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Autor: Betreff: Nachguss beim Braumeister (20 l)
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Beiträge: 87
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red_folder.gif erstellt am: 19.10.2008 um 19:38  
Da ich jetzt auf den Braumeister umgestiegen bin, frage ich mich, ob eigentlich ein Nachguss vorgesehen ist, oder gibt es hier nur Vorderwürze? Ich beginne das Maischen mit ca. 24l Brauwasser (so ist es wohl auch vorgesehen). Wenn ich jetzt noch einen richtigen Nachguss machen würde, wäre der Topf randvoll und auch nicht mehr so leicht zum Kochen zu bringen. Wie handhabt ihr das denn?
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Schlotschmed
Beiträge: 21
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 19.10.2008 um 20:47  
Hallo Pinkus,

ich gieße nach, bis der Würze den unteren Rand des aufgehängten Malzrohrs erreicht.

Gruß
Harald
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Moderator
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Erlenmeyer
Beiträge: 2659
Registriert: 24.8.2007
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2008 um 14:06  
Hallo Pinkus,

Du sprichst einen der wenigen Schwachpunkte des Braumeisters an. Auch mich nervt das viel zu tief hängende Malzrohr. Möglicherweise hat man bei Speidel an die amerikanische Rechtsprechung gedacht ( dort gibt es tatsächlich für eine Tasse heißen Kaffees, den man sich über die Hose schüttet, mehrere Millionen Dollar Schmerzensgeld) und geht nicht das Risiko ein, daß sich ein 2LHHB (TwoLeftHandHomeBrewer) das Malzrohr mit heißem Treber überstülpt.

Mein suboptimaler Lösungsvorschlag für einen ordentlichen Nachguss beginnt mit einem 30-Liter-Gärbottich von Braupartner, einer zersägten Gardinenstange und einem Booster namens ece-ehlers Tauchsieder mit 2000 Watt.

In den oberen Wulst des Gärbottichs wurden mit einer Rundfeile vier Vertiefungen zur Fixierung der beiden Rohre angebracht.



Da ich keine Lust mehr auf ein durchfeuchtetes Haus habe, trage ich nach dem Entfernen des Malzrohres den Braumeister ins Freie und beginne mit dem Kochvorgang der Vorderwürze. Nach und nach schütte ich die Nachgusswürze dazu.

Hier sieht man bei ca. 85°C die Berliner Weiße noch vor dem Eiweißbruch. Der schneeweiße Schaum sind die Überreste der Lactobazillen.





Wallende Kochung nach EW-Bruch der Berliner Weiße. Es fehlen noch die letzten Liter des Nachgussses. Ohne den Booster wäre eine wallende Kochung mit den angetsrebten 10% Verdampfungsverlusten nicht möglich. Der Booster läuft bis zum Erreichen der 100°-Grenze mit und ca. 10 Minuten nach jeder Hopfengabe bzw. dann für 5 Minuten, wenn sich die Braumeisterheizspirale allzu sehr quält

Grüße

Erlenmeyer


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Alfred Katzka
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2008 um 16:21  
Hallo,

als Hauptguss gebe ich ca. 23l in den Braumeister (2 cm unter der oberen Markierung in der Gewindestange, steht so in der Bedienungsanleitung). Beim Abläutern schwänze ich dann nochmal mit ca. 4 Litern in 3 Portionen an. (In meinen Wasserkocher passen halt 1,5l rein ;-)) Den Treber grabe ich in den Pausen mal um. Wenn dann so ziemlich alles aus dem Malzrohr abglaufen ist, stell ich es in eine saubere Plastikwanne, in die dann der Rest noch abtropfen kann, während ich schon mal mit dem Hopfenkochen beginne. Irgendwann kippe ich dann das, was sich noch in der Wanne gesammelt hat zurück in den Braumeister.


Gruß
Dirk
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red_folder.gif erstellt am: 20.10.2008 um 19:23  
@Erlenmeyer: sehr innovativ, gefällt mir aber aus zwei Gründen nicht: 1. das "Aufbocken" 2. "Nachhilfe" mit dem Tauchsieder. Kurzum finde ich das einfach zu aufwändig und hebt einen Teil der Vereinfachungen im Leben mit dem Braumeister im Vergleich zum Einkochtopf wieder auf.

@T-Rex: So mache ich es jetzt auch.Ganz ohne Nachguss hätte ich ein schlechtes Gewissen, den ganzen Zucker, der noch an der Maische klebt, einfach zusammen mit dem Treber zu entsorgen.

Laut Narziß ist das Abläutern ja wohl ein essentieller Vorgang, daher wundere ich mich, das Speidel bis zum heutigen Tage kein Wort darauf verloren hat.
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red_folder.gif erstellt am: 21.10.2008 um 08:19  
Hallo Pinkus,

in Sachen Tauchsieder muss ich Erlenmeyer absolut unterstützen. Ich benutze zwar bisher keinen, aber Gedanken mache ich mir schon. Auch nur mit dem Braumeister alleine verdunsten bei mir bisher 10-15% innerhalb von 90 min Konchen, ein wirklich "wallendes" Kochen ist das aber nicht. Ich vermute fast, dass ich angesichts der fallenden Außentemperaturen bei meinem anstehenden Weihnachtsbier Probleme bekomme. Daher wollte ich mir jetzt ne günstige Isomatte besorgen, mit der ich den Braumeister umwickele, um die Wärmeverluste in Grenzen zu halten.

Gruß
Dirk
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Weinthalbrauer
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red_folder.gif erstellt am: 21.10.2008 um 18:13  
Hallo Pinkus,

ich reize meinen Braumeister immer aus. Hauptguss 25 Liter, Nachguss 7 Liter, zum Abmaischen habe ich mir ein U mit Aluwinkelprofil 50 x 50 gemacht das passt genau für meinen Sud. Die höchste Ausbeute war bislang 28 Liter Bier 13,5° Plato. Ich habe an meinem Braumeister eine Isolierung aus Alublech mit Steinwolle, dadurch brauch ich auch keinen Tauchsieder und hab trotzdem eine wallende Kochung.

Gut Sud
Josef
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red_folder.gif erstellt am: 22.10.2008 um 07:10  
:D
...kann Weinthalbrauer nur bestätigen!
Seitdem ich seine Isolierung verwende,klappts auch mit der Wallung! :exclam: :exclam:

Gruß aus Dortmund!

P.S.: Warum gehst du nicht damit in Serie?


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"...besser der Arsch leidet Frost als der Hals Durst!" (Martin Luther)
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 22.10.2008 um 07:32  
Hi,

ich bin zwar kein Speidel Verwender, aber was ich mich immer schon gefragt habe (auch schon vor der Verbesserung der Brausteuerung) ist, warum man für so teures Geld nicht auch eine vernünftige Isolierung verwirklichen kann.

Die Kosten dafür können doch nicht der Grund sein. Vielleicht schreibt ja jemand, der sich so ein Teil zulegen will mal ein mail an die Fa. Speidel und regt das an?

Gruß
Michael


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„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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smilies/smile.gif erstellt am: 22.10.2008 um 07:32  
Hallo Weinthalbrauer,
kannst Du evtl. ein Paar Bilder von Deinem Braumeister hier einstellen ?
28 Liter bei 13,5 Plato, Respekt, welche Tricks hast Du da angewendet ?

Vielen Dank im voraus !

Gruß
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Moderator
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Erlenmeyer
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red_folder.gif erstellt am: 22.10.2008 um 13:02  
Hallo Pumper,

28 Liter Sudhausausbeute bei 13,5° Plato ist rekordverdächtig. Wobei 28 Liter Ausschlag bei max. 11,5° Brix von mir schon mehrmals erreicht wurden, allerdings wurde es im Malzrohr dann schon sehr eng.

Schüttungen jenseits der 5 kg-Grenze, vor allem wenn die dunkleren Malzsorten verarbeitet werden, überfordern die Pumpe bis zu deren Leerlauf. Vom Bauchgefühl würde ich bei 28/13,5 auf eine Schüttung von mindestens 6 kg schließen. Vielleicht verrät uns Weinthalbrauer seine Tricks.

Es wurde mehrmals die Hauptgussmenge genannt. Bei überwiegend heller Malzsorte kann man ohne weiteres den Hauptguss über der 25 Liter-Marke fahren. Bei dunklen Malzen bzw. höheren Cara-Anteilen habe ich die besten Ergebnisse knapp über der 20 Liter-Marke für den Hauptguss erreicht.

Die geringen Nachgussmengen, die hier genannt werden, erstaunen mich. Die höchste Nachgussmenge waren bei mir 15 Liter bei 3° Brix Anschwänzwürze zum Schluß. So ein Ausreizen des Malzes ist natürlich nur mit besagter "Aufbock"-Methode (bzw. mit der U-Schienen-Methode) machbar und ist - abgesehen von der Reingung der Geräte - kein nennenswerter Aufwand.

Die Isolation der Außenwand des Braumeisters ist der Knackpunkt unserer Diskussion hier. Natürlich liest Speidel hier im Forum mit und macht sich Gedanken über Verbesserungen, siehe der kupferne
Abzugsdeckel oder das kleinere Malzrohr für den großen Speidel. Die handwerkliche Ausführung von Weintahlbrauers Isolation ist zweifellos perfekt. Einzig das Isolationsmedium Steinwolle stört mich extrem. Bis das endgültige Urteil über die Unbedenklichkeit der feinen Steinwollefasern gefallen ist, benutze ich weiterhin die Tagesdecke des ausrangierten Ehebettes als Isolation des kleinen Speidels - und wenn es Winter ist, Decke mit Booster.

Gute Nacht

Erlenmeyer


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Alfred Katzka
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Weinthalbrauer
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red_folder.gif erstellt am: 23.10.2008 um 13:01  
Hallo Erlenmeyer,

meine Schüttung ist 5,8 kg (Wiener/Pilsner/Cara/Flocken/Sauer) Hauptguss 25 Liter. Beim Einmaischen lass ich die Maische gut aufquellen und rühre gut durch. Beim Maischen schalte ich des öffteren die Pumpe ab und lass die Maische absitzen. Beim Abmaischen entnehme ich ca. 5 Liter Würze und geb diese wieder über die Maische, danach wird mit 7 Litern angeschwänzt. Ansonsten keine Tricks, hab allerdings auch schon Sude mit gleicher Schüttung und nur 11,5° Plato gemacht.



Gut Sud
Josef
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Erlenmeyer
Beiträge: 2659
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red_folder.gif erstellt am: 23.10.2008 um 17:02  
Hallo Weintahlbrauer,

"... Beim Abmaischen entnehme ich ca. 5 Liter Würze und geb diese wieder über die Maische". Warum tust Du das ?

Das macht man doch nur, wenn beim Abläutern die ersten Liter noch trüb sind. Diese Problem haben wir beim Braumeister normalerweise (abhängig von der Zusammensetzung der Schüttung) nicht, d.h. ein Auslaugen des Trebers kann man nur erreichen, wenn man ein Konzenztrationsgefälle zwischen Treber und dem Nachguss hat.

Bei 25 Litern Hauptguss und 7 Litern Nachguss erreichst Du keine 28 Liter Ausschlag, es sei denn Du verdünnst die Anstellwürze, dann wird es aber kritisch mit 13,5° Plato.

Grüße

Erlenmeyer


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Alfred Katzka
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