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Autor: Betreff: Mischkreuz rein graphisch (ohne Rechnen)
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Bierjunge
Beiträge: 2084
Registriert: 28.10.2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 15:01  
Es gibt ja verschiedenste Ausprägungen unseres Hobbys, vom vollautomatisierten
Techfreak bis zum im Holzzuber rührenden Altertumsforscher, dem keine Elektronik
ins Sudhaus kommt. Ich zähle mich selber eher zu den Traditionalisten, zumindest
war ich es leid, für die Berechnung der einzelnen Dekoktionsstufen (was ja eh
das urtümlichere Verfahren ist) immer zwischen Küche und PC hin- und herlaufen
zu müssen.

Daher habe ich ein graphisches Verfahren entwickelt (keine Ahnung, ob es das
nicht längst schon bekannt ist), wie man mit ein paar wenigen Linealstrichen auf
Millimeterpapier hinreichend genau die Dekoktionsmengen bestimmen kann.
Voraussetzung ist, dass die Wärmekapazität der beiden Medien ungefähr gleich ist.
Ich finde, das geht fast schneller als das Eintippen der Werte im Rechner, und
anschaulicher ist es eh.


Beispiel 1:
Ich habe 20 l Maische von 42°C, die ich per Dekoktion auf 62°C bringen möchte.
  • Zunächst trage das Volumen meiner Maische als horiz. Achse auf (1).
  • Vertikal trage ich links meine Ausgangstemperatur (2) und rechts die Kochtemperatur (3) auf.
  • Da, wo die Verbindungsgerade (blau) meine Zieltempertur schneidet (4), kann ich
    darunter das Volumen der zu ziehenden Kochmaische einfach ablesen (5):
Ich muss also 7,4 l Kochmaische ziehen.

Alle weiteren Dekoktionsstufen kann ich analog im gleichen Diagramm weiterzeichnen,
hier mit Grau skizziert.



Dieses Verfahren lässt sich genauso auch für Bottichinfusion anwenden, bloß die
Reihenfolge ist etwas anders:

Beispiel 2:
Ich habe 15 l Maische bei 62°C, die ich durch Zubrühen kochenden Wassers auf 75°C
bringen möchste.
  • Wieder trage das Volumen meiner Maische als horiz. Achse auf (1).
  • Links kommt diesmal meine Zieltemperatur (2) hin, rechts wiederum die Kochtemperatur (3).
  • Nun muss ich die Verbindungsgerade (blau) nach links verlängern, bis sie bei (4)
    meine Ausgangstemperatur schneidet.
  • Darunter kann ich direkt das benötigte Vorlumen kochenden Wassers ablesen (5).
Also muss ich 9,2 l zubrühen.



Vielleicht hilft es ja jemandem.
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Member
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Beiträge: 94
Registriert: 9.4.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 16:35  
Hi

Warum so schwer?
ich versuch das mal hier dar zustellen
Ausgehnt davon das du 55°C und auf 72°C kommen willst.

Man rechnet einfach überkreutz also 72-55=28 und 100-72=17 das ergebnis schreibst du auf. Denke das geht schneller als zu Zeichnen. Das Ergebniss wird einfach dem anderen Wert zugeordnet.

Du mußt also 28 Teile 55°C warme würze haben und 17 Teile 100°C Wasser. Man kann das verhältnis natürlich auch noch runter auf einstellige Zahlen rechnen aber das willst du ja nicht.
Gruß
Klaas


[Editiert am 5.3.2010 um 16:37 von Klaasimodo]
Profil anzeigen Antwort 1
Posting Freak
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Bierjunge
Beiträge: 2084
Registriert: 28.10.2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 17:02  

Zitat von Klaasimodo, am 5.3.2010 um 16:35
Hi

Warum so schwer?
(...)

Du mußt also 28 Teile 55°C warme würze haben und 17 Teile 100°C Wasser.


Schon klar. Aber um zu wissen, wieviel jetzt die besagten 17 Teile in Litern sind, insbes. wenn ich eine andere krumme Zahl als Gesamtmenge hätte, dazu brauche ich wieder eine Rechnung. Bei meiner Methode kann man die Liter einfach an der Skala ablesen, ohne noch Dreisatz-Nebenrechnungen zu machen.
Profil anzeigen Antwort 2
Moderator
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Berliner
Beiträge: 4024
Registriert: 7.4.2006
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 17:35  
Noch viel einfacher ist die Faustregel, dass man beim klassischen Dreimaischverfahren immer etwa ein Drittel der Maische kochen muss, um auf die nächste Rast zu kommen (~45->62->72°C).


____________________
Gruß vom Berliner
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 3
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tinoquell
Beiträge: 1776
Registriert: 14.7.2004
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 17:38  
Hallo!

Ich finde das GENIAL!

Wird sofort übernommen, auf mein 'Sudhaus' umgerechnet, laminiert und ab geht er!

Coole Idee, ich liebe unser Hobby!

Vielen Dank, viele Grüße

Tino,
auch ein 'Traditionalist', der leider beim letzten Wurstkessel - Brauen keine Bilder gemacht hat.


____________________
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 4
Moderator
Posting Freak

flying
Beiträge: 9088
Registriert: 14.8.2008
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 18:00  
Hi Bierjunge,

ich finde es auch nicht schlecht. Ein altes Reißbrett mit Deinem Diagramm macht sich im Sudhaus bestimmt nicht schlecht. Ich find das traditionelle Holzpaddelschwingverfahren toll, genau wie die Automatisierungen. Jeder wie er es gerne mag.
Das brauen in einer Gruppe macht allerdings viel mehr Spaß wenn man etwas zu tun hat.

m.f.g
René


____________________
"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)
Profil anzeigen Antwort 5
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 20:58  
Sieht gut aus, ich bin gerade am Tüfteln ob man das auch per mathematische Formel berechnen kann.
Eine Frage: Wieso schneidet die blaue Linie die y-Achse auf der rechten Seite nicht bei 100°?
MfG Rene
Antwort 6
Posting Freak
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Bierjunge
Beiträge: 2084
Registriert: 28.10.2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 5.3.2010 um 23:18  

Zitat von Koe1l4e, am 5.3.2010 um 20:58

Eine Frage: Wieso schneidet die blaue Linie die y-Achse auf der rechten Seite nicht bei 100°?


Erstens: Weil ich in Oberbayern braue, deutlich über Meereshöhe :-)
Zweitens: Die 95 oder 96 Grad sind ein empirischer Wert, um den allfälligen Temperaturverlusten Rechnung zu tragen. Bis ich das sprudelnde Wasser bzw. die Kochmaische vom Herd genommen, umgeschöpft und untergerührt habe, sind schon ein paar Grad weg. Auch wird damit der zwischenzeitliche Temperaturverlust im (wenngleich isolierten) Bottich etwas kompensiert. Letzteres eher empirisch, wie gesagt.
Beim Diagramm für Mehrmaischverfahren (erstes Bild) kann man dies auch berücksichtigen, indem man die waagrechten Linien vom Mischpunkt zurück zur linken Achse eben nicht genau waagrecht, sondern mit 1 oder 2 Grad Temperaturverlust während der Rast leicht abfallend einträgt.
Profil anzeigen Antwort 7
       

 
  
 

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