Willkommen bei Hobbybrauer.de Willkommen bei Hobbybrauer.de
Startseite Forumsübersicht Impressum  
Hauptmenü

Suche
archiv.hobbybrauer.de mit Google durchsuchen:

Board Index FAQ
Forum

ACHTUNG: Auf dieses Forum kann nur noch lesend zugegriffen werden. Falls Du hier im alten Forum bereits registriert warst, musst Du Dich im neuen Forum mit dem gleichen Usernamen UND der gleichen E-Mailadresse NEU registrieren, damit Dein Ranking (Anzahl Deiner Posts) aus diesem Forum ins neue mit übernommen wird. Zum neuen Forum geht's hier

Seite 6 von 8   «  4  5  6  7  8  »     
Autor: Betreff: Unser Impeller Rührwerk
Posting Freak
Posting Freak

BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 13:45  
Mit solchen Kugeln habe ich schon getestet und habe glaube ich auch ein Video damit gemacht.
Ich nahm Kugeln aus Superabsorber, die gibts als Wasser Dekokugeln.
Die sind zunächst winzig wie Salzkörner und saugen sich dann mit Wasser voll.


Grüsse

Bernd
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 125
Posting Freak
Posting Freak


Beiträge: 636
Registriert: 11.4.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 14:04  
daran hab ich auch schon gedacht. bei meiner freundin steht ne ganze vase mit dem zeugs rum.

werde demnächst mal experimente machen und schauen wie es mit einem flügel geht.


____________________
“Hurra dem Hopfen, hurra dem Malz, sie sind des Daseins Würz‘ und Salz!“
Profil anzeigen Antwort 126
Posting Freak
Posting Freak

HarryHdf
Beiträge: 893
Registriert: 25.5.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 14:18  
Das kriegt dann wahrscheinlich eine Konsistenz wie Götterspeise und stresst den Motor ... und ist einfarbig :-(

Harry


____________________
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung (Oscar Wilde)
Profil anzeigen Antwort 127
Senior Member
Senior Member

FrankIbb
Beiträge: 238
Registriert: 6.1.2011
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 15:27  
Probiere es doch vorher mal mit Pfefferkörnern oder getrockneten Erbsen, Linsen oder so.
Keine Ahnung, ob davon was schwimmt, aber günstig ist es :D
Profil anzeigen Antwort 128
Senior Member
Senior Member

Roemer46
Beiträge: 336
Registriert: 12.3.2009
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 22:58  
Hallo zusammen.
Ich habe das Impellerrührwerk auch nachgebaut. Die unteren Flügel haben bei mir einen kleineren Durchmesser als die Oberen. Abstand der Unteren ca. 1 cm zum Boden Ich maische und läutere aus einem 50 ltr. Contacto mit eingebauter Läuterhexe. Den beschriebenen Maischesog kann ich auch nicht erkennen. Liegt vielleicht auch an der Läuterhexe. Aber bei Ausbeuten von über 70 % bin ich mehr als zufrieden und werde da auch mal nichts ändern. Angebrannt ist ebenfalls nix.
Profil anzeigen E-mail senden Antwort 129
Posting Freak
Posting Freak

BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 23:12  

Zitat:
Das kriegt dann wahrscheinlich eine Konsistenz wie Götterspeise und stresst den Motor ... und ist einfarbig :-(

Im Gegenteil, die Kugeln beweisen sehr schön das das Rühwerk nichts kaputt rührt, wie schon mal befürchtet wurde.
Diese an sich recht weichen Kugeln bleiben heile. Die gibts auch in allen Farben.
Muss man sicher nicht kaufen und damit spielen, aber manch einer hat sie sowieso schon (Frau + Deko).


Grüsse

Bernd
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 130
Posting Freak
Posting Freak

HarryHdf
Beiträge: 893
Registriert: 25.5.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 23:27  
Also nicht dieses Absorberzeug, das in Windeln und Binden drin ist?

Harry


____________________
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung (Oscar Wilde)
Profil anzeigen Antwort 131
Posting Freak
Posting Freak


Beiträge: 636
Registriert: 11.4.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6.1.2014 um 23:41  
das sind so dekoperlen, die bleiben am stück und haben trocken 1-2mm durchmesser, und vollgesogen 6-7mm. da verklebt nix.



[Editiert am 6.1.2014 um 23:42 von chriiisss]



____________________
“Hurra dem Hopfen, hurra dem Malz, sie sind des Daseins Würz‘ und Salz!“
Profil anzeigen Antwort 132
Posting Freak
Posting Freak

HarryHdf
Beiträge: 893
Registriert: 25.5.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 00:15  
Danke. Also sowas hier. Müsste man mal sehen, ob man die dann noch so gemischt für irgendwas brauchen kann...

Harry


____________________
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung (Oscar Wilde)
Profil anzeigen Antwort 133
Senior Member
Senior Member

Tim
Beiträge: 231
Registriert: 18.12.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 16:39  
Für mein geplantes Impellerrührwerk werde ich einen Motor nehmen, der eine 12mm-Welle mit Passfeder (4mm) hat. Ich habe erst daran gedacht, mir an die Rührwerkswelle (15mm Rundstab) dasselbe Ende fräsen zu lassen und beide mit einer starren Wellenkupplung zu verbinden.
Nun meinte der Zerspanungsmechaniker meines Vertrauens, es sei erheblich einfacher, in beide Wellen ein Gewinde (M6 oder M8) zu schneiden und diese mit einer Madenschraube (nicht: Gewindestange) zu verbinden. Würde mir auch einiges an Kohle für eine starre WK aus Edelstahl sparen.

Ist das eine gute Idee? Ich meine mich zu erinnern, daß die "Stärke" einer Welle erheblich mehr vom Durchmesser abhängt, als davon, ob sie massiv ist oder nicht. Wenn man die Wellen ganz gegeneinander schraubt dürften doch die Scherkräfte nicht mehr (oder zumindest nicht mehr in dem Maße) auf die Madenschraube wirken, oder?

Bleibt nur die Frage, ob ich mir damit nicht den Motor "entwerte".

Weiß jemand von Euch Rat?

Schöne Grüße

Tim


____________________
Wenn Du einen Onkel hast und der braut gutes Bier,
sieh zu, daß er Dich leiden kann, sonst trinkt er 's ohne Dir!
Profil anzeigen Antwort 134
Posting Freak
Posting Freak

BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 17:26  
So wie ich das verstehe liegen dann beide Wellenenden aufeinander und sind durch eine zentrale Madenschraube
gegeneinander verschraubt die dann allerdings auch die Lasten aufnimmt wenn mal etwas an der Welle biegt.
Das setzt voraus das beiden Wellenenden gut plan sind UND das die Gewindebohrungen möglichst genau mittig in den Wellen ausgeführt werden.
Es ginge auch unmittig, eiert dann aber ein bisschen.
Ich würde es erstmal so bauen, ist doch günstiger und falls es Dir nicht gefällt kannste immer noch ne Wellenkupplung drüber schieben.

Genau wegen so einer unmittigen Bohrung eiert mein Antriebsmotor auf der zweifach gelagerten Welle und musste deswegen auf Gummi gelagert werden.
Bei Dir wäre es aber konstruktiv nicht so schlimm.

Geärgert habe ich mich aber trotzdem das der Herr Dipl Ing. Maschinenbau nicht mal ne zentrische Bohrung an seiner Drehmaschine hinbekam. :)


Grüsse

Bernd


[Editiert am 7.1.2014 um 17:43 von BerndH]
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 135
Senior Member
Senior Member

Braufux
Beiträge: 283
Registriert: 15.5.2010
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 17:55  
Hallo zusammen,

Zitat:
Den beschriebenen Maischesog kann ich auch nicht erkennen.


ob es wirklich eine vollständige Umwälzung in der Maische (von ganz unten bis ganz oben) gibt, hängt von der Strömungsverteilung in der Pfanne ab. Die wiederum wird von den Rührerprofilen, der Drehzahl der Pfannengeometrie usw. bestimmt. Sicherlich führen viele Wege nach Rom, aber die "Theorie der zwei Rührebenen" hab ich noch nicht verstanden. EIN Radialrührer, ok, verstehe ich, die Krümmung soweit auch. Aber wofür die zweite Rührebene sein soll, kann ich nicht verstehen. Meiner Meinung nach ist sie eher kontraproduktiv denn hilfreich.


@Tim: Nimm doch einfach eine Hülse (ein Rohrstück), dass spielfrei auf die Motorwelle passt. Es muss genügend Wandstärke haben, um ein paar Gewindegänge reinschneiden zu können oder du schweisst seitlich (auf ein vorher gebohrtes Loch) eine Mutter. An der Rührerwelle wird das angeschweisst und mit einer "angespitzten" Schraube, die in die Federnute greift, an der Motorwelle befestigt.

liebe Grüsse

Braufux..


[Editiert am 7.1.2014 um 18:02 von Braufux]



____________________
Was wäre, wenn dein bester Kumpel dir sagen würde, sie wäre lieber deine beste Freundin?
Profil anzeigen Antwort 136
Posting Freak
Posting Freak

BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 18:19  

Zitat:
Aber wofür die zweite Rührebene sein soll, kann ich nicht verstehen. Meiner Meinung nach ist sie eher kontraproduktiv denn hilfreich.

Der Grundgedanke der dahinter stand ist zumindest bei mir der gewesen das ein einziges Rührwerk eine sehr dicke Maische evtl. (unbewiesen)
nicht durch den ganzen Topf fördern könnte und unten wären es dann eher 70 und oben 60 Grad. Das war zumindest meine Befürchtung
und das wollte ich verhindern. Meine Rührebenen sind angeschweisst, ich kann da nichts ausprobieren.

Diejenigen die die Möglichkeit haben die obere Ebene zu entfernen, weil diese nur per Klemmring
auf der Achse sitzt, können diese doch einfach mal entfernen und dann mal ein vorher-nachher Video drehen.
Richtig aussagekräftig dürfte so ein Video werden wenn die Masiche schön dick ist, so 1:2,5 oder sogar eher 1:2,3.
Wäre meine obere Rührwerkebene abnehmbar hätte ich das längst schon mal ausprobiert.

Bei einem bin ich mir recht sicher, bei einer dünnen Maische von vielleicht 1:3 oder noch dünner reicht wahrscheinlich
nur eine Ebene gut aus und ist dann womöglich sogar auch besser.
Bei einer sehr dicken aber auch ?
Aber das sind alles Spekulationen bis es mal einer richtig testet.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 7.1.2014 um 18:28 von BerndH]
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 137
Posting Freak
Posting Freak


Beiträge: 636
Registriert: 11.4.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 18:20  
bei meinem motor ist ein messingstück eingepresst, mit einem m10 innengewinde. meine welle hat das passende gegenstück (m10 außen).

also einfach einschrauben bis bis zur planfläche. funktioniert wunderbar.


____________________
“Hurra dem Hopfen, hurra dem Malz, sie sind des Daseins Würz‘ und Salz!“
Profil anzeigen Antwort 138
Senior Member
Senior Member

Braufux
Beiträge: 283
Registriert: 15.5.2010
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 7.1.2014 um 23:48  
Hallo, Guten Abend zusammen,

sicherheitshalber schicke ich dies vorweg: Der folgende Text dient ausschliesslich der Diskussion um ein möglichst einfaches und zugleich möglichst effektives Rührwerk. Ich möchte niemandem auf die Füsse treten und auch keine Rührer "schlecht reden", die ihre Funktion zur Zufriedenheit ihrer Erbauer_innen erfüllen. Diese Zufriedenheit allein ist genug, damit es gute Rührer sind. Was aber nicht heisst, dass man nicht weiter über Rührer nachdenken kann, oder?

Auf den verlinkten Videos sieht man, dass an der Maischeoberfläche eine spiralförmige Strömung der Maische zur Pfannenmitte (zur Drehachse des Rührers) stattfindet. Dort in der Mitte strömt die Maische nach unten weg, um wieder zum Rührer zu gelangen (der leichte Schaum sammelt sich dort an, weil er schwimmt und nicht abtauchen kann). Angetrieben wird die Strömung von den Schaufeln (Flügeln) weiter unten. Bei einer einzigen "Rührebene" am Pfannenboden muss die Maische daher bis ganz unten strömen, um überhaupt wieder nach oben gefördert werden zu können. Wenn die Maische "zwischendurch" wieder in den Ansaugbereich einer "zweiten Rührebene" gelangt, wird wenigstens ein Teil der Maische wieder nach aussen gefördert und trifft am Rand der Pfanne auf den aufsteigenden Maischestrom der unteren "Rührebene". Dieser "abgezweigte" Teil des Maischestroms kommt also gar nicht bis ganz nach unten, wo in aller Regel aber die wirksamste Heizfläche der Pfanne ist.

Betreffend die Heizfläche gilt, dass die Wärme, zunächst mal, mit möglichst wenig Übertemperatur auf die Maische übertragen werden soll. Man kann es sich vielleicht so vorstellen: Der von aussen erhitzte Pfannenboden muss mit dem Maischestrom "gekühlt" werden, damit nichts anbrennt und die Maische auch nicht soweit erhitzt wird, dass die Enzyme zu stark geschädigt werden. Wie bei allen anderen "Kühlern" auch, funktioniert das umso besser, je mehr "Kühlmittel", in unserem Fall Maische, pro Zeiteinheit über die "Kühlfläche" strömt. Demnach wäre es am besten, wenn der GANZE Maischestrom über den Pfannenboden strömt und nicht zwischendrin ein Teil der Maische "umgelenkt" wird (ist meine Ansicht). Um nämlich die gleiche Heizleistung (die ist durch die Heizquelle ja weitgehend vorgegeben) zu übertragen, muss ein kleinerer Maischestrom höher aufgeheizt werden als ein größerer. Und das widerspricht dem Wunsch nach einer möglichst gleichmässigen Temperaturverteilung in der Maische.

Spezialisten für die thermischen Reaktionen beim Maischen können vielleicht hier etwas dazu beitragen, in wie weit "Übertemperaturen" eben doch gewünscht sind, um bestimmte Geschmackseigenschaften hervorzubringen (durch sogen. Maillard-Reaktionen z.B.).

Spezialisten für Strömungsmaschinen würden eher anfangen darüber zu diskutieren, ob man nicht besser radial endende Druckkanten oder sogar vorwärts gekrümmte Schaufeln verwenden sollte, um die Maische noch schneller über die Heizfläche zu befördern. Wobei das bei unseren "einseitig gehäuselosen" Rührern glatt dazu führen könnte, dass man auf die Idee kommt, oben an der Schaufel, eine in Drehrichtung nach vorn gerichtete Kante anzubringen, die verhindert das die Maische schon auf dem halben Weg nach aussen anfängt nach oben wegzuströmen und sich damit nicht mehr an der Wärmeübernahme von der Heizfläche beteiligt. Oder eben gleich eine komplette Deckscheibe anzubringen .....

Der Einwand von Bernd, dass die Sache von der Viskosität der Maische abhängig ist, ist natürlich absolut richtig. Diesem Problem sollte man m.E. aber mit einem höheren Rührer am Boden entgegenwirken, der mehr Volumen fördert. Ein "Zwischendrin-Rührer" zweigt auch in einer dickeren Maische mindestens einen Teil des Maischestroms ab, bevor der am Pfannenboden angekommen ist.

Letztlich wird das alles ein "Streit" um des Kaisers Bart sein. Mit verschiedensten Arten von Rührern lassen sich gute Biere machen und meistens wird es eher darum gehen, was mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln zu bauen ist, als darum, dass "Optimum" (in strömungstechnischer Hinsicht) zu erreichen. Vielleicht macht ja grade eine gewisse "Unzulänglichkeit" eines Rührers das gewisse "Extra" im Geschmack aus.

einen lieben Gruss zur guten Nacht schickt

Braufux ...

Wer gar nicht schlafen kann, kann hier weiterlesen (ab Seite 152; 6.1.4):
http://books.google.de/books?id=QztQAgAAQBAJ&pg=PA153&lpg=P A153&dq=laufrad+vorw%C3%A4rts+gekr%C3%BCmmt&source=bl&ots=qJ6ogI0fSR&sig=15 JASqqjJ2mmMQWQeycQL5AqQDQ&hl=de&sa=X&ei=3jHMUrf4K4TRhAeCt4HYDA&ved=0CDEQ6AE wAA#v=onepage&q=laufrad%20vorw%C3%A4rts%20gekr%C3%BCmmt&f=false


____________________
Was wäre, wenn dein bester Kumpel dir sagen würde, sie wäre lieber deine beste Freundin?
Profil anzeigen Antwort 139
Posting Freak
Posting Freak

HarryHdf
Beiträge: 893
Registriert: 25.5.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8.1.2014 um 00:58  
@Braufux: FUMP !!! :goodpost:


Schwere Kost, wenn man da weiterliest. Aber schon insgesamt bedenkenswert, was man sich mit einer 2. Rührstufe da evtl. echt versaut. Wie heute BierBauer so richtig anmerkte, darf man bei der ganzen Sache ja auch die "natürliche Konvektion" nicht vergessen, die einem sowieso noch die Bewegung "von unten nach oben" zusätzlich bringt ... Wenn man die also nur noch durch ein "unten ein wenig verteilen" unterstützen kann, dann würde das wohl vollkommen ausreichen.

Harry


____________________
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung (Oscar Wilde)
Profil anzeigen Antwort 140
Posting Freak
Posting Freak

Alt-Phex
Beiträge: 854
Registriert: 1.2.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8.1.2014 um 02:06  
@Braufux: Guter Post.

Es geht auch einfacher, die Strömungen sind der Maische nämlich völlig egal.
Sie will nur nicht anbrennen und eine gleichmäßige Temperatur Verteilung im
Bottich sehen.

Wenn ich so überlege habe ich auch nie einen Maischebottich mit einer zweiten
Rührebene gesehen, in richtigen Brauereien meine ich.


____________________
---
Brauer & Mälzer - Jahrgang 1994
Mediendesigner seit 2000
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 141
Member
Member

psycho
Beiträge: 66
Registriert: 16.3.2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 8.1.2014 um 17:52  
@braufux: Ich teile Deine Ansichten.

Kommerzielle Rührwerke (so wie ich sie kenne) sind so aufgebaut, dass die Maische aussen am Kesselrand hoch strömt und in der Mitte wieder nach unten gesaugt wird. Ich hatte mich da vor einiger Zeit etwas mit auseinandergesetzt. Ziel ist eine gute Wärmeübertragung auf die Maische, vermeiden von Anbrennen und geringe Scherkräfte am Rührwerk. Letztere beeinflussen die Viskosität der Maische negativ und erschweren dadurch das Läutern. Daher sind nach meinen Beobachtungen üblicherweise innen lange schmale Rührflügel, die die Maische nach unten saugen, und aussen kürzere Rührflügel, die die Maische wieder (zusammen mit der Konvektion) nach oben drücken. Häufig werden die Rührflügel mit Löchern versehen, um einen zu starken Sog (negativ für die Viskosität) unter den Rührflügeln zu vermeiden. Das ganze ist eine Wissenschaft für sich und ich habe irgendwann aufgegeben es komplett zu verstehen.

Ich habe allerdings nach diesen Erkenntnissen und dem Vorbild kommerzieller Anlagen ein Rührwerk für einen 200l Kessel konstruiert und bauen lassen, der die o.g. Prinzipien umsetzen soll. Ich füge zur Verdeutlichung ein Bild von diesem bei. Mit dem Strömungsverhalten bin ich in der Praxis zufrieden, auch wenn ich inzwischen glaube, dass diese Konstruktion selbst für einen 200l Kessel überdimensioniert ist.

Profil anzeigen Antwort 142
Senior Member
Senior Member

Roemer46
Beiträge: 336
Registriert: 12.3.2009
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8.1.2014 um 20:45  
Hallo Braufux,
deine Überlegungen sind bemerkenswert. Aber ein Stück weit auch graueTheorie. Ich habe diesen Thread von Anfang an verfolgt. Über die 2. Rührebene habe ich mir nach dem Video von Bernd ganz ehrlich keine Gedanken gemacht. Aber ich bin mehr als zufrieden. Angebrannt ist bisher nichts. Die Durchmischung spielt bei der Ausbeute sicherlich eine gravierende Rolle und die ist in Verbindung mit der Läuterhexe einfach super. (Malz schrote ich übrigends mit der grossen Mattmill selber).
Aber nichts desto trotz sind Überlegungen wie die von dir sowie auch der Erfindergeist eines BerndH, dass was dieses Hobby für mich weiterhin spannend macht.

Danke
Uwe
Profil anzeigen E-mail senden Antwort 143
Posting Freak
Posting Freak

BerndH
Beiträge: 1762
Registriert: 6.1.2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 00:04  
Alle Theorie ist immer grau.
Man kann viel annehmen und erwarten, versuchen auf theoretischen Wege zu widerlegen, sich selbst als besonders sachkundig hinstellen, befürchten und behaupten,
man muss seine Thesen aber auch mal beweisen können! Das vorweg an alle notorischen Skeptiker ! :)

Beim heutigen Sud habe ich den Temperaturunterschied, also die Temperaturverteilung beim Maischen mal richtig gemessen.
Durch die zwei Rührwerksebenen die bei mir (leider) fest angeschweisst sind, sollten sich ja nach hiesigen Vermutungen zwei
getrennte, kontraproduktive Maischeströme ergeben von denen der obere nicht wirklich bis zum Topfboden gefördert wird und somit
weitaus kühler daherkommen müsste. In der unteren Ebene sollten sich dafür fast schon Röstaromen ausbilden.... so wird es angenommen.
Auch Anbrennen und schlimmeres wurde schon mal befürchtet, nur ist das alles bisher bei mir noch nie eingetreten, warum eigentlich nicht ?

Die Temperaturunterschiede zwischen kurz über dem Topfboden und kurz unter der Maischeoberfläche betrugen ca. 0,4 - 0,6 Grad
.....wenn die Heizung gerade aufheizte.
Kurz über dem Tofpboden heisst ca. 5mm bis 1cm über dem Boden. Kurz unter der Maischeoberfläche bedeutet ca. 1cm so das der Sensor noch gut in der Maische drinnen ist.
Wenn die Heizung nicht heizte lagen nach der Nachheizphase und drehenden Rühwerk die Temperaturunterschiede über den gesamten Topf verteilt bei
ca. 0,1 - 0,2 Grad.

Der Sensor wurde dabei immer neben den sich drehenden Rührflügeln in die Maische hinein gesteckt und senkrecht zwischen Topfwand und Rührflügeln
bis zu den Meßpunkten hinunter gesteckt.
Das Messgerät ist kalibiriert (mit Aufkleber) und stammt von einem Freund der Messtechnik beruflich macht.
Die Auflösung während der Messung betrug 0,1 Grad.
Der Sensor ist am Ende einer langen dünnen Stange und sehr massearm, reagiert also schnell.
Das sich die Maische beim Aufheizen um ca. 0,5 Grad in 30 Sekunden erwärmt wurde bei den Messergebnissen berücksichtigt.
Die Messungen erfolgten ca. Mitte einer Aufheizphase.

Ich hätte ehrlich gesagt eher etwas grössere Unterschiede erwartet und wäre auch dann immer noch zufrieden gewesen.
Wenn die Heizung aus ist erklärt es sich bei sich drehenden Rührwerk ja fast von selbst das die Temp überall praktisch gleich ist,
ausser die beiden Rührerebenen wären echt so kontraproduktiv wie immer angenommen wird......
Wenn die Heizung aber gerade aufheizt sind die gemessenen Unterschiede doch wirklich vergleichsweise sehr gering, finde ich zumindest,
daher flexe ich nun doch nichts ab. :)

Ich möchte hier aber auch definitiv nicht für diese Bauweise plädieren, !!!
Es könnte ja sein das es mit nur einer Ebene NOCH besser funktioniert, der Beweis steht allerdings noch aus(!) und viel besser geht ja auch kaum noch.
Ich wollte nur einfach mal Klarheit in dieses ganze Spekultaionswirrwar bringen, auch weil mich die Werte selbst interessierten.

Wer möchte kann ja mal die Temperaturunterschiede an seiner Technik in gleicher Weise messen, am besten an einem Rühwerk mit nur einer Rührwerkebene!
Auf Werte wäre ich mal gespannt.

P.S.
Bei Messen fiel mir auf das der Abstand zwischen Rührflügel und Topfrand doch größer war als ich es in Erinnerung hatte.
Es waren bestimmt so 6cm, wenn nicht sogar noch etwas mehr.


Grüsse

Bernd


[Editiert am 9.1.2014 um 00:41 von BerndH]
Profil anzeigen Homepage besuchen Antwort 144
Senior Member
Senior Member

Braufux
Beiträge: 283
Registriert: 15.5.2010
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 01:13  
Hallo Bernd, Hallo Uwe,

ich hoffe, dass du mich nicht missverstanden hast Bernd. Ich will und werde keinen funktionierenden Rührer schlecht machen. Du hast einen Rührer gebaut und hier vorgestellt, der offensichtlich bestens funktioniert. Ich habe, glaube ich wenigstens, ein bischen was zur "Theorie des Rührens" beitragen können. Was könnte das Forum mehr von uns erwarten? Aus all dem Geschriebenen soll und darf sich jetzt jede/r einen eigenen Reim und sein/ihr eigenes Rührwerk machen.

Theorie mag 'grau' sein, aber ich finde sie hilft, manchen Vorgang zu verstehen, den man sonst nur erlebt. Im Job arbeite ich oft mit Theorien, aus dem "echten Leben" weiss ich aber, dass es immer auch anders sein kann, als es scheint. Und zwar nicht nur bei Rührern. ;)

Zitat:
Aber nichts desto trotz sind Überlegungen wie die von dir sowie auch der Erfindergeist eines BerndH, dass was dieses Hobby für mich weiterhin spannend macht.


Um nichts anderes soll es gegangen sein. Wenn es so ist, war alles gut und richtig, vielen Dank Uwe.

einen lieben Gruss von

(mir)


____________________
Was wäre, wenn dein bester Kumpel dir sagen würde, sie wäre lieber deine beste Freundin?
Profil anzeigen Antwort 145
Posting Freak
Posting Freak

uli74
Beiträge: 3478
Registriert: 21.9.2011
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 07:44  
Nachdem viel über Theorie geschrieben wurde hab ich mal eine Frage:

Wie groß muss der Abstand der Rührflügel zum Topfrand hin sein? Genauso breit wie die Rührflügel? Schmaler? Breiter?


____________________
Gruss Uli
Profil anzeigen Antwort 146
Posting Freak
Posting Freak

kalausr
Beiträge: 999
Registriert: 13.4.2011
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 14:20  
;)


____________________
Ach, wie schön ists beim Bier.
:)
Profil anzeigen Antwort 147
Posting Freak
Posting Freak

kalausr
Beiträge: 999
Registriert: 13.4.2011
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 15:16  
Mein Rührwerk ist nicht mehr weit.
Am Samstag werde ich die Details zu meinem Impellerquirl klären.

Hier die letzte Version meiner Konstruktionszeichnung.
Voraussichtlich werden die Flügel aber nicht längenverstellbar ausgeführt, falls der Aufwand zu hoch ist.


Und die Topfgrößen.


Da mein Motor rechtslaufend ist, werde ich noch die Flügel spiegeln müssen.
Werde berichten, Klaus


____________________
Ach, wie schön ists beim Bier.
:)
Profil anzeigen Antwort 148
Posting Freak
Posting Freak

HarryHdf
Beiträge: 893
Registriert: 25.5.2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 9.1.2014 um 22:15  
Klaus, das sieht genial aus! Vor allem die Idee mit der Grössenänderung ist echt smart. Würde ich auf jeden Fall ins Auge fassen, vielleicht sogar mit einem Schlitz statt einzelner Löcher. Dann isses noch flexibler.

Und wenn wir von den Ringen samt 3 Rührflügeln gleich mehrere machen würden...vielleicht wird's dann auch billiger für jeden?

Harry


[Editiert am 9.1.2014 um 22:16 von HarryHdf]



____________________
Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung (Oscar Wilde)
Profil anzeigen Antwort 149
  Seite 6 von 8   «  4  5  6  7  8  »     

 
  
 

Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details findest Du im Impressum.
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 1998 - 2022 by Hobbybrauer.de
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.
Die Website oder Teile daraus dürfen nicht ohne ausdrückliche Zustimmung von Michael Plum weiterverwendet werden.
© 2014 Michael Plum