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Autor: Betreff: Verkostung der Xmas-Biere (MIT ZUSÄTZLICHEN GEWÜRZEN)
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Grima
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red_folder.gif erstellt am: 23.12.2012 um 10:25  
Folgende 10 Biere warten auf eine Verkostung:



von links nach rechts: Saarmönch, Hoepfli, Rattenfurz, Zoomer (Vorty), Andreas23, Qvex23, Advanced, BodoW, Klostersander, Grima

Auch hier nochmal das Basisrezept:

Zitat:

17°P Stammwürze
30 IBU
ca 30-33 EB
Co2 auf 5g/L

Schüttung:
35% Pilsner
40% Münchner
10% Weizen Hell
15% Cara Red

Hopfen:
1. Gabe Spalter Select Vorderwürzehopfung (70%)
2. Gabe Styrian Aurora Whirlpoolhopfung (30%)
- Nachisomerisierungszeit: 15 Min. -
- Hopfenkochzeit: 80 Min. -

Rasten:
Einmaischen 58°C
Maltoserast (60°-65°) 63°C 35 Minuten
Verzuckerung (70°-75°) 72°C 30Minuten
Abmaischen (78°) 78°C 5 Minuten


Laut Etiketten haben die Biere folgende Zusatzgewürze:

Saarmönch: gestopft je Liter: 3g Orangenschale, 1,8g Zitronenschale, 10% einer Zimtstange

Hoepfli: ein halber Teelöffel Lebkuchengewürzmischung auf 20 Liter in den Whirlpool

Rattenfurz: Orangenschalen, Vanille und ein bisschen Zimt als Tee gekocht und mit der Carbonisier-Dextrose vorgelegt

Zoomer (Vorty): Kakao, Marzipan & Zimt

Andreas23: Keine Gewürz-Gabe

Qvex23: Kardamom, Orange, Zimt

Advanced: Vanille, Tonkabohne, Zimt, Sternanis

BodoW: Glühwein-Fix-Teebeutel

Klostersander: Kardamom, Koriander, Zimt, Anis, Orangenschale

Grima: 17 Liter wurden gestopft mit 30g zerstoßenen Wacholderbeeren, 70g Orangenschale in Zesten und 25g Koriander (gemörsert und leicht angeröstet)

Cheers
Marco


[Editiert am 23.12.2012 um 12:03 von Grima]



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rattenfurz
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red_folder.gif erstellt am: 23.12.2012 um 10:41  
Rattenfurz: Orangenschalen, Vanille und ein bisschen Zimt als Tee gekocht und mit der Carbonisier-Dextrose vorgelegt ;-)


[Editiert am 23.12.2012 um 14:15 von rattenfurz]
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Grima
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red_folder.gif erstellt am: 23.12.2012 um 13:35  
Meine Wahl auf das erste gewürzte Bier fiel auf den Weihnachtsbock von Saarmönch.



Optik: Das Etikett ist simpel, schnörkellos und schön ansehbar gestaltet. Ich liebe diese andersfarbigen Sonder-Etiketten für Dryhopping oder sonstige Infos. Das Bier im Glas ist dunkel bernsteinfarbend, fast schon rubinrot schimmernd und erstaunlich klar. Die Krone ist prächtig, fein und hoch, beigefarbend und langhaltend! Vom Optischen her schonmal TOP!!!

Geruch: Es duftet sehr stramm nach Orange und Zitrone. Von Malz und hopfen ist nur sehr dezent was wahrnehmbar, auch der Zimt geht komplett unter. Aber lecker duftet es auf jeden Fall!

Antrunk: Sehr spritzig-fruchtig säuerlich, mit viel Orange und seeeeeeehr viel Zitrone (obwohl nur mit 1,8g pro Liter gestopft wurde). Erstaunlich! Aber es harmoniert und es passt wirklich 1A zum Bierstil. Im Hintergrund ist ein dezenter Malzkörper erkennbar, von Hopfen leider keine Spur.

Mittelteil: Der Mittelteil bleibt sehr fruchtig, dominiert vom Zitronen-Aroma. Es bleibt leicht säuerlich, dezent malzig-getreidig, auch die Orange kommt prima durch. Im Mittelteil kommt im Hintergrund langsam ein zarter Aromahopfen hervor.

Finish: Der Abgang ist eher malzbetont, begleitet von säuerlich-fruchtigen Aromen von Orange und Zitrone. Dezent hopfig-bitter ausklingend.

Fazit: Also DAS Bier ist mal ne Fruchtbombe! Mehr Zitrone und Orange geht nicht, obwohl nur in sehr geringen Mengen gestopft wurde (3g Orangen- und 1,8g Zitronenschalen pro Liter). Die Malzbasis kommt erst im Mittelteil gut zur Geltung und der Hopfen könnte insgesamt etwas präsenter sein. Von den Zimtstangen kommt m.M.n leider überhaupt nichts durch. Also ich fand das Bier überaus geil. Wenn man Orange und Zitrone beim Stopfen noch etwas zurückschraubt, und den Hopfen gekonnter einsetzt (mehr Aurora in den Whirlpool oder zum Dryhopping), wäre dieses Bier eine wahre Pracht!!!

Hut ab, Saarmönch!

Cheers
Marco


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saarmoench
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red_folder.gif erstellt am: 23.12.2012 um 15:40  
Hey Marco, erstmal danke für den schönen Verkostungsbericht. :thumbup:
Was mich am meisten bei der gestopften Variante wundert ist die Haltbarkeit des Schaumes. Ich hatte ja zuerst schon befürchtet, dass mir die ganzen ätherischen Öle aus den Orangen- bzw. Zitronenschalen den Schaum killen werden, aber keineswegs!
Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall beide Fruchtschalen-Abriebe reduzieren und dafür den Zimt stärker dosieren (davon schmecke ich nämlich auch nix). Versuchsweise habe ich das Bier mal 50/50 mit der ungewürzten Variante verschnitten, da kommen die Fruchtaromen harmonischer daher. Für einen extremen Hopfenstopfer ist es einfach ungewohnt mit 0,x oder 1,x Gramm zu Stopfen :D

Es war mein erster Versuch mit Gewürzen im Bier, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein paar Flaschen werden auch in die hinterste Ecke des Kellers gestellt. Mal sehen, wie das ganze dannn Weihnachten 2013 schmeckt.

Grüße, der saarmoench
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saarmoench
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red_folder.gif erstellt am: 24.12.2012 um 11:44  
Und hier kommt das erste Gewürzbier, der XMass-Bock von Hoepfli:



Aussehen: Die halbe Liter Flasche ist mit einem einfach gestalteten, schwarz-weiß Etikett beklebt, auf dem alle notwenigen Infos zum Bier zu finden sind. Als Gewürze hat Hoepfli einen halben Teelöffel Lebkuchengewürzmischung auf 20l in den Whirlpool geschmissen. Der Flaschenverschluss war mit einer Folie zugeschrumpft (super Idee, was ist das für eine Folie??).
7,3% Alkohol verspricht das Etikett. Wow, ein ganzer Prozentpunkt mehr als bei meinem Bock!

Im Glas erscheint der Bock mit der inzwischen typischen rotbraunen Farbe und leichter Hefetrübung. Der feinporige, beige Schaum wird durch eine Vielzahl von kleinen, aufsteigenden CO2-Bläschen unterhalten und ist mäßig stabil.

Geruch: Beim Riechen kam mir zuerst eine süßliche Note in die Nase, die ich bisher noch bei keinem Bock gerochen habe. Im Hintergrund vernehme ich sehr zurückhaltend würzige Komponenten. Da meine olfaktorische Wahrnehmung nicht die allerbeste ist, kann ich nicht eindeutig ein dominantes Gewürz ausmachen, aber es könnte in die Richtung Anis gehen. Der Grundton riecht aber fruchtig-obergärig.

Antrunk: Das Bier kommt bereits im Antrunk erstaunlich süffig und leicht daher, es schmeckt rund, ohne dass ein bestimmter Geschmack die Oberhand ergreift.

Haupttrunk: Eine angenehme Rezenz mischt sich mit fruchtigen, leicht malzigen Noten. Vom Hopfen kommt noch nichts durch. Leider kann ich aber auch keine Gewürze herausschmecken.

Nachtrunk: Im Nachtrunk erscheint eine abgerundete Hopfenbittere, die relativ schnell abklingt. Erstaunlicherweise merkt man auch hier kaum alkoholische Noten, erst eine Weile nach dem Schlucken steigen diese den Rachen hoch und man merkt, dass man einen kapitalen Bock getrunken hat.

Fazit: Ein sehr gelungenes, massentaugliches Bier, das man auch getrost Gästen anbieten kann, ohne befürchten zu müssen, sie mit dem Bier zu überfordern. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Gewürze sich stärker im Geschmack niederschlagen, evtl. durch Stopfen oder höhere Dosierung beispielsweise.

Grüße, der saarmoench


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Qvex23
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red_folder.gif erstellt am: 24.12.2012 um 11:59  
Sorry für den zwischen Post, aber ich will den Thread per Email abonnieren. Das geht ja leider nur wenn man eine Post schreibt....


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emjay2812
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red_folder.gif erstellt am: 24.12.2012 um 22:36  
So hier habe ich live und in Farbe den X-Mas-Bock von rattenfurz im Glas. Wenn ich diesem Thread glauben darf MIT Gewürzen (Orangenschalen, Vanille und etwas Zimt)_

Farbe: schönes, trübes rotbraun
Schaum: hellbeige, sehr fein und dicht, sehr stabil
Geruch: sehr fruchtig, hefig

Das Bier ist im Antrunk sehr weich, ebenfalls sehr fruchtig, etwas süßlich, malzig und hat eine gute Hopfenbittere. Ich denke, ich schmecke die Vanille etwas heraus, die Orange ist in Nuancen ebenfalls vorhanden, den Zimt kann ich so nicht erkennen.

Der Nachtrunk ist von einer enormen, aromahopfigen Herbe geprägt. Das Bier ist im Abgang unglaublich herb, anhaftend bitter und leider etwas astringierend.

Tja, die Bewertung fällt unglaublich schwer. Das Bier an sich ist gut, hat aber ein paar kleinere Mängel. Zum Einen ist für mich ein Bier mit 5% kein Bock, zum Anderen ist der Übergang zwischen dem recht lieblichen Antrunk und dem sehr herben Nachtrunk, der zudem für eine Bock untypisch ist sehr hart.

Insgesamt ein sehr facettenreiches, sehr aromenreiches und vor allem fruchtiges Bier, dessen Abgang mir persönlich nicht gefällt. Deswegen will ich auch keine (Schul)note vergeben. Der Antrunk und das Grundaroma verdienen eine glatte 1, der herbe Abgang nur eine 3-. Das würde eine schwache 2 ergeben, die ich auch so vertreten kann.

@rattenfurz
bitte nicht persönlich nehmen, ich versuche meine Biertests so subjektiv wie möglich zu gestalten, Geschmäcker sind halt verschieden - da kann man nichts machen und ich habe ja noch andere Biere, vielleicht gefällt mir ein anderes von dir besser.


[Editiert am 24.12.2012 um 22:38 von emjay2812]



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Immer wenn man denkt das Niveau ist schon im Keller, kommt ein Bagger und hebt noch 4 Etagen aus. (Oliver Kalkofe)
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rattenfurz
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red_folder.gif erstellt am: 24.12.2012 um 22:43  

Zitat von emjay2812, am 24.12.2012 um 22:36


@rattenfurz
bitte nicht persönlich nehmen, ich versuche meine Biertests so subjektiv wie möglich zu gestalten, Geschmäcker sind halt verschieden - da kann man nichts machen und ich habe ja noch andere Biere, vielleicht gefällt mir ein anderes von dir besser.


Ach quak, ich finde eine solche Kritik sogar wünschenswert. Sonst weiß ich ja nicht, was ich besser machen kann. ;-)

Und ja, ich bin mir sicher, dass die anderen Biere besser sind. Wenn du es im Abgang nicht bitter magst, solltest du das Hansöllsch noch ein bisschen stehen lassen *g*
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emjay2812
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red_folder.gif erstellt am: 25.12.2012 um 12:21  
Bitterer Abgang ist schon okay, kommt aber auf den Biertyp an. Zu einem lieblicheren Bock/Festbier passt so ein Abgang meiner Meinung nach nicht, zu einem Pils oder Kölsch schon.


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TrashHunter
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red_folder.gif erstellt am: 25.12.2012 um 18:10  
(Boah, ich scheue mich wirklich, Jemanden mit "rattenfurz" anzureden :puzz: )

Ich habe eben Deinen Weihnachtsbock mit Gewürzen im Glas. Advanced hatte mir mit seinen Wichtelbieren ja noch ein paar der Weihnachtsböcke 2012 zugeschickt und Deine Flasche ist eine von Jenen, die den Transport überlebt haben.

Zunächst stimmt es schon, dass 5 vol% Alc. für einen Bock etwas untertrieben sind, aber ich habe damit kein Problem, denn ich betreibe keine Bierwissenschaft. Ich trinke Bier aus Leidenschaft und überlasse es meinen Sinnen, ein Bier zu beurteilen.

Zunächst der etwas restsüße Antrunk, dominiert von Zimt und wirklich nur einem Hauch Vanille. Überraschend weich, aber nicht charakterlos. Zimt dürfte meines Erachtens etwas kräftiger ausfallen, aber es geht hier nicht um meinen Stil, sondern darum, Dir zu beschreiben, wie mir DEIN Bier schmeckt und im Konsenz von Orange und Vanille passt die dezente Zimt-Note wie Faust auf Auge.
Das hast Du sehr sauber abgestimmt.

In der Mitte dominieren Orange und Select auf jeden Fall eindeutig das Geschehen. Aber sie beißen sich nicht. Noch immer ist das Bild sehr ausgewogen und in weichen Farben gemalt. Ein Auquarell aus sanften Nuancen der Aromen.

Und dann kommt der Abgang. Hammerhaft. Aus dem weichen Bock wird ein dunkles IPA mit brachialer Bitterung, welche mangels Alkohol keinen Kompensator findet und auf die Zungenwurzel einschlägt.

Deibel kimmst noa amma ? Des ist a woarlich guades Bier :thumbup:

Für mich als bekennenden Hopfhead ist dieses Bier wie eine Wundertüte. Erst schmeichelt es lieblich wie ein Muskateller und dann knallt es nach bester IPA-Manier auf die Sensoren ein.
In sich widersprüchlicher als dieses Bier, habe ich selten ein Bier verkostet. Allein, bei diesen Bieren war das Ergebnis nicht wirklich harmonisch. Bei Deinem Weihnachtsbock mit Gewürzen aber, stehen der weiche Antrunk, die gediegene Mitte und der hammerhafte IPA-Abgang in voller Harmonie.

Sollte ich eine Schulnote vergeben, so wäre hier auf jeden Fall eine saubere 2+ fällig. Die 1 verpasst Dein Weihnachtsbock aufgrund des zu zaghaften Einsatzes von Zimt. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden.

Unterm Strich ist das eine sehr saubere Arbeit, ein handwerklich tolles Bier.

Ich danke Fabian, bzw. Dir für diesen Genuß :thumbup: :thumbup:

Greets Udo


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rattenfurz
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red_folder.gif erstellt am: 25.12.2012 um 19:22  

Zitat von TrashHunter, am 25.12.2012 um 18:10
(Boah, ich scheue mich wirklich, Jemanden mit "rattenfurz" anzureden :puzz: )
[...]

Deibel kimmst noa amma ? Des ist a woarlich guades Bier :thumbup:



Danke dir!

"Philipp" geht auch, war aber im Forum nicht mehr verfügbar ;-)

(@Michael: Falls doch, sag Bescheid *g*)
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TrashHunter
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red_folder.gif erstellt am: 25.12.2012 um 19:24  
Zoomer's X-Mas-Bock 2012 "Sudstelle 40"

Damisch, ich sollte aufhören Hobbybrauer-Biere zu verkosten .... bzw. Verkostungsberichte darüber abzugeben :(

Weil mir einfach die Superlativen ausgehen :giveup:

Ich habe bis heute kein Hobbybrauer-Bier verkosten dürfen / müssen, welches sich unterhalb der Messlatte "Massenbierhaltung" befand.
Ich habe bis heute nur Hobbybrauer-Biere verkosten dürfen / müssen, welche den Brauereien durchweg eine lange Nase machen und sagen "Hey Leute, SO wird Bier gemacht !"


Hätte mir vor wenigen Wochen noch Jemand erzählt, dass es möglich ist, ein aromatisches Bier mit Kakao und Zimt zu machen, hätte ich es bestätigt.

Spätestens aber bei Marzipan (what the hell :question: :question: ) in der Zutatenliste hätte ich gesagt "Jou, und ich bin der Prinz of Persia"

Öh... Marzipan... und 6,7 vol% Alc. WANN gemessen :question: Nach der Marzipan-Gabe ?

Der zinoberrote Bock stolziert mit einer Kraft und Sprittigkeit daher, die ihm eher 7,5 vol% Alc. zusprechen, aber ... Empfinden von Alkohol ist subjektiv, keinenfalls objektiv.

Marzipan ist Rosenwasser und Mandel... beide prägen diesen Bock nachhaltig und behalten sogar im Abgang neben den gefühlten 40 IBU die Oberhand.
Schon im Antrunk dominiert die Mandel aus dem Marzipan eindeutig. Sie dominiert die Nase, den Antrunk und die Mitte bis hinunter in den Abgang in welchem der Styrian und das Rosenwasser allenfalls die zweite Geige spielen.

SO ETWAS habe ich noch NIE getrunken :puzz:

Und ICH habe schon verdammt viele außergewöhnliche Biere getrunken.

Dieser Weihnachtsbock ist ein absolutes NO GO....

...für Fernsehsesselpupser :D

Ich aber, werde dieses Bier in sehr guter Erinnerung bewahren und notiere ungeachtet der bissigen Bitterung und nachhaltigen Sedierung meiner Zungenwurzel in meinem Buch der Biere für Zoomer's Weihnachtsbock 2012 mit Kakao, Marzipan und Zimt das Kürzel "BAE" (Beyond all Ever) und stelle die rote Schönheit nicht in die Hall of Fame, sondern auf das Podest "One of the best ten ever tasted"

Mir gehen halt die Superlativen aus :redhead:

Unter Metalheads und Bikern würde ich jetzt sagen "Fuck, das hast Du gut gemacht, Alter." Aber in diesem Forum geziemt sich das ja nicht :)


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saarmoench
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red_folder.gif erstellt am: 2.1.2013 um 15:55  
So, und weiter gehts im Programm! Heute: der Weihnachtsbock von Klostersander





Optik:
Die Flasche sticht direkt hervor mit einem schön gemachten, gelben Vorder-und Halsetikett. Darauf befindet sich ein Bock (gute Idee!) :D und ein Haufen an Informationen, die den Fernsehbiertrinker wohl überfordern würden.
Im Glas erscheint der Bock von orange-brauner Farbe mit leicht beigem, mäßig-stabilem Schaum mit feinen Poren. Was auch noch zu bemerken ist: Der Bock ist sehr klar, nur eine geringe Hefetrübung weißt er auf.

Geruch: Die Gewürze kommen einem als erstes in die Nase und dominieren den süßlichen Grundton des Bieres. Meiner Meinung nach sticht vor allem der Anis aus der Mischung hervor. Von den Orangenschalen hab ich nix gerochen, den Zimt konnte ich auch nur erahnen. (Aber bei so einer Mischung ist es immer schwierig einzelne Komponenten zu erriechen).

Antrunk: Ungewöhnlich leicht kommt der Bock daher, die 7,1% Alk bei "nur" 17 Grad Plato Stw sprechen für einen hohen Vergärgrad, und den schmeckt man auch.

Haupttrunk: Hier kommen die Orangenschalen gut hervor, evtl. auch die Kombination mit dem Koriander. Auf jeden Fall schmeckt es angenehm zitrusfruchtig.

Abgang: Der Abgang ist schnell, flüssig, süffig. Danach kommt zum ersten Mal die Hopfenbittere zum Vorschein.

Fazit: Trotz den vielen verschiedenen Gewürzen kommt der Bock außerordenlich schlank und süffig daher. Auch die Kombination und die Dosierung der Gewürze finde ich passen sehr gut. (Apropos, gibst du uns noch die Dosierung preis?)
Ein Weihnachtsbock, wie man sich ihn vorstellt.

Grüße, der saarmoench


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saarmoench
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red_folder.gif erstellt am: 2.1.2013 um 18:22  
Und weiter dreht sich das Verkostungskarussell: Grima´s Weihnachtsbock



Optik: Aus der handlichen Stubbiflasch mit dem typischen Rattengesicht ergießt sich das Bier mit seiner rot-braunen Farbe ins Glas. Es ist mittlerweile erstaunlich klar (im Vergleich zu dem Bock ohne Gewürz vor 2 Wochen). Der Schaum ist beigefarben, feinporig und gut haltbar. Das Etikett verspricht "juniper berries", kurz den Löwen befragt: aha Wacholderbeeren!

Geruch: Im Geruch kommen die Orangenschalen dezent zum Vorschein. Ansonsten rieche ich den mittlerweile gewohnten fruchtig-obergärigen Geruch des Basisrezeptes. Von den Beeren und vom Koriander rieche ich nichts.

Antrunk: Relativ leicht kommt es zuerst daher, perlt dezent im Mund, dann wird es zunehmend voller.

Haupttrunk: Das Bier macht sich auf der Zunge breit, schmeckt aromatisch, vollmundig. Die Orange schmeckt man nur leicht (oder ist es doch der Koriander?), der Malzkörper dominiert die ganze Zeit über.

Abgang:
Nach dem Schlucken kommt die Hopfenbittere deutlich zum Vorschein, jedoch in meinen Augen nicht unangenehm sondern passend. Danach merkt man den Alkohol tief hinten im Rachen.

Fazit: Ein leckerer Bock, der für meinen Geschmack aber noch etwas mehr "Gewürz" vertragen hätte. Was mir sehr gut gefällt ist die deutliche Hopfenbittere, die finde ich genau passend!

Grüße, der saarmoench

edit: Warum ich jetzt so ein starkes Bildrauschen habe weiß ich auch (noch) nicht. Da hat doch wohl nicht jemand an meiner Kamera gefummelt? :mad:


[Editiert am 2.1.2013 um 18:23 von saarmoench]



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red_folder.gif erstellt am: 2.1.2013 um 20:25  
Vielen Dank für den schönen, ausführlichen Verkostungsbericht meines Weihnachtsbocks.

Die Gewürze in meinem Bock waren: (auf 20 Liter)

70g Orangenschalen
7g Kardamom
6g Sternanis
10g Koriander (geröstet und im Mörser gemahlen)
3 Stück (etwa 8cm) Zimtstangen

Die Gewürze lagen nach 15 Tagen Hauptgärung für weitere 9 Tage in der Gärung.

Gruß Matze


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Auch Wasser ist ein edler Tropfen, kocht man es mit Malz und Hopfen.
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red_folder.gif erstellt am: 2.1.2013 um 22:46  
Hehe cooler Bericht, danke. Hm komisch, ich finde schon dass die Wacholderbeeren im Hintergrund leicht durchkommen.

Evtl ist die Gewürzvariante etwas klarer, weil ich vor dem Abfüllen von oben in nen zweiten Gäreimer umgeschlaucht habe...

Cheers
Marco


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Grima
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red_folder.gif erstellt am: 4.1.2013 um 14:41  
So, heute ist die gewürzte Version von Vorty (aka 40, aka zoomer) an der Reihe... Als Gewürzzugabe hat das Bier Kakao, Marzipan und Zimt. Da bin ich seeeehr gespannt druff!



Optik: Das Etikett ist schön gestaltet, mit dem Winterwald im Hintergrund. Das weiss definitiv zu gefallen. Das Bier im Glas ist bis jetzt das Dunkelste von allen, die Krone ist feinporig-cremig und hält sich mittellange.

Geruch: Es duftet herrlich malzig-röstig, nach Kakao und Schokolade. Beim Blindtest würde ich hier auf einen (Chocolate) Porter tippen. Sehr geil!!!

Antrunk: Startet mit relativ wenig CO2, aber das stört nicht wirklich. Im Gegensatz, es passt prima zum Bierstil. Das Bier beginnt sehr dunkelmalzig, karamellig und schokoladig-süß mit einem Hauch von Kakao und Toffee. Im Hintergrund kommt eine strenge Hopfenbittere durch.

Mittelteil: Der Mittelteil bleibt wuchtig malzig, mit viel süßlichen Karamellnoten und Schokolade/Kakao, dezent röstmalzig im Hintergrund. Gaaanz hinten ist ein Hauch von Zimt zu vernehmen.

Finish: Der Abgang erfolgt angenehm hopfig, geprägt vom Aurora (ja, mittlerweile kenne ich das Aroma, hehe), wieder gepaart mit röstig-süßlichen Schoko-Malz Aromen. Auch etwas Kaffee kommt im Abgang zur Geltung!

Fazit: Wahnsinn, bis jetzt der beste Bock aus der kompletten Kiste. Mag aber auch dran liegen, dass ich total auf dunkelmalzige, schokoladige Starkbiere steh. Lediglich vom Marzipan kam nix durch. Ansonsten tiptop, ich bin echt begeistert!!!

Cheerioh
Marco


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red_folder.gif erstellt am: 4.1.2013 um 15:58  
Ich musste das von vorty natürlich auch direkt probieren:

Ja, es ist wirklich dunkel und riecht sehr edel. Der Duft geht vor allem Richtung echter Trinkschokolade - aber die ist ja nach Etikett auch dabei ;-)

Der Schaum hat sich leider nicht soo lange gehalten, aber das ist wahrscheinlich auch durch die Gewürze bedingt.

Der Geschmack. Der Geschmack. Der Geschmack, der ist Bombe. Krass. Im ersten Moment dachte ich: "Boah, von den Gewürzen schmeckt man ja kaum was, nett dezent". Dann aber bauen sich die Nachgeschmäcker wie in einem Feuerwerk auf. Zuerst leicht Marzipan, die nächste Rakete ist dann der Kakao. Und wenn der hochgeht, könnte man meinen, man hätte wirklich gerade an Trinkschokolade genippt.

Hey vorty, danke; danke, dass du aus dem Schema F ausgebrochen bist und komplett eigene Gewürze ausprobiert hast!
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red_folder.gif erstellt am: 6.1.2013 um 12:57  
Habe das Weihnachtsbier von Qvex23 probiert.



Optik: Die Flasche mit dem Weihnachtlichem Etikett sogar mit persönlichem Weihnachtsgruß. Tolle Idee :thumbup:
Beim Einschenken entwickelt sich ein Grobporiger und leider wieder schnell verschwindender Schaum. Ein dünner Schaumteppich bleibt auf dem Bier zurück. Die Farbe ist schön dunkel aber klar.

Geruch: Es riecht sehr dominierend nach Citrusaroma, Ingwer, Anis

Antrunk: Im Antrunk ist das Orangenaroma dominierend, es sind leicht andere Gewürze zu schmecken. Irgendwie schmeckt es dabei nach Kardamom, Zimt aber auch Nelke. Wobei Nelke gar nicht in deiner Schüttung ist.

Haupttrunk: Die Orange überdeckt alles. Die Karbonisierung stimmt.

Nachtrunk: Zimt und Kardamom übernehmen jetzt die Oberhand. Orange ist aber immer noch zu schmecken.

Fazit: Ein tolles Weihnachtsbier mit fettem Orangenaroma. Wegen der Orangenschale ist wohl der Schaummangel zu begründen.

Die Zutat Liebe (laut Etikett) schmeckt man gut durch :D

Gruß Matze


[Editiert am 6.1.2013 um 13:44 von klostersander]



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Auch Wasser ist ein edler Tropfen, kocht man es mit Malz und Hopfen.
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red_folder.gif erstellt am: 6.1.2013 um 16:31  
Heute habe ich dann die Flasche (chen) von Saarmönch probiert.



Optik: Schönes Etikett mit allen Informationen drauf die man braucht.

Geruch: Nach dem öffnen schon erste Citro-Aromen zu erkennen.

Antrunk: Sehr dominantes Citrusaroma. Ein leichter Malzkörper der im Hintergrund bleibt. Leichte Säure aber kein Zimt zu vernehemen.

Haupttrunk: Das Hopfenaroma kommt leicht durch Leider habe ich den Eindruck von einem leichten seifigen Nebengeschmack. Kommt vielleicht von der Zitronenschale.

Nachtrunk: Im Nachtrunk jetzt mehr Hopfenbittere und Säure. Aber leider kommt immer mehr und länger dieser seifige Geschmack.

Fazit: Ein lecker Orange und Zitroniges Weihnachtsbier. Leider keine weiteren Aromen und auch dieser Nebengeschmack.

Sorry für meinen Geschmack aber vielleicht bin ich da ja nicht alleine?

Gruß Matze


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Auch Wasser ist ein edler Tropfen, kocht man es mit Malz und Hopfen.
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klostersander
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red_folder.gif erstellt am: 6.1.2013 um 18:53  
Hier mein Bericht über das Xmas-Bier von Fabian (Advanced):



Optik: Schon der lachende Bierseidel am Flaschenhals zeigt mir das es ein Bier von Fabian ist. Nach dem Einschenken presentiert es sich mit grobporigem schnell verschwindendem Schaum.

Geruch: Sehr weihnachtliches Aroma. Besonders der Zimt kommt gut raus, Anis ist nur schwach zu erkennen, die Tonkabohne kenne ich als Geruch nicht.

Antrunk: Herrlich frisch und süffig, weiterhin Zimt und ein mir nicht bekanntes Aroma, ich denke die Tonkabohne. Jetzt auch leichte Säure und fruchtig.

Haupttrunk: Jetzt schmeckt man auch die Vanille leicht heraus, es beherrscht das Aroma aber der Zimt und die Tonkabohne. Ein herrlicher Geschmack!

Nachtrunk: Zimt, Tonka und mehr und mehr die Vanille

Fazit: Ein sehr leckeres Xmas-Bier mit einer ganz anderen Geschmacksrichtung. Und ich muß sagen, mir schmeckt diese Richtung sehr, sehr gut. Klasse gemacht Fabian!

Gruß Matze


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rattenfurz
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red_folder.gif erstellt am: 6.1.2013 um 22:46  

Zitat von saarmoench, am 2.1.2013 um 15:55
So, und weiter gehts im Programm! Heute: der Weihnachtsbock von Klostersander





Optik:
Die Flasche sticht direkt hervor mit einem schön gemachten, gelben Vorder-und Halsetikett. Darauf befindet sich ein Bock (gute Idee!) :D und ein Haufen an Informationen, die den Fernsehbiertrinker wohl überfordern würden.
Im Glas erscheint der Bock von orange-brauner Farbe mit leicht beigem, mäßig-stabilem Schaum mit feinen Poren. Was auch noch zu bemerken ist: Der Bock ist sehr klar, nur eine geringe Hefetrübung weißt er auf.

Geruch: Die Gewürze kommen einem als erstes in die Nase und dominieren den süßlichen Grundton des Bieres. Meiner Meinung nach sticht vor allem der Anis aus der Mischung hervor. Von den Orangenschalen hab ich nix gerochen, den Zimt konnte ich auch nur erahnen. (Aber bei so einer Mischung ist es immer schwierig einzelne Komponenten zu erriechen).

Antrunk: Ungewöhnlich leicht kommt der Bock daher, die 7,1% Alk bei "nur" 17 Grad Plato Stw sprechen für einen hohen Vergärgrad, und den schmeckt man auch.

Haupttrunk: Hier kommen die Orangenschalen gut hervor, evtl. auch die Kombination mit dem Koriander. Auf jeden Fall schmeckt es angenehm zitrusfruchtig.

Abgang: Der Abgang ist schnell, flüssig, süffig. Danach kommt zum ersten Mal die Hopfenbittere zum Vorschein.

Fazit: Trotz den vielen verschiedenen Gewürzen kommt der Bock außerordenlich schlank und süffig daher. Auch die Kombination und die Dosierung der Gewürze finde ich passen sehr gut. (Apropos, gibst du uns noch die Dosierung preis?)
Ein Weihnachtsbock, wie man sich ihn vorstellt.

Grüße, der saarmoench


Dem Bericht kann ich mich voll anschließen.
Das Bier hat einen interessanten Geschmack, bei jedem Schluck muss ich an Weihnachtskekse denken...

Respekt, das Bier ist ein Vorzeigestück für das Rezept...
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smilies/thumbup.gif erstellt am: 9.1.2013 um 22:44  

Zitat von saarmoench, am 24.12.2012 um 11:44
Und hier kommt das erste Gewürzbier, der XMass-Bock von Hoepfli:
[...]

Antrunk: Das Bier kommt bereits im Antrunk erstaunlich süffig und leicht daher, es schmeckt rund, ohne dass ein bestimmter Geschmack die Oberhand ergreift.

Haupttrunk: Eine angenehme Rezenz mischt sich mit fruchtigen, leicht malzigen Noten. Vom Hopfen kommt noch nichts durch. Leider kann ich aber auch keine Gewürze herausschmecken.
[...]
Fazit: Ein sehr gelungenes, massentaugliches Bier, das man auch getrost Gästen anbieten kann, ohne befürchten zu müssen, sie mit dem Bier zu überfordern. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Gewürze sich stärker im Geschmack niederschlagen, evtl. durch Stopfen oder höhere Dosierung beispielsweise.



Vorab entschuldigung, dass ich mich an eure Bewertungen häufig ranhänge - es ist echt einfacher, wenn man pro Abend zwei Böcke probieren soll ;-)

Außerdem entsteht vielleicht so mal eine Diskussion....


Die Gewürzumsetzung von Höpfli ist interessant. Durch die Gewürzmischung habe ich im unteren Mundbereich und hinterem Gaumenbereich ein ähnlich Gefühl, wie beim Genuss von Chili, sehr geil. Leider macht das Lebkuchengewürz das Bier ein wenig muffig, mir fehlt ein bisschen ein leitender Geschmack.


Aber ich muss sagen, auch dieses Bier ist, da will ich mich wieder anschließen, massentauglich und gut trinkbar. Ein Bier, was man wirklich auch Gästen anbieten kann, ohne sie mit dem üblichen Sprüchen vorwarnen müsste. ;-)
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rattenfurz
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red_folder.gif erstellt am: 15.1.2013 um 21:49  
Jetzt im Glas: Der Bock von Qvex/Dirk und von Fabian/Advanced.

Interessant, wie alleine schon die Farbe variiert - Dirks Bock ist deutlich dunkler.

Die Biere kann ich wider erwarten nicht direkt vergleichen, zu krass sind die Unterschiede.

Dirks Bock ist dezenter gewürzt, der Kardamom sticht gerade beim Trinken besonders hervor, aber auch den Zimt und die Orange kommen durch durch.

Fabians Bier ist...krass...ziemlich würzig ;-)
Nicht überwürzt, aber jetzt weiß ich endlich, wie Tonkabohne schmeckt. Gerade in Verbindung mit der Vanille der natürlich Geschmacksverstärker pur...


Danke ihr beiden für die leckeren Biere; ich finde es jedes Mal wieder super mit der Aktion über den Tellerrand schauen zu können.


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Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/pageview/181 7246

Im neuen Forum als 'philipp' bekannt.
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