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Autor: Betreff: Chemopro Oxi Rückstände
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Spike_19
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 13:56  
Hallo
Ich habe letztens ein gestopftes IPA gebraut und in 0,5 Liter Bügelflaschen abgefüllt. Zwegs Desinfizierung habe ich zum ersten Mal Chemopro Oxi verwendet und in jede Flasche einen knappen halben Teelöffel Oxi gefüllt und mit warmen Wasser voll gemacht. 10 - 15 Minuten gewartet und die Flaschen danach ausgegossen. Zum Abtropfen bis zur Abfüllung kopfüber gestellt.....
Jetzt habe ich schon einige Male das Bier verkostet und musste feststellen, dass es so gut wie keinen Schaum hat und ich am nächsten Tag einen ziemlichen Schädel hatte. Fast jedes mal und zwar auch beim Verkosten nur einer Flasche. Zudem stellte ich fest, dass sich an der Glaswand beim Einschenken schnell kleine feine Bläschen anheften, obwohl der CO2 Gehalt des Bieres ziemlich schwach ist (ca. 3,5 - 4g/Liter).
-Liegt das am Chemopro Oxi?
-Sollte man die Flaschen nach der Verwendung von Oxi nochmal mit abgekochtem Wasser durchspülen?
-Sind Restbestände von Oxi im Bier giftig (Kopfschmerzen)?
-Habe ich die ganze Sachen falsch angewendet?

Gruß
Christoph
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Rage
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 14:09  
Hi ,

also zu dem Thema Flaschen waschen wirst du sehr viele unterschiedliche Meinungen hören und hier im Forum auch lesen. Ich finde jedoch einen halben Löffel je flasche etwas krass viel aber ein zweites mal durchwaschen schadet sicher nicht.

Die Kopfschmerzen könnten auch "Fuselalkohole" sein. Soweit ich mich erinnere können die bei Höheren Gärtemp. entstehen.
Hatte ich auch mal im Sommer bei meinen IPAs.



Lg Roland

Tante Edith will noch wissen: wie hoch vergärst du ?


[Editiert am 3.10.2014 um 14:12 von Rage]



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Landlord
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 14:47  
Hallo Roland,

Oxi ist ansich ungiftig und macht sicher keine Kopfschmerzen. "Reste" davon in der Flasche sind wohl eher "Wasserflecken"; allerdings kommt mir Deine Dosierung auch etwas heftig vor. (Laut Anwendungshinweis soll man 4g/Liter benutzen, also 2g für einen halben Liter - ein halber Löffel ist da schon bedeutend mehr !!).

Wenn Du nach dem Reinigen mit Chemipro noch mal heiß ausspülen willst, kannst Du Dir die Anwendung eigentlich sparen - mit heißem Wasser ordentlich gereinigt würde da wahrscheinlich schon ausreichen...

Ich selbst benutze immer schon Chemipro zur Reinigung meiner Flaschen und Partyfässer; Schaumprobleme o.ä. hatte ich hierbei noch nie. Die Kopfschmerzen würde ich auch auf etwas Anderes schieben.

Grüße,

Frank


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Rage
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 14:52  

Zitat:
Wenn Du nach dem Reinigen mit Chemipro noch mal heiß ausspülen willst, kannst Du Dir die Anwendung eigentlich sparen - mit heißem Wasser ordentlich gereinigt würde da wahrscheinlich schon ausreichen...


na hoffentlich hast du nichts losgetreten :D

P.s: Er heisst Christoph


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Beerbrouer
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 15:24  

Zitat von Landlord, am 3.10.2014 um 14:47

allerdings kommt mir Deine Dosierung auch etwas heftig vor. (Laut Anwendungshinweis soll man 4g/Liter benutzen, also 2g für einen halben Liter - ein halber Löffel ist da schon bedeutend mehr !!).

Frank


Lt. Anwendungshinweis entsprechen 4g einem Kaffeelöffel. Ich habe es gerade nachgemessen; es stimmt genau. Wenn Christoph einen knappen halben Teelöffel pro 0,5 Liter genommen hat, hat er ganz gewiss nicht überdosiert. Nun macht ihm mal nicht unberechtigter Weise Angst!

Unabhängig davon heißt es zwar, dass Chemipro Oxi rückstandslos abtrocknet, aber ich persönlich spüle trotzdem mit Wasser nach. Das aber ist eine Glaubenssache und wurde schon oft hier diskutiert (einfach mal suchen!).

Gruß

Gerald


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Spike_19
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 17:08  
Danke schon mal für die teilweise beruhigenden Antworten. Bei der Dosierung habe ich mich vorab informiert und genau nach Anweisung auf dem Oxi-Eimer dosiert. Die Flaschen weisen von Außen auch so ein weißen Film auf, den man abwaschen oder abwischen kann.
Hatte denn schon jemand diese "perligen Bläschen " beobachtet? Das hat mich auch ein wenig an das Oxi erinnert, da es nach der Desinfizierung der Flaschen auch solche Bläschen an der Flaschenwand gebildet hat. Wenn ich dann die Flasche ausgekippt habe war das Desinfektionswasser trübe milchig.
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Landlord
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red_folder.gif erstellt am: 3.10.2014 um 17:29  

Zitat von Rage, am 3.10.2014 um 14:52

Zitat:
Wenn Du nach dem Reinigen mit Chemipro noch mal heiß ausspülen willst, kannst Du Dir die Anwendung eigentlich sparen - mit heißem Wasser ordentlich gereinigt würde da wahrscheinlich schon ausreichen...


na hoffentlich hast du nichts losgetreten :D

P.s: Er heisst Christoph

oh..da war ich unaufmerksam...tschuldigung ;(

oh je, ich wollte blos nix lostreten; wollte nur keine Grundsatzmeinung abgeben...

LG

Frank


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Spike_19
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 01:05  
So. Ich habe mir mal das Datenblatt von chemipro oxi zu Gemüte geführt und darin wird drauf hin gewiesen, dass das oxi beim verschlucken gesunheitsschädlich ist. Natürlich meinen die damit wohl den Rohzustand in fester Form. Aber was ist, wenn das Mittel beim Einwirken in den Flaschen sich nicht ganz auflöst? Ich kippe ja auch immer so eine trübe milchige Brühe da raus. Werde ab jetzt ganz gewiss immer noch mit nem Schluck abgekochtem Wasser nachspühlen.
Gruß Christoph
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Beerbrouer
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 09:42  
Frisches Leitungswasser reicht zum Spülen auch aus. Ich hatte noch nie eine Infektion.

Gruß

Gerald


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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 15:22  
Ich hatte auch noch nie eine Infektion beim Spülen nur mit Wasser, aber an den Innenwänden der Flaschen
zeigen sich nach einigen Füllungen deutliche Ablagerungen, an manchen Flaschen mehr, an anderern weniger.
Insofern halte ich eine Reinigung (nicht unbedingt Desinfektion) mit Chemie irgendwann für unumgänglich

Grüsse

Bernd
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Beerbrouer
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 17:45  
Ja, auch bei mir zeigen sich mitunter diese Ablagerungen. Da (und erst dann) kommt bei mir Chemipro Oxi zum Einsatz; ein paar Stunden Einweichzeit, und anschließen mit kaltem Wasser ausspülen. Ablagerungen und Oxi-Rückstände sind weg, Fertig.

Gruß

Gerald


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afri
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red_folder.gif erstellt am: 4.10.2014 um 22:37  
Wenn die Flaschen anfangen, komisch auszusehen, dann wird es höchste Zeit, sie in den Leergutkreislauf zu reintegrieren. Ich jedenfalls mache das so, dass ich nicht lange mit ChemiPro Oxy herum hample, die Pullen gehen zur Brauerei zurück und die haben entsprechende Chemie, diese Ablagerungen zu beseitigen. Ich habe sowas nicht.

Ach ja, Thema war dieses Zeugs, ich würde nach jeder Anwendung damit warm nachspülen, so mache ich es mit dem Equipment und bislang bin ich gut damit gefahren.
Achim
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darkenemy
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red_folder.gif erstellt am: 5.10.2014 um 00:14  
Also...selbst wenn die Dosierung so ok gewesen sein sollte, macht es doch auch einen großen Unterschied, ob warmes Wasser oder kaltes verwendet wurde in bezug auf die 15 Minuten Einwirkzeit...also ich muss selbst bei lauwarmem Wasser etwas rühren, um alle Körnchen nach und nach aufzulösen. Das was Du beschreibst, klingt nach dem Rückstand, der entweder bei zu viel davon entsteht oder eben wenn noch nicht alles gut gelöst ist. Wenn man das Zeug in die Flasche tut, löst es sich einfach bescheiden auf, sofern man nicht sehr heißes Wasser nimmt. Außerdem ist es sparsamer, wenn man sich einen 10l-Eimer flaschenhoch mit Lösung vorbereitet (4-8g/l, ich persönlich nehme meistens 6g), wartet, bis alles auch gut gelöst ist (oder gefühlte 80%) und weicht nach und nach Flaschen ein. Wenn Du nämlich für eine Flasche separat eine gewisse Menge Pulver verwendest, löst es sich auch langsamer, weil die reagierenden Komponenten nur mit dem Inhalt einer Pulle zu tun haben. In dem Eimer blubbert es immer wieder neu auf, wenn ich eine neue Ladung Flaschen reinmache. So habe ich keine weißen Rückstände mehr gehabt. Große Flaschen, die ich ausnahmsweise auf Deine Weise reinige, haben bei gleicher Dosierung mehr, bzw. überhaupt erst Rückstände.

Gruß Gunnar

Edit: vielleicht die wichtigste Information: man rät sowieso an, beim Abfüllen vorher etwas Wasser in den Flaschen zu haben, weil dadurch die Wände feucht sind und es weniger schäumt. Dabei sind bei mir (ich schüttele natürlich etwas) auch die letzten Rückstände verschwunden. Meiner Meinung nach kann man das nur umgehen, wenn man die Flaschen nicht ganz trockenlaufen lässt. In diesem Fall freut sich die Hefe über etwas extra Sauerstoff...


[Editiert am 5.10.2014 um 00:19 von darkenemy]



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Spike_19
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red_folder.gif erstellt am: 5.10.2014 um 00:55  
Aha! Ich dachte das chemipro oxi desinfiziert, indem es reagiert bzw. vor sich hin blubbert. Irgendwo hier im Form habe ich gelesen, dass das oxi Granulat sich in Wasser und Sauerstoff auflöst und so halt dementsprechend Lebensmittel konform sein sollte. Wenn ich jetzt aber einen ganzen Eimer Lösung vorbereite, dann hat die Sache ja nur einmal reagiert und besteht danach nur noch aus Wasser. Ist dieses Wasser im Eimer dann noch zum desinfizieren zu gebrauchen oder habe ich da was falsch aufgeschnappt?
Gruß Christoph
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BerndH
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red_folder.gif erstellt am: 5.10.2014 um 08:15  
Wirklich desinfizierend wirkt es meiner Meinung nach nur in der Phase in der es sprudelt, also den aktiven Sauerstoff abscheidet.
Das geschieht umso stärker je wärmer es ist.
In lauwarmen oder kalten Wasser tritt diese Reaktion stark verlangsamt bis fast gar nicht mehr auf.

Neben der Geschichte mit dem Sauerstoff wirkt Oxi aber auch alkalisch und löst dadurch organisches Material an und teils auch auf.
Durch die Zersörung von allerlei organischer Substanz kann man natürlich auch von einer Art Desinfektion reden.
Hier ist es aber wohl mehr eine reinigende Wirkung.
Du merkst das schön daran wie glitschig deine Finger werden wenn sie mit Oxilösung in Kontakt kommen.
Das liegt daran das deine oberste Hautschicht angeätzt wird und sich in etwas schleimiges verwandelt
Allerdings ist OXI längst nicht so stark alkalisch wie zum Beispiel Natriumhydroxidlösung (Natronlauge).


Grüsse

Bernd


[Editiert am 5.10.2014 um 08:58 von BerndH]
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DerDennis
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red_folder.gif erstellt am: 5.10.2014 um 09:04  
Ja, und nicht zu vergessen die technischen Enzyme, die da noch mit drin sind - Protease, Lipase, Amylase - die brechen im richtigen Temperaturfenster alle Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleine wasserlösliche Moleküle auf und sorgen so mit der mechanischen "Sprudelwirkung" für einen ziemlich guten Reinigungseffekt.

Der Desi-Effekt hält allerdings tatsächlich nicht lange an, speziell bei Kontakt mit Metall und in der Wärme zersetzt sich die desinfizierende Komponente "Wasserstoffperoxid" schnell in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasser.

Der Oxi-Reiniger an sich zerfällt übrigens nicht zu Wasser und Sauerstoff, sondern hauptsächlich zu Natriumcarbonat und Wasserstoffperoxid... das Natriumcarbonat ergibt übrigens zusammen mit den Mineralstoffen des Wassers diesen weißen Belag.

Den Belag/die Rückstände kriegt man daher auch u.U. nicht mit Wasser allein weg, aber mit ein wenig Zitronensäure im Spülwasser ist der immer gut abwaschbar.

Grüße


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*Dunkles Lager, Magnum/Select/Tettnanger, S189 (Hauptgärung)
*Festbier, Northern Brewer/Tettnanger/Saazer/Select, S-189 (Nachgärung)
*Helles Lager, Tettnanger/Select/Saazer, S-189 (Nachgärung)
*Westy12 Clone, 21.6°P, W3787 (Lagerkeller)
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