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Autor: Betreff: Experimentelle Archäologie auf den Spuren des Pilsner Dreimaischverfahrens
Moderator
Posting Freak

Boludo
Beiträge: 9432
Registriert: 12.11.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 23.5.2012 um 19:01  
Ich hab schon ewig kein Pils mehr getrunken und kenn mich mit dem Bierstil kaum aus, versuch aber trotzdem mal meine Eindrücke zu beschreiben:



Es kommt leicht trübe ins Glas und hat einen recht ordentlichen Schaum.
Das Bier hat einen (für böhmisches Pils absolut passenden) Malzkörper, ist aber trotzdem recht trocken.
Es dominieren gewaltige Saazer Aromen und man schmeckt auch etwas (ebenfalls typisch) Buttriges, Gemüse hab ich keins rausgeschmeckt.
Ganz sicher kein Bier für Hopfenfeiglinge ;)

Ganz ehrlich finde ich die Bittere etwas unedel und sehr lange nachhängend, man verspürt nicht so wie bei vielen anderen Pilsen das Bedürfnis, nach dem Runterschlucken sofort noch einen Schluck zu nehemen, da der Hopfen doch sehr im Rachen hängt.
Ich denke, das ist einfach das Brauwasser, welches eine ganz andere Ionenzusammensetzung hat wie pilsner Wasser.
Ein Münchner Wasser mit CaO und Milchsäure behandelt hat trotz passender Restalkalität sicherlich eine viel höhere Gesamthärte als das original Pilsner Wasser und das wirkt sich vermutlich entsprechend auf die Qualität der Bittere aus.
Ich hab mich wirklich sehr gefreut, dass ich eine Flasche probieren durfte und bin mir ganz sicher, dass dieses Pils mit sehr salzarmen Wasser eine absolute Krönung der Braukunst werden könnte.
Kann auch gut sein, dass ich etwas daneben liege, mit Pils kenn ich mich wie bereits gesagt nicht so richtig aus.
Vielen Dank Moritz!

Stefan

Edit: 10 Extrapunkte gibt es für das absolut geniale Etikett!


[Editiert am 23.5.2012 um 19:19 von Boludo]
Profil anzeigen Antwort 25
Moderator
Posting Freak

flying
Beiträge: 9088
Registriert: 14.8.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 23.5.2012 um 20:59  
Die Farbe sieht echt Pilsner Urquell-mässig aus.. :thumbup: Ich glaube, wenn Moritz sich neben dem gigantisch aufwendigen Maischverfahren noch die Mühe gemacht hätte, dass richtige Wasser und die richtige Hefe (Pilsner H-Strain, Wyeast 2001) einzusetzen...dann hätte er den Heiligen Gral gefunden ;)

Zitat:
Zitat von Bierjunge

(1842 wird sich ja noch kein eigener böhmischer Stamm herausevolutioniert haben).


Genau dieser Stamm soll von einem bajuwarischen, abtrünnigen Mönch 1842 ins böhmische Pilsen geschmuggelt worden sein. Das war die Hefe des allerersten Pilsners der Welt und ist angeblich bis heute unverändert..?


[Editiert am 23.5.2012 um 21:10 von flying]



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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
Profil anzeigen Antwort 26
Moderator
Posting Freak

Erlenmeyer
Beiträge: 2659
Registriert: 24.8.2007
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 2.7.2012 um 16:07  
Hi,

kleiner Nachtrag: Einen Tag nach der Niederlage gegen die römischen Ballakrobaten schrieb ich folgendes an Moritz

Zitat:
Lieber Moritz,

um es vorwegzunehemen: Der gestrige Abend hatte nur einen Höhepunkt und das war Dein Pils nach Grollscher Brauart.
Beim ersten Eingießen zeigte sich ein hellgelbes, klares Bier mit regelrechter Karbonisierung und einem grobporigen weißen Schaum mittlerer Haltbarkeit. Schwebstoffe im Größenbereich kleiner 1 mm fallen auf. Der Schaum war nach dem zweiten Eingießen deutlich feinporiger und haltbarer.

Ein angenehmer Geruch, der jedoch für meine Begriffe nicht auf den Hopfen zurückzuführen ist, ist zu vernehmen. Der Schaumgeschmack, üblicherweise der "Hopfenverräter" lässt nicht auf Saazer schließen. Im Antrunk bemerke ich für den Bruchteil einer Sekunde einen Hauch Diacetyl, der aber sofort von dem sympathischen ausgewogenen Malzkörper verdrängt wird. Die im Abgang deutlich spürbare Bittere passt in das Bild eines historischen Pilses. Insgesamt für mich die Note: "Sehr gut".


Grüße

Hans


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"Oh Bier, manchmal reichst du mir!"
Alfred Katzka
Profil anzeigen Antwort 27
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