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Autor: Betreff: Frage über Boludo's Belgische Wit Rezept
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Neubierig
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 15:43  
Hallo Boludo,

ich wollte am WE dieses Bier brauen, habe aber eine Frage, mit welcher ich den Eintrag auf Maischmalzundmehr nicht vollstopfen wollte:

http://www.maischemalzundmehr.de/index.php?id=178&inhaltmitte =recipe&seite=1&suche_begriff=&suche_klonrezepte=&suche_sorte=Ale,%20Belgis ches%20Witbier/Blanche&suche_malz=&suche_malz2=egal&suche_hopfen=&suche_hop fen2=egal&suche_hefe=&order=datum&ordertype=DESC

Ich bin selbst bisher kein Freund von Witbiere gewesen (Hoegaarden und Kronenbourg Blanche mag ich nicht), ich habe aber in der letzte Zeit viele gute Exemplare gefunden, wobei der Koriandergeschmack nicht so aufdringlich ist (kommerzielle sowie die Biere von Manny15 und Braugnom). So, meine Frage geht um die Menge von Koriander. Die Kommentaren zu deinem Rezept lauten:

"Die Gewürzmenge ist schön dezent - grade richtig!"
"Am Anfang dachte ich dass die Gewürzmenge höher hätte sein dürfen, das Bier hat sich aber toll entwickelt und im Nachhinein gesehen würde ich es genau so wieder brauen."

Klingt gut, aber laut das orginale Rezept:

"Aroma und Geschmack des Korianders entfalten sich im Jungbier bereits sehr angenehm, sind aber noch stärker ausgeprägt als bei Hoegarden Wit."

OK, es ist alles Geschmacksache, und Du kannst mir nicht sagen, was mir schmecken sollte - aber hast Du Dein Bier mit Hoegaarden verglichen?

Cheers,

Neubierig


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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 15:51  
Ja, Hoegaarden find ich vom Gewürz her zahmer und auch insgesamt wässriger und hat, so viel ich weiß auch keinen Hafer mehr in der Schüttung.
Es kommt aber auch drauf an, ob Du europäischen Koriander oder indischen (besser) nimmst, wie fein der gemahlen wird usw. Man kann Koriander auch anrösten, dann wird es anscheinend noch mal interessanter.
Ich hab auch einen Freund, der trinkt so ziemlich alles, aber bei Koriander flippt der aus.
Wenn Dir der Koriander nicht schmeckt, kannst Du das Wit auch anders würzen, z.B. mit Lemongrass.

Viel macht aber auch die Hefe. Am besten wird´s wirklich mit der Forbidden Fruit, damit hat der Frank gerade erst den Camba Wettbewerb gewonnen.

Übrigens macht der Koriander die Zitrusaromen und nicht so sehr die Bitterorangenschalen.


Stefan
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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 15:52  
Moin,

ich hatte das mal mit 7g Koriander auf 22 Liter nachgebraut, beim Hopfen hatte ich den Perle mit Williamette ersetzt, wenn ich mich richtig erinnere. Es ist sehr sehr lecker geworden, der Koriander war unauffällig, schwach aber wahrnehmbar - auf keinen Fall aufdringlich.

Das Hoegarden Wit kenne ich nicht.

Grüße


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*Dunkles Lager, Magnum/Select/Tettnanger, S189 (Hauptgärung)
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 15:53  
Hoegaarden Wit ist super aus der Dose im Sommer wenn es heiß ist und zwar eiskalt.
Sicher kein besonders gutes Wit, aber als Durstlöscher genial.

Stefan
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Neubierig
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:02  

Zitat von Boludo, am 23.9.2014 um 15:51
Ja, Hoegaarden find ich vom Gewürz her zahmer und auch insgesamt wässriger und hat, so viel ich weiß auch keinen Hafer mehr in der Schüttung.
Es kommt aber auch drauf an, ob Du europäischen Koriander oder indischen (besser) nimmst, wie fein der gemahlen wird usw. Man kann Koriander auch anrösten, dann wird es anscheinend noch mal interessanter.
Ich hab auch einen Freund, der trinkt so ziemlich alles, aber bei Koriander flippt der aus.
Wenn Dir der Koriander nicht schmeckt, kannst Du das Wit auch anders würzen, z.B. mit Lemongrass.

Viel macht aber auch die Hefe. Am besten wird´s wirklich mit der Forbidden Fruit, damit hat der Frank gerade erst den Camba Wettbewerb gewonnen.

Übrigens macht der Koriander die Zitrusaromen und nicht so sehr die Bitterorangenschalen.


Stefan



OK, danke. Es ist nicht dass ich Koriandergeschmack nicht mag (ich dachte es war so) - die andere Exemplare schmecken mir gut, und es gibt auf jeden Fall Koriander drin. Hefe habe ich schon - WLP400 - dieser erste Sud wäre etwa experimental. Nächste Frühling werde ich es wiederholen können, mit der Forbidden Fruit, und einer besserer Ahnung von wieviel Koriander soll benutzt werden.

Danke nochmal!


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Neubierig
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:06  

Zitat von DerDennis, am 23.9.2014 um 15:52
Moin,

ich hatte das mal mit 7g Koriander auf 22 Liter nachgebraut, beim Hopfen hatte ich den Perle mit Williamette ersetzt, wenn ich mich richtig erinnere. Es ist sehr sehr lecker geworden, der Koriander war unauffällig, schwach aber wahrnehmbar - auf keinen Fall aufdringlich.

Das Hoegarden Wit kenne ich nicht.

Grüße


Komisch - nach Boludo's Rezept würde man 8g für 22l geben, also nicht so unterschiedlich von Deins.


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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:08  
Witzig ist auch, wenn man ein Wit so richtig lange (>1 Jahr) lagert.
Es schmeckt dann irgend wann mal wie Radler, voll nach Zitronensprudel und überhaupt nicht oxidiert.
Keine Ahnung was da passiert, irgendwelche Veresterungen vielleicht.

Stefan
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Neubierig
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:09  

Zitat von Boludo, am 23.9.2014 um 16:08
Witzig ist auch, wenn man ein Wit so richtig lange (>1 Jahr) lagert.
Es schmeckt dann irgend wann mal wie Radler, voll nach Zitronensprudel und überhaupt nicht oxidiert.
Keine Ahnung was da passiert, irgendwelche Veresterungen vielleicht.

Stefan


Ich habe gelesen, es tendiert nach säuerlichkeit


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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:19  

Zitat von Neubierig, am 23.9.2014 um 16:06

Komisch - nach Boludo's Rezept würde man 8g für 22l geben, also nicht so unterschiedlich von Deins.


Ja, genau - es waren exakt 87,5 % von 8 gramm, ca 1/10 weniger als im Originalrezept. Einen großen Unterschied macht das bestimmt nicht, ich wollte nur auf nummer sicher gehen und hatte deshalb den Koriander etwas reduziert.

Grüße


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Bierjunge
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:32  

Zitat von Boludo, am 23.9.2014 um 16:08
Witzig ist auch, wenn man ein Wit so richtig lange (>1 Jahr) lagert.
Es schmeckt dann irgend wann mal wie Radler, voll nach Zitronensprudel und überhaupt nicht oxidiert.
Keine Ahnung was da passiert, irgendwelche Veresterungen vielleicht.


Das ist interessant, offenbar ganz ähnlich wie beim Grätzer:
Dem sagt man ja auch, obwohl hell, Weizen und wenig Alkohol, eine exzellente Lagerfähigkeit nach, wobei sich nach und nach ein Apfelaroma entwickle.
Ich hab von meinem ersten Grätzer noch ein paar Flaschen, die sind über 2 Jahre gelagert und weder sauer noch oxidiert. Dafür werden sie immer fruchtiger! Das wäre wirklich wert, mal näher untersucht zu werden…

Moritz


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Glaubte ich an die Reinkarnation, so wollte ich als Hefepilz wiedergeboren werden.
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Bierwisch
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:41  
Moin,
ich habe das Rezept im Sommer gebraut. Den Koriander habe ich angeröstet und dann gemörsert.

Mein Frau haßt Koriander in jeglicher Form und schmeckt auch noch einzelne Moleküle davon aus jedem Essen heraus. Dieses Bier hat sie geliebt und ich werde es spätestens im Frühjahr wieder genauso brauen.

Gruß,
Bierwisch


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Der Klügere kippt nach!
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 16:50  

Zitat von Bierjunge, am 23.9.2014 um 16:32

Das ist interessant, offenbar ganz ähnlich wie beim Grätzer:
Dem sagt man ja auch, obwohl hell, Weizen und wenig Alkohol, eine exzellente Lagerfähigkeit nach, wobei sich nach und nach ein Apfelaroma entwickle.


Ich hatte ja beim Hopfenseminar von Braufaktum kürzlich die einzígartige Gelegenheit, den wirklich außerordentlich sympathischen Professor Narziß nach Belieben mit Fragen zu löchern und er hat sich auch noch darüber gefreut.
Nachdem wir abends ein Firestone Walker Union Jack Double IPA zusammen probiert hatten (sehr interessante Hopfenblume, hat er gemeint), kamen wir zu den Sauerbieren, welche mir in letzter Zeit seltsamerweise immer besser schmecken.
Er hat dann gemeint, dass eine Berliner Weisse nach sehr langer Zeit nach Weißwein und nicht mehr sauer schmeckt, und zwar, weil die Milchsäure mit dem Alkohol verestert, Ethyllaktat sozusagen.
Das fand ich sehr spannend und ich denke, dass die meisten Säuren im Bier irgend wann mal verestern und dadurch interessante Aromen ins Bier bringen.
Apfelaroma ist ja auch ein Ester, weiß grad nur nicht welcher.

Stefan, mal wieder voll OT :redhead:


[Editiert am 23.9.2014 um 16:51 von Boludo]
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flying
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 17:32  
Ethylcapronat und Ethylcaprylat machen ein apfelartiges Aroma, die Ester der "Ziegensäure".. ;)

Der Stefan mag Sauerbier, ich fress einen Besen :P

Neidische Grüße. Der alte Herr ist ja bekanntermassen eine Koryphäe. Fast 90 glaube ich..?
René


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"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
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Boludo
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 17:36  
Ja, 89 und geistig und körperlich fit wie Turnschuh!
Der ist uns auf dem Hopfenwanderweg förmlich davongesprungen.

Witzigerweise ist bei mir mit den Sauerbieren bei Hagens Party der Groschen gefallen.
Und zwar mit Gunnars genialen Lambics.
Jürgens (westvleteren12) Sauerbiere bei Camba waren aber genau so der Hit.


Stefan
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Seed7
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red_folder.gif erstellt am: 23.9.2014 um 18:26  

Zitat von Boludo, am 23.9.2014 um 16:50

Das fand ich sehr spannend und ich denke, dass die meisten Säuren im Bier irgend wann mal verestern und dadurch interessante Aromen ins Bier bringen.


Ja, das ist es wobei es bei sauerbiere um dreht, die versesterung. Ich verstehen dann auch den wunsch, den ich auf einige amerikanische foren lese, nach das schnelle sauerbier nicht. Schnell sauer ist das problem nicht, aber was danach geschieht , mmmm.

Werde heute Abend mal wieder einen Grätzer verkosten, der ist jetzt 9 monate alt.

zurueck zum Wit, ein wenig L.delbrueckii (WLP677) hilft dem auf die spruenge, macht nur eine ganz leichte saure. Das Hoegaarden war am anfang auch deutlich weniger suess.

Ingo


[Editiert am 23.9.2014 um 18:30 von Seed7]



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