nicht aufgemacht, aber im Inneren wirst Du keinen diskreten Regler finden, sondern einen Mikroprozessor, an dessen Logik Du nicht herankommen wirst. Ich habe sogar große Zweifel, daß überhaupt ein Temperaturfühler existiert. Sonst hätte ich nicht so ein unsinniges Ein- und Ausschalten beobachten können. Ein Regler braucht ein Feedback in Form einer Ist-Temperatur, sonst ist das lediglich eine Steuerung, die den Erfolg ihrer Schaltbefehle eben nicht prüfen kann.

Wenn Du die Sache trotzdem in Angriff nehmen willst, gibt es m.E. nur eine Stelle zum Eingreifen: da, wo die mehr schlecht als recht steuernde Logik ihren Befehl an den (Hochfrequenz-) Leistungsteil weitergibt. Hier müsste ein Kabel existieren, daß man durchkneifen und mit einem externen Regler plus einem externen Temperatursensor verbinden kann.

mfg Gerd
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 18.10.2007 um 17:33  
Hi, Gerd,

na, das ist doch schon mal eine Aussage, vielen Dank! Das werde ich demnächst mal testen, und wenn`s doch nicht funktioniert, dann löte ich es halt wieder zusammen.

Also, besten Dank nochmal für Deinen input!

Greets
Michael


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ale-addict
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2007 um 15:31  
Hallo tauroplu

Der Temperaturfühler sitzt in der Mitte der Induktionsspule und hat über reichlich Wärmeleitpaste thermische Verbindung zur Glaskeramik. Es ist aber kein PT100 sondern ein Heissleiter, der bei Zimmertemperatur um 60 kOhm und sehr heiss dann so um 1 kOhm aufweist. Ich habe also den Heissleiter durch einen 82 kOhm Widerstand ersetzt und parallel dazu über ein Relais einen 820 Ohm Widerstand geschaltet. So kann ich über das Relais der Schaltung "kalt" oder "heiss" vorgaukeln. Wenn ich die Solltemperatur am 3kW Induktiosrechaud auf 240 Grad stelle, leistet es aber nur 2,1 kW, dagegen wenn ich auf Leisungsstufe umschalte und 10 eingebe, leistet es wirklich die 3 kW. Leider ist mir mein Exemplar nun abgeraucht, da ich beim letzten Zusammenbau einen Draht eingeklemmt habe, der dann Kontakt zum Gehäuse machte.
Ich habe den Blitz durch die Glaskeramik durch gesehen! :mad:

Also kann ich vorerst mal keine Versuche mehr machen. Es scheint sich aber zu bestätigen, dass wenn Temperaturregelung gewählt ist, leider nicht die volle Leistung abgegeben wird.

So sieht der Ersatz für den Temperaturfühler aus, er wurde noch mit Schrumpfschlauch isoliert


Anschluss auf der Platine des Rechauds. Links ist der Stecker des eingebauten Temperaturfühlers, rechts unten das Kabel zum Anschluss für die Steuerung


Anschluss am Gehäuse mit Relais und Schalter für Normalbetrieb - Fernsteuerung



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Ich trinke nicht einfach so Bier, ich mache nur pflichtbewusst Qualitätskontrolle meiner Erzeugnisse.
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2007 um 16:04  
Hey, ale-addict: WOW!!! Danke für diesen ausführlichen Bildbericht und Deine Tipps.
Wenn`s soweit ist, werde ich versuchen, daß umzusetzen.

Ciao und ein schönes Wochenende!

Michael


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ale-addict
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2007 um 16:26  
Und ganz wichtig, hätte ich schon im ersten Post schreiben sollen!
Wer einen Induktionskocher öffnet, sollte genau wissen was er macht. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nicht nur im Leistungsteil Netzspannung herrscht, sondern das die Steuerelektronik und damit auch die Platine mit Anzeige und Tasten nicht vom Netz getrennt sind.

@ cebulon: Was ich noch vergessen habe zu scheiben: Auch vor mir ist keine Elektronik sicher. Da wird gebastelt bis es läuft (oder knallt, siehe mein vorhergehender Post).

Mal schauen, ob ich die Elektronik wieder hinkriege. Da bei Temperatursteuerung nicht die volle Leistung abgegeben wird, werde ich nach einer anderen Lösung suchen. Beispielsweise wie cebulon vorschlägt, den Informationsfluss zwischen Steuerung und Leistungselektronik zu ergründen und entsprechend die Signale zu generieren. Ein Kabel für diese Verbindung besteht nicht eigentlich, da alles auf einem Print untergebracht ist. Ich stelle mir vor, dass die Leistungsabgabe über Pulsbreite gesteuert wird. Dies ist aber bei einer Ein-Aus-Steuerung wie sie das Programm von Samba und Bier abgibt gar nicht nötig, da reichen die Zustände "Aus" und "volle Leistung".

Grüsse
Jürg


[Editiert am 20.10.2007 um 17:17 von ale-addict]



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cebulon
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red_folder.gif erstellt am: 21.10.2007 um 08:24  
Hallo Jürg,

siehste, ich wusste schon, warum ich die Finger davon gelassen habe….

Da haben ja sich ja die richtigen Edelbastler gefunden. Trotz des „gehimmelten“ Kochers hast Du eine Reihe interessanter Erkenntnisse geliefert:
  • Daß es doch einen Temperatursensor gibt, überrascht mich.
  • Daß er, unter der Glasplatte montiert, die Temperatur des zu erhitzenden Gutes im Topf darüber nicht messen und der Regler damit nicht vernünftig regeln kann, ist damit auch klar.
Die Beobachtung, daß im „Temperatur-Regelbetrieb“ nicht die volle Leistung angewendet wird, habe ich auch gemacht. Dabei muß man 2 Dinge unterscheiden:
  • Der interne Regler arbeitet eindeutig im 2-Punkt-Betrieb (ein/aus), so daß ein auch ein simpler externer Regler diese Aufgabe übernehmen könnte.
  • Die reduzierte Leistung selbst wird wohl im Hochfrequenzteil manipuliert. Wie das genau gemacht wird, weiß ich noch nicht. (Na ja, Hochfrequenz ist das eigentlich nicht. Die angewendeten Frequenzen zwischen 10 und 100 kHz sind eher der NF zuzuordnen, aber eben viel höher als 50 Hz.)
Es steht jedoch grundsätzlich nichts im Wege, den Kocher auf den Leistungs-Mode zu schalten (100 %) und dennoch mit einem externen Regler die Sache ein- und auszuschalten. Auch wenn die „Verdrahtung“ auf der Platine stattfindet, wirst Du sicher einen Weg finden, die Leiterbahn zu unterbrechen.

Die Bilder, die Du zeigt, dokumentieren ja üppige Platzverhältnisse im Inneren. In den Geräten, die ich hatte, dürfte eher die SMD-Technik verwendet worden sein, wenig geeignet für solche „Grundlagenforschung“.
  • Michael, bist Du Dir darüber im Klaren, daß selbst bei der Überwindung all dieser elektrischen Hürden die Sache nur dann funktionieren wird, wenn der Boden Deiner Pfanne magnetisch ist???

mfg Gerd
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 21.10.2007 um 12:11  
Hallo, Gerd,

ja, danke für den Hinweis, das war mir bekannt. Ich werde mir so einen Pott mit entsprechender Induktionsherdtauglichkeit, sprich, mit Eisenkern besorgen.

In diesem Sinne

Schöne Grüße und einen tollen Sonntag (trotz des Mistwetters...).
Michael


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red_folder.gif erstellt am: 22.10.2007 um 12:08  
Hallo, ich habe das Gerät geöffnet und parallel zu den zwei Tastern (An und Start) zwei Minirelais angelötet. (Ohne Relais haben die Leitungen die ich nach aussen geführt habe eine Kapazitive Störung auf die Elektronik gebracht, das das Gerät gar nicht mehr funzte)
Man könnte jetzt am Gehäuse einen DIN Stecker oder ähnliches anbringen. Ich habe erst mal mur die leitung rausgeführt und auf eine Möller SPS gelegt. Ein Jumo Temperaturregler mit PT100 gibt der SPS das Signal heizen oder nicht heizen. Die SPS schaltet dann meine Minirelais mit einer 12 Volt Hilfspannung (kleines 08/18 Netzteil). Klappt Perfekt zum Maischen.

Wenn es ans kochen geht, steigt die Induktionsplatte nach ca. 45 Minuten wegen Überhitzung aus, nach 15 Minuten funzt sie wieder (hatte Gott sei danke eine Platte zum ausweichen)

Ich habe allerdings nur 2kW Heizplatte

Gruß, Guido
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pilsener
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red_folder.gif erstellt am: 21.3.2010 um 15:51  
Ich habe mir eine 3,5kw Induktionsplatte von Hendi ohne Timer gekauft, darauf kommt ein 70 Liter Edelstahltopf mit Sandwichboden (indu-geeignet) zum Einsatz (B Ware aus dem Internet mit Beule für 120€ neu über 350€) gesteuert wird der Topf mittels Tauchhülse und Sensor, Steuerung Schranner Metamorphosis mit 4 Rel. a´16A. Ich Maische damit und Würzekochen. Beim Abschalten der Platte schaltet ebenfalls Kühllüfter der Induplatte ab, normalerweise ist die Platte lüfternachlaufgesteuert
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flying
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Registriert: 14.8.2008
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red_folder.gif erstellt am: 21.3.2010 um 17:59  
Hi pilsener,

das Thema ist sehr interessant doch der Thread ist alt. Mach doch einen neuen auf und berichte über Dein Induktionsbrauen. Bitte auch mit Bildern.


m.f.g
René


[Editiert am 21.3.2010 um 21:38 von flying]



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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
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