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Seite 3 von 14   «  1  2  3  4  5  »     
Autor: Betreff: Speidel Braumeister 200 l - Wer braut auch damit ?
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 4.5.2012 um 07:18  
Ich habe schon viele Hefen (trocken/flüssig) probiert und benutze jetzt nur noch Trockenhefe. Ich mache jedoch IMMER zuerst einen Starter. Wenn man den Angaben der Hersteller traut, muss die Qualitätskontrolle der Trockenhefe sehr gut sein, d.h. man sollte eigentlich kaum eine Veränderung des Biergeschmacks feststellen können. Ich glaube, bei korrekter Lagerung (immer im Kühlschrank) und Handhabung (immer Starter) und m.M. am allerwichtigsten der korrekten Anstell/Temperaturkontrolle schmeckt das Bier stets identisch - meine Erfahrung.

Ich habe die besten Erfahrungen mit den Fermentis-Hefen gemacht (W-34/70, S-23, S-189, S-04). Ich kenne Brauereien, die hervorragendes Bier machen und einen Ausstoss von bis 60 hl/Woche haben und nur Trockenhefe benutzen. Ich finde die S-04 eine äusserst interessante (obergärige) Hefe. Wenn man die tief bei 14-15 ° führt, ergibt sich eine sehr neutrale (und äusserst schnelle !) Vergärung (praktisch untergärig), und die setzt sich extrem gut ab - auch bei relativ hohen Lagertemperaturen kann man ein sehr klares Bier produzieren. In Deinem Anstell/Gärbereich von bis 15° würde ich der S-04 mal eine Chance geben.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 13.5.2012 um 08:41  


Gestern habe ich den Speidel BM 200 l wieder mal (jetzt standardmässig) über die 300-l-Marke rausgekitzelt --> Speidel BM 300 l. Malzmenge war 48 kg (Pilsner, CaraHell, Wiener), dann noch 4 kg Kristallzucker, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre. Ich strebte eigentlich eine Stammwürze von 11.2 °P an. Da ich aber immer noch Ausbeute hatte, habe ich einfach weiter geläutert. Als die Läuterwürze dann dem Rand immer näher kam, habe ich gestoppt - man hätte noch mehr rausholen können. Jetzt gab's eine Stammwürze von rund 12.1 brix / 1.03 = 11.75 °P. Ich hätte eigentlich am Ende noch Wasser in die kochende Würze geben können, dann hätte ich wohl über 340 l rausholen können - meine 300-l-Gärtanks sind aber langsam zu klein. Ich habe das Maximale erreicht - mehr geht nicht mehr.

Es gab überhaupt keine Pumprobleme oder sonst irgendwas. Lief alles perfekt. Die Pumpeinstellung war die ganze Zeit 45° offen. Eine Erhöhung auf 50 kg sollte m.M. kein Problem sein. Man muss aufpassen, dass man am Anfang nicht mehr als 230 l reingibt, da sonst die Maische fast nicht mehr ins Malzrohr passt und überläuft, d.h. lieber ein bisschen weniger als 230 l und dann dicker ins Malzrohr einmaischen.
Wichtig ist, dass man beim Einmaischen wirklich alles gut einrührt, damit sich keine "Malznester" bilden, die nicht oder kaum durchspült werden. Am besten kann man das mit langen Gummihandschuhen von Hand machen (immer von aussen nach innen das Malz bewegen, damit nichts ins Wasser ausserhalb des Malzrohrs fällt).
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 15.5.2012 um 21:18  
Kleiner Zwischenstand:

Der 2./3. Sud, der bei der dritten Verkosten vorletztes Wochenende noch glatt durchgefallen war, schmeckte diesen Sonntag ganz passabel. Hab den Sud eigentlich schon abgeschrieben und zum selbertrinken bereitgestellt, konnte jetzt aber wieder verkauft werden.

Der 6. Sud, in Ordnung bis auf die fehlende Kohlensäure, der pelzige Hefegeschmack auch weg
Der 7. Sud mit guter Kohlensäure, soweit in Ordnung
Der. 8. Sud am Montag gebraut. Mit 41 kg Malz und 60 Liter Nachguß 11,1% Plato, etwas dünn, aber die Gäste wollen es eher so. Bin gespannt was beim Abfüllen übrig bleibt. nach dem Hopfenkochen warens noch 250 Liter. Bin gespannt was übrigbleibt.
Und jetzt schrittweise die Malzmenge nach oben.
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 19.5.2012 um 17:54  
Heute den 8 .Sud abgefüllt. 214 Liter mit gut 11 °
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 19.5.2012 um 17:55  
Der 6. Sud soeben angezapft. Abgesehen von der etwas mageren Kohlensäure Punktlandung. So wie ich das Bier aus Neuhaus/Pegnitz von früher kenne.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 21.5.2012 um 09:02  
Habe am Freitag gebraut. Ich brauchte 49 kg Malz. Hat eigentlich alles gut geklappt, ausser: Plötzlich fegte es unten vom Druck den Gummiring weg, wodurch sofort bei beiden Seiten der Würzepegel ausgeglichen wurde. Es war dann sehr mühsam, den Gummiring wieder zu befestigen und die Malzstange wieder ins Rohr zu treffen (ging nur mit einem kleinen Schminkspiegel meiner Frau). Das passierte 2 Mal. Ich weiss nicht, ob mein Gummiring langsam ausgeleiert ist oder ob ich einfach etwas zu wenig die Schraube angezogen habe. Vermutlich das letztere und einbisserl das erstere, denn nachher habe ich die Schraube wirklich fest angezogen, und es passierte nicht mehr. Ist mir bisher noch nie passiert.

Habe gerade den Sud abgefüllt, wo ich das erste Mal mit 2 Sieben gebraut habe. Damals hatte ich m.W. eine Ausbeute von vielleicht 270 - 280 l Würze. Ich habe rund 252 l Bier gekriegt (14 KEG).

Bei den kommenden Suden sollte es dann mehr sein, weil's dort gut 300 l Würze gab... mal gucken. Das Hefeablassen reduziert die Biermenge halt schon relativ stark.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 21.5.2012 um 09:08  
Noch was betreffend Kühlung. Benutzt Du eigentlich Glykol im Kühlkreislauf des Speidel-Kühlers? Würde ich empfehlen, damit Du mit Temp. tief unter 0°C in den Tank gehen kannst. Eine isolierung der Tanks bringt übrigens sehr viel. Ich habe gerade übers Wochenende meine Tanks mit Isolationsmaterial eingepackt.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 10:01  
Betreffend Isolierung: Ich kann übrigens die Isolation Armaflex von www.armacell.de sehr empfehlen. Einfach den Tank umwickeln und dann mit starkem Klebeband die Isolation abkleben, so dass sie richtig auf den Tank drückt. Klappt bei mir wunderbar. Isoliert prächtig.

http://www.derisolierprofi.eu/shop/article_af25e/AF-Platte- 25-mm-nicht-selbstklebend.html?shop_param=cid%3D64%26aid%3Daf25e%26

Wenn ich zurückgehen könnte, würde ich nicht die relativ dünne Isolation von Speidel kaufen, sondern direkt selber Armaflex um den BM 200 wickeln.
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:12  
Danke für den Hinweis auf die Tankisolierung, darüber hab ich auch nachgedacht in den letzten Tagen.
Apropos Kühlung: Das von Speidel angebotene Chilly-Gerät wurde zwar von meinem Kühlinstallateur für gut empfunden, aber ich bin mir nicht sicher ob das Gerät, das eigentlich für den Weinbau gemacht ist, für untergärige Brauweise das richtige ist. Es erreicht Temperaturen von 10-25°, in der Praxis kommt es gerade mal auf 12 ° beim Würzekühlen. Und auch das dauert ewig. Außerdem läuft permanent eine Pumpe.

Ich hab die Woche wieder gebraut. Inzwischen rühre ich bei 50 und 60 ° nochmal kräftig um, damit die weißen Malznester verschwinden. Hab mit 42 und 43 kg (Doppelsud) den 525 Liter Tank ziemlich voll bekommen, so daß nur noch 20 cm Luft für die Kräusen bleiben. 11,3 ° sollte ein leichtes Bier geben, so wie es die Gäste wünschen.

Aber nach dem Anstellen hat sich der Chemiegeschmack wieder breitgemacht, nicht so stark wie bei den weggeschütten Suden, aber irgendwie riecht das ganz stechend, mal sehen wies weitergeht.

Das mit dem Gummi, der vom Druck weggedrückt wird hab ich auch schon gehabt. Irgendwie halt doch zuviel Malz. Und wenn die Siebe oben verstärkt sind sucht sich der Durck seinen Ausweg über den Gummi.

Fazit: 2 Sude mit 43 kg Malz geben einen Tank voll Bier mit gut 11 °. Einziger Schönheitsfehler, die Würze vom ersten Sud steht einen Tag lang rum.
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Berliner
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:31  

Zitat:
die Würze vom ersten Sud steht einen Tag lang rum


Warum?
Du kannst die Würze doch sofort anstellen und den zweiten Sud dann drauflassen. Das dürfte auch die Gesamt-Gärzeit erheblich verkürzen.


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Gruß vom Berliner
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:46  
Kunsttück wenn der zweite Sud brühend heiß ist und nur der Gärtank als Kühlung zur Verfügung steht.
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tazzyminator
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:48  
Schafft der BM 200 keine zwei Sude hintereinander? Kenne mich mit dem Gerät nicht aus, nur Interesse an der Vorgehensweise.

VG
Chris


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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:53  
@ Cb-KF: Ja, Du hast wohl recht. Wenn alles verstärkt ist und zuviel Malz drin ist, sucht sich der Druck halt im Endeffekt den Gummi aus. Ich gehe wohl wieder auf 48 kg zurück. Ich versuch's vielleicht nochmal mit 50 kg bei kleinerer Pumpenstärke. Ich hab's mit über 45 ° Pumpenöffnung vielleicht auch ein bisschen übertrieben. ;-) Das Kühlgerät muss (von mir aus gesehen zwingend) eine Eisbank bilden können. Man muss einfach mit Kühlwasser T </= 0°C in die Tanks rein. Das Bier klärt sich dann massiv besser. Meine Erfahrung: von 10°C auf 5°C sind es Welten, und von 5°C auf 0°C nochmals. Jetzt, wo ich wirklich kalt lagere, wird das Bier so klar, dass wir in der Kneipe nicht mehr wissen, ob meines das gefilterte Feldschlösschen oder meines ist. Der Durchschnittsgast liebt halt ein ganz klares, naturtrübes Bier mit schönem, weissen Schaum bei Stammwürze (wie Du es wohl auch schon gemerkt hast) rund 11.2 °P.
Ich habe neu ein Kühlgerät von http://www.grapos.com/ mit 1kW. Macht supertolle Eisbank, und mit etwas Glykol kann man locker auf -8°C gehen. Tipp: Glykol gibt's übrigens meistens günstig in den Autowerkstätten.

@ Cb-KF & Berliner: Es geht hier wohl ums Thema "Würze abkühlen lassen im Tank bis auf Anstelltemperatur". Ich habe momentan auch etwas Schwierigkeiten, die Würze mit dem Kaltwasser gut runterzukühlen. Bei so 20°C gibt's eine extreme Sättigung (Wasser ist im Sommer warm). Ich lasse es dann einfach auch im Tank und lasse die Kühlung voll an und warte einige Stunden, bevor ich die Hefe bei so 12-14 °C ansetze und dann so auf 11-12°C runterkühle. Die Kühlung des BM 200 ist eben eher für Obergäriges geeignet. Ein kleiner Plattentauscher wäre eben eigentlich viel effizienter... ich habe mir schon überlegt, ob ich einen kaufen soll.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 11:57  
@ tazzyminator: Für den BM 200 kein Problem. Dauert einfach von 7:00 bis 22:00 am Abend. ;-) Hast dann aber weit über 500 l Bier.
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 12:22  
Mein Sud am Sonntag dauerte von 8 Uhr bis 17.30 Uhr, bis die Würze im Tank war. Da wollte ich keinen zweiten mehr machen und habs auf Montag verschoben.
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Berliner
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 12:38  

Zitat:
nur der Gärtank als Kühlung zur Verfügung steht


Du lässt also die Würze des ersten Suds abkühlen und lässt dann am nächsten Tag die heiße Würze des zweiten Suds dazu in den Gärtank, um dann die ganzen 400l abzukühlen zu lassen? Dann steht der erste Sud ja sogar (fast) zwei Tage ohne Hefe (oder wie lange dauert die Kühlung?). Da kann dann evtl. schon leicht eine Infektion entstehen.


[Editiert am 24.5.2012 um 12:42 von Berliner]



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Gruß vom Berliner
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 24.5.2012 um 14:02  
Eine Möglichkeit, diese lange Zwischenzeit vor dem Anstellen zu umgehen, wäre, nach ein paar Stunden runterkühlen des 1. Suds die Hefe anzustellen und dann am nächsten (oder übernächsten) Tag nach dem Würzekühlen im BM 200 auf so 20°C das Frischwasser abzuhängen und den Kühlkreislauf des BM 200 direkt mit dem Kühlaggregat zu verbinden. Dann kannst Du den 2. Sud direkt im BM 200 auf Anstelltemp. runterkühlen und dann in den Tank mit dem schon gärenden 1. Sud pumpen.
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Cb-KF
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red_folder.gif erstellt am: 25.5.2012 um 19:29  
Wieder dieser Medizingeschmack im Bier, nicht so stark wie zuerst, aber doch so störend, daß der Sud vermutlich weggeschüttet werden muß. Ich Brauer-Student tippte auf eine bakterielle Infektion. Ich hab vermutlich den oberen Ablaßhahn des Gärtanks nicht genug gesäubert.

Dieser Student kam mit einer ganzen Latte an Reinigungsvorschlägen. Heiße Lauge, Säure, durchpumpen, Schläuche in Reinigungsmittel aufbewahren und zu guter Letzt Höhen mit der Gasflamme ausglüchen.
Da wirds mir jetzt schon himmelangst. Vor allem weil ja nicht alles Sude verdorben waren, hoff ich doch, daß es der Ablaßhahn war.

@ Dani: Was unternimmst du speziell bei dem Speidel-Braumeister und dem Zubehör, um Infektionen zu vermeiden. Angeblich reicht das durchleiten von heißer Würze durch den Schlauch auch nicht aus.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 26.5.2012 um 06:28  
"Medizingeschmack im Bier": Es könnte eben auch die Anstell/Gärtemperatur sein. Profibrauer können das mangels Erfahrung teilweise gar nicht erkennen, weil sie ohnehin nur mit perfekten Brauutensilien arbeiten und sowas kaum kennen. ;-) Eine längere Lagerung reduziert vielleicht den Geschmack (Hefe muss noch arbeiten).

Reinigung: Das ist ja ein faszinierendes Thema. Ich habe (wie Du ja auch, hast Du doch das Kühlschiff erwähnt) schon von Leuten gehört, die praktisch ohne jegliche Putzmittel arbeiten, noch nie eine Infektion hatten und hervorragendes Bier machen. Wenn man dann aber andere hört, dann muss man Lauge, Säure, Desinfektion etc. etc. benutzen, weil man sonst "keine Chance" habe. Im Endeffekt zählt halt das Resultat. Ich erzähle mal, wie ich's mache. Ich hatte noch nie eine Infektion. Ich benutze in der gesamten Brauerei nur Halades 191 für Tankreinigung (Desinfektion) und Standdesinfektion des Schlauchs, der an den BM angeschlossen wird (Whirlpool und Rüberpumpen zum Tank), Halades ALCO für Spritzdesinfektion bei den Tankauslassen etc. und Chemipro OXI für die KEGs.

http://www.brauundrauchshop.ch/100/con_liste.asp?prono=518& ica=71&nIndexPage=1
http://www.brauundrauchshop.ch/100/con_liste.asp
http://www.brauundrauchshop.ch/100/con_liste.asp?prono=264& ica=0&vSearch=oxi&nCurPage=&sStartPageNext=

Mein Putzkonzept sieht wie folgt aus:
Nach dem Tank leeren, öffne ich oben die Klappe und putze mit Wasser und einem Schwamm und einer Bürste den Hopfenkranz weg. Dann gehe ich meistens mit dem Hochdruckreiniger in den Tank und spritze den richtig fest aus. Danach nehme ich Halades 191 und spritze damit den Tank, der unten geschlossen wird, aus. Ich nehme relativ wenig. Ich denke mal, dass ich pro Putzaktion vielleicht 2 dl benutze - einfach schön grossflächig verteilt. Dann spritze ich kaltes Wasser rein und lasse die Wasser/Halades191-Mischung in einen Plastikeimer. Nach dem Brauen spüle ich den besagten Schlauch mit Wasser aus und hänge ihn so an die Wand, dass die Öffnungen nach oben schauen. Dann fülle ich den Schlauch mit der Wasser/Halades191-Mischung aus dem Plastikeimer und lasse ihn so bis zum nächsten Mal stehen. Diesen Schlauch spüle ich dann nur mit kaltem Wasser aus, bevor ich ihn an den BM anschliesse. Wenn ich dann beim Würzekühlen heisses Wasser bekomme, spüle ich den Tank dann noch mit dem fast kochenden Wasser aus. Den Schlauch lasse ich beim Kochen stets mit heisser Würze füllen. That's it. Jede Brauerei ist halt eine ganz individuelle Sache...
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 26.5.2012 um 06:54  


Hier habe ich ein Seite des Buchs "Yeast"

http://www.amazon.de/Yeast-Practical-Fermentation-Brewing-E lements/dp/0937381969

reinkopiert. Eine Würze wird mit derselben Ale-Hefe bei 2 verschiedenen Temperaturen vergärt (19° und 24°), dann wird analysiert, welche Stoffe in welchen Mengen vorhanden sind.
Es ist extrem erstaunlich, dass bei einigen Stoffen wie z.B. Ethyl acetate und Acetaldehyde 50 % bis mehrere 100 % mehr im Bier vorkommen kann, wenn die Temp. (sogar von obergäriger Hefe) "nur" 5° Differenz hat.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 29.5.2012 um 12:09  
Was ich noch sagen wollte:

Ethylacetat: Siehe Wikipedia: "Die farblose Flüssigkeit ist ein charakteristisch „nach Klebstoff“ riechendes Lösungsmittel, ..."

Acetaldehyd: Siehe Wikipedia: "...farblose Flüssigkeit oder farbloses Gas mit stechendem Geruch..."
"...Acetaldehyd riecht und schmeckt fruchtig und ist in stillem Wasser bereits in kleinen Mengen (unter 10 Mikrogramm je Liter) wahrzunehmen. Von der Industrie wird er beispielsweise als Bestandteil von Farben und Parfümen oder als Konservierungsstoff für Früchte und Fisch verwendet."

Speziell Acetaldehyd kann je nach Temp. extrem schwanken.

Genau aus diesem Grund schmecken wohl die meisten Hobbybiere so anders (fruchtig, oft medizinisch, einwenig wie Lösungsmittel) als die kommerziellen, weil mit zu hoher Temperatur und zu unkontrolliert vergärt wird.

Habe übrigens am Freitag mit 50 kg gebraut. Habe das Malzrohr wirklich sehr fest angezogen und die Pumpenöffnung knapp unterhalb 45° eingestellt. Lief alles ohne Probleme. Hab's vielleicht ein bisschen zu stark ausgereizt. Die Würze kochte fast (aber wirklich fast!) über den Rand hinaus. Waren nach dem Kochen 11.2 °P. Würze war noch über der Malzstange. Neuer Rekord. Musste aber stoppen. Passte nicht alles in den Tank rein. Ich werde nun stets mit 48 kg brauen.

Am Wochenende haben wir unsere selber gebastelte Kühlung (Temp.steuerung von Conrad.de, Magnetventile von magnetventile-shop.de) in Betrieb genommen. Ich mach mal ein paar Fotos - könnte noch interessant sein. Die Sache läuft wunderbar. Man kann nun einfach die Temp. einstellen und die Steuerung kühlt den Tank runter und hält ihn auch dort. War günstig. Die Temp.steuerung FOX war m.W. so um die 70 EUR, 1 Magnetventil pro Tank so 25 EUR. That's it.
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red_folder.gif erstellt am: 29.5.2012 um 18:57  
Ich brauch auch nicht über 43 kg Malz gehen, denn sonst laufen die Gärtanks bei zwei Suden über. Ist vielleicht ganz gut so.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 29.5.2012 um 21:06  


Ich habe übrigens im Weyermann Bieralamanach dieses Zoiglbier-Rezept gefunden. Muss das unbedingt mal nachbrauen...
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red_folder.gif erstellt am: 29.5.2012 um 21:23  
Ums Zoigl ranken sich ja die verschiedensten Storys. Ich hab mich lang damit beschäftigt und behaupte mal folgendes:

Die Würze fürs Zoiglbier wird im Kommunbrauhaus hergestellt und dann auf die einzelnen Brauberechtigten aufgeteilt, wobei jeder selbst anstellt und nachgärt. Somit entstehen aus dem gleichen Ausgangsprodukt unterschiedliche Geschmacksnuancen.
An irgendwelchen Malz- oder Hopfenmischungen würde ich das Phänomen nicht festmachen.

Beim fränkischen Hausbräu erfolgt das Anstellen in der Brauerei, und das Jungbier wird dann verteilt.

Letzteres mach ich seit inzwischen fast 10 Jahren mit großem Erfolg. Und seit 2012 mit eigener Brauerei um die Ecke hoffenltich auch weiterhin.
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danibier
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red_folder.gif erstellt am: 4.6.2012 um 08:11  
Habe am Samstag das Bier abgefüllt. Ergebnis: 15 x KEG18l + 1 x KEG9l, d.h. 279 l Bier für den Verkauf.
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